Eine Kultur ist uns in diesem Jahr voellig misslungen. Das steht fest. Es ist Spinat, den wir am 01.04.2009 gesaet haben. Vielleicht haetten wir einen anderen Termin waehlen sollen?! Dabei hatten wir uns das genau ueberlegt. Um eine bessere Wasserversorgung bei der Keimung zu erreichen, streuten wir Bentonit in die Saatrillen. Eine Seite des Beetes wurde regelmaessig gewaessert, die andere nicht. Alles ohne Erfolg. Weder Bentonit, noch regelmaessiges Giessen hatte irgendeinen Einfluss auf das Ergebnis. Vier Reihen, alle paar Zentimeter ein Samenkorn, und das ist das Ergebnis.
Die ersten Spinatpflanzen bilden Samen. Damit ist klar, kein Spinat in diesem Jahr.
Ein Pfund haben wir noch in der Hinterhand. Vor einiger Zeit haben wir noch eine Topfplatte Spinat ausgesaet. Extra eine Sorte die fuer den Sommeranbau geeignet sein soll. Wenn diese Pflaenzchen gross genug sind, werden sie in den Garten gepflanzt und so weit wie moeglich feucht gehalten. Hoffen wir, dass wir wenigstens ein paar Portionen Spinat ernten.
Vielleicht gehoeren Sie auch wie wir zu den Menschen, die sich ab und zu gerne mal einen Film ansehen. Wenn dieser Film dann auch noch von einem Thema handelt, das einen selbst interessiert, dann schaut man ihn gerne an. Die Suche bei Youtube und Konsorten haben uns allerdings nur sehr wenige Filme geliefert (in deutscher Sprache!!!), die von Gaerten und noch weniger von Gemuesegaerten berichten. So haben wir uns dazu entschlossen, in loser Folge immer mal wieder einen kurzen Film in, aus und ueber unseren kleinen Schrebergarten zu erstellen und ihn auf unserem Blog zu veroeffentlichen. Fotos sagen viel aus. Aber so ein kleiner Film hilft schon dabei, sich einen viel umfassenderen Eindruck von dem zu machen, was wir da so treiben. Sie hoeren die Voegel im Hintergrund zwitschern, Sie erleben hautnah, jedenfalls so nah wie es durch diese Mattscheibe geht, was sich so tut im Garten.
Beginnen wollen wir heute mit dem Teil unseres Gartens den man betritt, wenn man durch die Eingangspforte hineinkommt. Alle Beete die Sie in diesem Film sehen haben wir der Wiese und dem Lehm muehsam abgerungen. Fuer einige Pflanzen, wie Kohl oder Dicke Bohnen hat sich dieser schwere Lehm durchaus als geeignet erwiesen. Fuer andere, wie zum Beispiel Chicoree als eher ungeeignet. Vor allen Dingen unsere Saaten gehen schlecht auf (ist anderswo allerdings auch nicht anders). Tomaten versuchen wir in diesem Jahr zum ersten Mal auf diesen Beeten.
Nun gut, lange Rede kurzer Sinn. Lehnen Sie sich zurueck, setzen den Kopfhoerer auf, nehmen in die rechte Hand eine Tomate und in die Linke eine Moehre, stellen eine Vase mit Gaensebluemchen neben den Bildschirm und erleben ein klein wenig Garten pur.
Wieder einmal versuchen wir, Buschbohnen direkt ins Freiland zu saeen. Wieder einmal schreiben wir, weil uns in der Vergangenheit nicht besonders viel Erfolg damit beschieden war. Wenn sie denn ueberhaupt gekeimt sind, dann wurden sie abgefressen, abgefressen und noch mal abgefressen. In manchen Jahren haben wir es dreimal hintereinander versucht, Bohnen direkt zu saeen und erst im dritten Anlauf, nachdem wir sie mit allen erdenklichen und unerdenklichen Mitteln gegen alle moeglichen Kaninchen, Schnecken und wer sonst noch dafuer verantwortlich sein koennte, geschuetzt haben, erreichten einige dann ein erntereifes Stadium. Man sieht, fuer eine eigentlich so einfach Saat wie Bohnen, eine Menge Probleme. Den Rest des Eintrages lesen »
Es gibt Dinge, die muss man einfach einmal klar und deutlich vor Augen sehen, um sie wirklich zu begreifen. Wir berichteten, dass wir versuchen, unsere Pflanzen in den verschiedenen Bodenarten zu pflanzen. Tomaten und Paprika in normaler Gartenerde und Blumenerde zum Beispiel. Es ist noch gar nicht so lange her, dass unsere Pflanzen ihren endgueltigen Standort gefunden haben. Und doch, es ist frappierend wie unterschiedlich sie sich entwickelt haben. Dazu einmal einige Bilder. Den Rest des Eintrages lesen »
Um so eine Frage beantworten zu koennen muss man entweder Florist, Gaertner oder aber Vater sein. Warum, fragen Sie sich? Ganz klar, der “moderne Vater” wirft ab und zu auch mal einen Blick in die einschlaegigen Magazine fuer Eltern. Er will ja auch alles richtig machen. Jedenfalls, bei meinem letzten Blick in die “Eltern Family” fiel mein Blick auf einen, auch fuer uns Gaertner interessanten Bericht.
Woher wissen Gansebluemchen, wie spaet es ist?
Fuer den Fall, dass unsere Jungen mir einmal diese Frage stellen, bin ich jetzt vorbereitet. Ich will ja nun nicht als Dummkopf dastehen. Mein erster Gedanke, wie wohl viele unserer Leser denken werden, war der, dass es an der Sonne liegen muss. Klar, die Pflanze merkt, dass die Sonne scheint und es waermer wird, folglich oeffnet sie ihre Blueten. Ist aber nicht so. Die “Eltern Family” schreibt, dass es sich recht leicht ueberpruefen laesst, indem Sie ein eingetopftes Gaensebluemchen in einen dunklen Raum stellen. Es wird wie gewohnt morgens seine Blueten oeffnen und abends wieder schliessen, genau wie seine Verwandten auf der Wiese.
Was ist aber nun die Erklaerung? So ein Gaensebluemchen, wie dann wohl auch alle anderen Pflanzen besitzt eine “Innere Uhr” die ihm sagt wann es Zeit ist, die Blueten zu oeffnen. Jede Blume hat ihre bestimmte Zeit in der sie ihre Blueten oeffnet. Waeren alle Blumen zur gleichen Zeit geoeffnet, dann wuerden die Bestaueber, sprich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge nicht nachkommen alle anzufliegen und zu bestaeuben. Das wuerde dazu fuehren, dass die Bestaeuber nicht den ganzen Tag Nahrung finden und somit hungern muessten (irgendwie ist diese Information nicht schluessig). Da allerdings jede Blume ihre eigene innere Uhr hat und folglich auch zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blueten oeffnet verhilft das den Insekten zu einer geregelten Nahrungsaufnahme und den Pflanzen zu einer sichereren Bestaeubung. Wie clever!
Menschen die sich mit Blumen auskennen, sollen sogar in der Lage sein anhand der Blueten die ungefaehre Tageszeit zu bestimmen (was sind wir dagegen unwissend).
Mich wuerde jetzt nur interessieren, wo so ein Gaensebluemchen all diesen Grips versteckt hat?