Archiv für Mai 2009

In Bezug auf Spargel sind wir nun wirklich noch blutige Anfaenger. Wir haben unseren im letzten Jahr gepflanzt. Nicht besonders tief da uns gruener Spargel im allgemeinen besser schmeckt als weisser. Soweit wie wir wissen, ist es auch nur eine Frage, wie tief Spargel gepflanzt wird und ob man ihn im Fruejahr vor Licht schuetzt. Werden die Spargelstangen dem Licht ausgesetzt, verfaerben sie sich gruen. Das Ergebnis ist Gruenspargel.

spargelbeet

Eine Pflanze hat den Winter nicht ueberlebt. Die anderen sind auch bis jetzt gut gewachsen. Es stellt sich nur die Frage, warum nur so wenige Stangen gewachsen sind. Bei den meisten sind nur 2, vielleicht mal drei Stangen gewachsen. Diese sind gross geworden. Aber es kommen keine nach. Das kann doch nicht richtig sein.

Liegt es daran, dass wir zu wenig geduengt haben? Wenn jemand eine Antwort weiss, wir sind fuer jeden Tipp dankbar.

spargel-fruehjahr

Comments Keine Kommentare »

So ein Gaertnerleben ist schon nicht einfach. Man steckt so viel Muehe, Geduld, Arbeit und letztendlich auch Geld in seinen Garten, da waere es doch schoen wenn alles so funktionieren wuerde wie man es sich vorstellt. Aber weit gefehlt. Die Kunst des Gemuesegaertnerns besteht, jedenfalls in unserem Garten, darin, die Misserfolge schnell zu vergessen und sich an dem zu erfreuen was gut geht. Es dauert einige Zeit bis man herausgefunden hat, welches Gemuese an welchem Standort und zu welcher Jahreszeit am besten, oder ueberhaupt gedeiht. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 1 Kommentar »

Wirklich, wir koennen sie verstehen, die gaertner die sich nicht mehr mit Gemueseanbau herumplagen. Am 07.05.2009 berichteten wir, dass all unsere Moehren verschwunden waren. Vermutlich von Schnecken vertilgt. Wir haben diesen Rueckschlag weggesteckt und haben ganz von vorne angefangen. Das Beet wieder hergerichtet, wieder neue Moehren gesaet, reichlich Schneckenkorn (Sorry fuer die Chemie) gestreut, und es sah auch eine ganze Weile sehr gut aus. Das Wetter war unbestaendig, das Beet blieb ohne grosses Zutun unsererseits immer feucht, und wir konnten in den letzten Tagen wieder die ersten kleinen Moehrchen aus der Erde spriessen sehen. Unsere Gartenwelt war fuers Erste wieder hergestellt.

Und nun das. Als wir gestern unser Beet besahen, da mochten wir unseren Augen nicht trauen. Fast das gesamte Beet war wie umgepfluegt. Ob nun Wuehlmaus oder Maulwurf, wir konnten es noch nicht feststellen. Jedenfalls muss dieses Tier die “Mad Cow Disease” gehabt haben. Nicht einfach nur einen Gang quer durch. Nein, hin und her, kreuz und quer, der muss besoffen gewesen sein. Jetzt ist das Moehrenbeet doch nur gerade mal 1,2 Meter mal 3 Meter, darin allerdings knapp unter der Oberflaeche gut 10 Meter Gaenge. Ein Trauerspiel.

Jetzt lassen wir sie wachsen. Noch mal neu anzufangen macht keinen Sinn.

Ist auf dem Bild nicht ganz so gut zu sehen. Glauben Sie uns, es sieht aus wie auf einer Baustelle.

PS: Wir haben auf die unsanfte Methode herausgefunden, wer dafuer verantwortlich ist. Es sind nicht die Wuehlmause.

maulwurfgang-im-moehrenbeet

Comments 2 Kommentare »

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass unser Blog relativ wenig von Blumen handelt. Ist nicht so, dass wir Blumen nicht moegen. Ganz im Gegenteil. Sie sind in jedem Gemuesegarten unentbehrlich.

erste-tagetesbluete-2009

Wir brauchen sie, um Bienen anzulocken, die dann im Vorbeifliegen auch gleich noch unsere Paprika, Dicke Bohnen oder Zucchini bestaeuben, damit wir auch etwas ernten. Sie erfreuen unsere Seele, sie laden dazu ein, mal eine Nase davon zu schnuppern. Blumen gehoeren in jeden Gemuesegarten wie die Butter aufs Brot. Warum wachsen dann so wenige in unserem Garten? Den Rest des Eintrages lesen »

Comments Keine Kommentare »

So ein Gaertnerleben ist schon nicht einfach. Nicht nur, dass die Evolution doch so gut wie fuer jede Nutzpflanze einen Schaedling bereithaelt. Nein, es gibt dazu noch unzaehlige “Unkraeuter”, die uns Gaertnern das Leben schwer machen. Sei es nun Giersch, seien es Disteln, sei es Vogelmiere, sei es Loewenzahn, seien es Gaensebluemchen oder was auch immer mehr. Mit manchen von ihnen kann man gut leben, andere wiederum werden nur laestig, aber einige davon, die gehen einem schon “ziemlich auf die Nerven”. Wir haben sie alle und nicht nur vereinzelt. Auch in diesem Jahr starten wir wieder unseren vergeblichen Kampf gegen all die “Unkraeuter”, die an allen Ecken und Kanten in Scharen aus der Erde spriessen. Und wie auch jedes Jahr halten wir den Kampf einige Zeit lang durch, bis wir uns irgendwann doch geschlagen geben muessen und uns lieber in die Haengematte legen, als uns in einem Kampf aufzureiben, den wir doch nicht gewinnen koennen.

ackerwinde-nahaufnahme

Eines der “Unkraeuter” das uns ziemlich auf die Nerven geht ist die Ackerwinde. Bis jetzt war Ruhe, aber so gegen Anfang Mai finden wir taeglich mehr dieser Schlingpflanzen, die ueberall aus der Erde kommen. Nicht dass wir beim Umgraben nicht darauf geachtet haetten, die leicht zu erkennenden weissen dicken Wurzeln aus der Erde zu holen. Wir haben sie eimerweise gesammelt. Aber gereicht hat unsere Muehe nicht. Die Ackerwinde ist bei uns nicht zu kontrollieren. Und durch die vielen Erdbewegungen, die wir im Laufe der Zeit in unserem Garten durchgefuehrt haben, (wir starteten mit einer Pferdewiese), hat sie sich ueber fast den ganzen Garten ausgebreitet. Auch jetzt im Fruehjahr versuchen wir noch, jede aus der Erde schiessende Pflanze so tief auszugraben, um die dicke Wurzel, aus der sie hervorgegangen ist, zu erwischen. Aber diese liegt teilweise so tief. Da kommen wir nicht ran.

Uns scheint, Ackerwinde wird jedes Jahr mehr. Kann ja auch sein, denn bei jedem Umgraben werden die Wurzeln in kleine Stueckchen zerteilt, und uns ist es nicht moeglich sie alle aus der Erde zu sammeln. Und aus jedem kleinen Stueckchen Wurzel entwickelt sich wieder eine neue Pflanze. Und liegt sie auch noch so tief. Die Ackerwinde ist ein Meister im Verstecken. Wir haben schon Ackerwinden aus unseren Stangenbohnen geholt, als wir die ersten Blueten entdeckt haben. Vorher hatte sie niemand gesehen. Sie wickeln sich um Kohl, sie kriechen die Johannisbeeren hoch, sie verstecken sich in den Kartoffeln und wenn wir nicht aufpassen, haben unsere Tomaten irgendwann nicht gelbe sondern rosa weisse Blueten.

Was machen wir nun damit? Wikipedia schreibt ueber die Ackerwinde, dass sie “Herz-Kreislauf-Glykoside” enthaelt, somit zu den Heilpflanzen zaehlt. Sollten wir vielleicht einmal einen Tee draus zubereiten.

Viel interessanter erscheint uns allerdings die Aussage, sie enthalte auch “psychoaktive Alkaloide”, waere also ein Rauschmittel. Das laesst die Ackerwinde natuerlich in einem ganz anderen Licht erscheinen. Jetzt wissen wir, was wir damit machen. Wir lassen sie einfach wachsen, ernten die Blaetter, trocknen sie in unserem Doerrapparat und drehen uns daraus einen Joint. Hat jemand vielleicht schon Erfahrung damit? :)
Faellt sie somit unter das Betaeubungsmittelgesetz?!

Comments 1 Kommentar »