Archiv für April 2009

Immer wieder gibt es Gemuesesorten, an denen beissen wir uns fest. Dazu gehoeren auch “Teltower Ruebchen”. Vielleicht gerade deswegen, weil wir sie wirklich noch nirgendwo im Laden finden konnten. Muessen wohl so etwas Aussergewoehnliches sein, dass sie niemand kennt und niemand essen moechte. Unsere Neugierde ist groesser. 

teltower-buebchen-samenpackung

Das ist doch ein Grund, sich an diesen kleinen Ruebchen zu versuchen. Vor zwei Jahren konnten wir sogar einige ernten. Den Rest des Eintrages lesen »

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In der Anfangszeit, in der wir mit dem Gaertnern begonnen haben, sind wir oft in die Stadtbuecherei gefahren und haben alle Buecher uebers Gaertnern und ueber Pflanzen, die wir finden konnten gelesen. Unter anderem auch “Mulch - Gaertnern ohne Arbeit” von Ruth Stout.

Aber wie es so im Leben ist, “Wat der Bur net kennt, dat friss er net”. So auch bei uns. Was Frau Stout in ihrem Buch beschreibt, auf typisch amerikanische Art, klingt alles klar und logisch. Keine Arbeit mehr mit Unkraut zupfen, keine Arbeit mit Umgraben, keine Arbeit mit Duengung. Was spricht dagegen, die “Mulchmethode” in der Praxis anzuwenden? Ganz einfach, die menschliche Traegheit. Hoert sich etwas so gut an, dass man es kaum glauben kann, schiebt man es ins Reich der Fantasie. Der Mensch belaesst es bei dem, was er gelernt hat und mit dem er schon einmal Erfolg hatte, oder weil er es schon immer so gemacht hat.

So ist es auch bei uns gewesen. Wohin wir blickten, mit wem wir auch sprachen, Mulchen war zwar bekannt, angewendet hat es allerdings kaum niemand, und wenn, dann hoechstens mit einem Mulchvlies unter den Erdbeeren.

Eines der Dinge, die uns aus diesem Buch noch in Erinnerung ist, sind die Zweifel daran, genuegend Material zusammen zu bekommen um einen ganzen Schrebergarten konsequent zu mulchen. Wollten wir dies aus eigener Produktion tun, so braeuchten wir noch zwei mal dieselbe Flaeche um soviel Heu zu machen, dass unsere Gemuesebeete konsequent gemulcht werden koennten. Und diese Flaeche haben wir nicht.

Wir haben also die Mulchmethode erst einmal ad acta gelegt.

Je mehr wir uns allerdings mit dem Gaertnern beschaeftigt haben, umso mehr kam uns der Gedanke, auch einmal andere Wege zu gehen. So haben wir im letzten Jahr einige Ballen Heu besorgt und einige Beete damit dick bedeckt. Einiges davon haben wir wieder abgeraeumt damit wir unsere Beete fuer die Saison vorbereiten koennen. Das Heu ist auf dem Kompost gelandet. An anderen Stellen haben wir es einfach liegen gelassen, und es hat uns schon ein wenig ueberrascht, wie gut der Boden darunter heute aussieht (mal abgesehen von den unzaehligen Maulwurfs - oder Maeusegaengen). Und unseren Spargel haben wir z.B.  unter einer dicken Schicht Heu durch den Winter gebracht. Durch diese Schicht schieben sich zur Zeit die ersten Spargelstangen. Kein Unkraut hat es bisher geschafft, durch den Mulch zu wachsen. Das ist schon ein Erfolg.

Ein weiteres Stueck haben wir ebenfalls belassen und werden dort ein wenig experimentieren. Frau Stout schreibt zum Beispiel, es sei kein Problem, Jungpflanzen zu setzen. Das leuchtet ein. Das Heu ein wenig zur Seite druecken, und die kleine Pflanze in die Erde stecken. Wie ist es aber mit dem Saeen? Frau Stout schreibt, man schiebt genauso wie beim Pflanzen die Mulchschicht zur Seite und saet einfach dazwischen. Das haben wir gemacht.

mulchbeet-wurzelpetersilie

Bei diesen beiden Reihen haben wir Wurzelpetersilie gewaehlt. Damit lassen sich so herrlich schmeckende Sueppchen zubereiten (nur selbst angebaute haben wir noch keine ernten koennen. Wir mussten immer auf den Supermarkt ausweichen).

Wir haben reichlich Samen zwischen die Mulchdecke gestreut und angedrueckt. Unsere angeborene Skepsis oder aber unser mangelnder Optimismus lassen uns immer noch zweifeln. Wir lassen uns allerdings jederzeit positiv ueberraschen.

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Welch Leckereien lassen sich nicht alle aus Kartoffeln zaubern. Reibekuchen (als Rheinlaender ein Muss), Pommes, Kloesse, Gratin, Tortilla und was sonst noch alles. Es waere unverzeihlich, keine Kartoffeln im Garten anzubauen. Und so ist auch bei uns ein relativ grosser Teil des Gartens fuer den Anbau von Kartoffeln vorgesehen. Insgesamt haben wir auf zwei verschiedenen Beeten jeweils 4 Pflanzkartoffen in 25 Reihen gelegt. Insgesamt also 100 Kartoffeln. Wenn wir Glueck haben und nicht allzu viele Probleme mit der Krautfaeule auftauchen, koennen wir, so sagt unsere Erfahrung, mit knapp an die 100 Kilo Ernte rechnen. Das sollte fuer zwei Erwachsene, einen 5jaehrigen und einen Winzling reichen (die Kinder essen sowieso lieber Nudeln…).

Unsere Pflanzkartoffeln haben wir, wie auch im letzten Jahr, vom Biogartenversand bezogen und am 05.03.2009 zum Vorkeimen unters Dach gebracht. Dort haben sie sich gut gemacht. In diesem Jahr versuchen wir die Sorten Rosara, Sarpo Mira, Galactica und Roter Erstling. Die beiden ersten sind uns bekannt und haben uns ueberzeugt. Rosara als Fruehkartoffel mit reichlich und grossen Knollen, Sarpo Mira als Spaetkartoffel, der die Krautfaeule nichts anhaben konnte. Die beiden letzten sind uns neu. Beides Fruehkartoffeln, und wir werden uns ueberraschen lassen.

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Wir moechten kurz beschreiben, wie wir unsere Kartoffeln legen. Die Beete haben wir mit ca. 100 Gramm Oscorna Animalin und einer Hand voll Urgesteinsmehl pro Quadratmeter bestreut und mit dem Dreizack gut eingearbeitet. Den Rest des Eintrages lesen »

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Es wird langsam Zeit zu saeen. Die sonnigen Tage laden geradezu dazu ein, die Zeit im Garten zu verbringen und den Grundstein fuer eine gute Ernte zu legen. Heute haben wir uns das Beet vorgenommen, auf dem wir Schwarzwurzeln anbauen wollen. 3 Meter mal 1,2 Meter. Vier Reihen auf dem Beet ergibt insgesamt 12 Meter Saat. Allerdings haben wir uns dieses Jahr zwei verschiedene Sorten Schwarzwurzeln ausgesucht. Dazu noch Haferwurzeln.

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Zunaechst haben wir zwei Reihen der Sorte “Meres” von Kiepenkerl ausgesaet. Dann die Sorte “schwarzer Peter” aus dem Programm von Dreschflegel.

Es gibt nicht allzu viele Sorten Schwarzwurzeln. Verglichen mit Tomaten oder Paprika, scheint der Anbau von Schwarzwurzeln geradezu langweilig zu sein. Wir finden ganz zu Unrecht. Den Rest des Eintrages lesen »

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An eine weitere Nutzpflanze, von der wir keinen Schimmer haben, wagen wir uns in diesem Jahr heran. Algiersalat. Wir haben zwei kurze Reihen von je 1,2 Metern ausgesaet. Nach der Angabe auf der Packung soll die Kulturdauer nicht all zu lange sein.

algiersalat-samentuete

Aussat im April, Ernte im Juni. Da kann man wohl nicht viel falsch machen. Die Samen sind einfach zu saeen. Sie sind gross wie Weizenkoerner. Lange soll er an seiner Stelle auch nicht stehen. Wenn der Sommer beginnt, kommt an die gleiche Stelle eine Zucchini oder ein Kuerbis. Aus Mangel an eigenen Erfahrungen mit Algiersalat verweisen wir auf einige Weblinks.

tomatenundanderes oder kraizschouschteschgaart.info oder von der ginsterfarm

algiersalat-samen

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