Archiv für Februar 2010

Erstaunlich, googelt man nach Bohnenkaefer, wirft die Suchmaschine auf den ersten Seiten mehr Links aus, die sich damit befassen, wie man Bohnenkaefer zuechtet oder wo man sie erwerben kann, als damit, wie man sie bekaempft oder verhindert. Uns haben sie auch erreicht, die Bohnenkaefer. Den Rest des Eintrages lesen »

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Haben Sie noch Erspartes, dann kaufen Sie Chemieaktien! Noch heute. Hier der Grund:

Ich kann mich nur noch schwach daran erinnern. Vor, mir scheint es, ewigen Zeiten habe ich doch tatsaechlich mal eine chemische Ausbildung gemacht. Eine Ausbildung zum Chemielaboranten. Man musste ja schliesslich etwas lernen und so war, nach landlaeufiger Meinug die Ausbildung in einem grossen Chemieunternehmen keine falsche Entscheidung. Ich glaube mich aber zu erinnern, dass es bei mir keine drei Wochen gedauert hat, bis ich bemerkt habe, dass Chemielaborant nicht der Beruf ist, mit dem ich alt werden moechte.

Ich habe aber doch die Ausbildung zuende gebracht, dann einige Jahre in der chemischen Produktion gearbeitet, ehe ich meinem Leben dann doch eine andere Richtung gegeben habe. Ich war eben noch jung, ich habe mich vielleicht doch zu sehr von meiner Umgebung beeinflussen lassen, die mir alle gesagt haben “Junge, bleib bei der Firma. Da hast du ein sicheres Einkommen, da kannst du alt werden.” (Waere ich dort geblieben, die Prophezeiung haette sich uebrigens nicht erfuellt. Auch chemische Grossunternehmen muessen sich am Markt behaupten).

Vielleicht ruehrt daher meine Abneigung gegen vieles, was die chemische Industrie mir so alles als unbedingt noetig verkaufen will.

Aber das ist eine andere Geschichte. Den Rest des Eintrages lesen »

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Im Grossen und Ganzen sind wir mit dem Beckmann Folientunnel zufrieden gewesen. In Anbetracht der Tatsache, dass es ein Folientunnel und kein Glas oder Doppelstegplatten Gewaechshaus ist. Sicher haette ein klassisches Gewaechshaus mehr Komfort geboten. Ein klassisches Gewaechshaus haette z.B. mit Regenrinnen ausgestattet werden koennen und haette somit zum Sammeln von Giesswasser benutzt werden koennen. Und doch, in der Praxis sind uns einige Schwachstellen und auch Dinge aufgefallen, die wir in Zukunft nicht mehr so machen wuerden. Den Rest des Eintrages lesen »

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Vor einigen Tagen haben wir ueber unser Leben am alten Wohnort berichtet. Wir haben darueber geschrieben, womit wir unser Geld verdient haben und was wir so alles erlebt haben.

Es ist wieder mal ein ruhiger Abend, und ich finde die Muße, eine kurze Episode aus der Zeit als Hotelmanager niederzuschreiben. Diese ist kein Karnevalsscherz, obgleich heute die karnevalsbegeisterten Deutschlands die Strassen unsicher machen. Eine Episode, ueber die ich immer noch den Kopf schuettele. Das wird sich auch nicht aendern. Ich sehe die ganze groteske Situation noch vor mir, als waere es gestern gewesen.

Die Rezeption in unserem Hotel war nicht rund um die Uhr geoeffnet. Wie gesagt, Ein-Sterne-Kategorie. Das Hotel war aber nie unbeaufsichtigt. Es gab Aufenthaltsraeume wo wir, oder unser Personal, die Nacht verbrachten und, wenn noetig, fuer Ordnung sorgten. Oder aber ueber eine Notrufklingel auch Hilfeleistungen und Hilfestellungen gegeben haben. Eben dieser besagte Notruf hat in den Jahren, in denen wir das Hotel betrieben haben, doch immer wieder fuer Unbehagen gesorgt. Sei es, dass jemand morgens um vier ein Taxi bestellen wollte, jemand zu betrunken war um die Tuer zu oeffnen oder jemand nach einem freien Zimmer fragte, obwohl in Augenhoehe ein nicht zu uebersehendes Schild mit der Aufschrift “Hotel ausgebucht” hing. Und das in drei verschiedenen Sprachen.

So hatten wir eines Nachts wieder mal einen dieser besagten Notrufe. Und wie bei den meisten dieser Notrufe, mitten in der Nacht und zu unpassendster Gelegenheit. Die Polizei steht vor der Tuer. Mittels Ueberwachungskamera sehe ich zwei Polizisten und zwei Gaeste im Eingangsbereich stehen. Gott im Himmel, was ist nun schon wieder los, denke ich mir. Ich ziehe mich an und gehe nach draussen. Die Gaeste, ein juengeres Paerchen aus Frankreich, sehen schon ziemlich eingeschuechtert aus.

Der eine Polizist sagt: “Die beiden Leute hier sind Gaeste im Hotel und haben uns angerufen. In ihrem Zimmer waeren Stimmen zu hoeren.”

Ich frage zurueck, wo die Stimmen denn sein sollten. Der Polizist meint, “soweit ich das herausgefunden haben, sollen die Stimmen aus der Steckdose kommen…”

Ach ja, denke ich mir, das hat mir noch gefehlt. Warum regen die Leute sich denn ueberhaupt auf? Ist doch ueblich, dass Stimmen aus den Steckdosen zu hoeren sind. Ist doch billiger als Radio.

Spass beiseite. “Dann gehen wir eben einmal nach oben und hoeren uns an, was uns die Stimmen denn so zu sagen haben,” sage ich.

Ich meine, so “daneben” sahen die beiden jungen Franzosen nun nicht aus. Kann aber auch sein, dass die bei ihrer Anreise einen kurzen Halt in Maastricht gemacht hatten. Da gibts so Mittelchen, die einem dabei helfen, auch die schwaechsten Stimmen aus den Steckdosen zu hoeren. Mein geuebtes Auge sagte mir aber das Gegenteil.

Im Zimmer oben angekommen fragen wir (die Polizisten und ich) die beiden Gaeste, wo denn die Stimmen zu hoeren sein sollen. Der Mann geht auf eine Steckdose unter dem Waschtisch zu, haelt sein Ohr daran und meint, hier kaemen die Stimmen heraus.

Mein Franzoesisch ist nicht allzu gut (ein Bier bestellen kann ich allerdings), und das Franzoesisch der beiden Polizisten scheint auch nicht so dolle zu sein. Wir schauen uns an und fragen noch einmal nach, wo denn die Stimmen wirklich zu hoeren sein sollen. Und wieder zeigt der Franzose auf die Steckdose unter dem Waschbecken.

Mir war es schon fast peinlich, ein gewisses Interesse und eine gewisse Besorgnis zu zeigen und mich ebenfalls unter den Waschtisch zu hocken und mein Ohr an die Steckdose zu halten. Und so sehr ich mich auch angestrengt habe, ich habe nichts gehoert. Absolut nichts. Kein Gesang, keine Unterhaltung, kein Gebruell, nicht die Lottozahlen der naechsten Ziehung oder was auch immer. Die Steckdose war stumm. So stumm eben, wie Steckdosen sein muessen. Einzig der Regen, der auf die Fensterbank tropft war zu vernehmen. Ansonsten herrschte Stille im Zimmer. Selbst die beiden Polizisten bekamen kein Wort mehr heraus. Einfach nur Stille.

Was um alles in der Welt wollen diese Leute von mir? Was habe ich verbrochen, dass ich hier mitten in der Nacht auf Stimmenfang gehen muss? Was um alles in der Welt soll ich denn jetzt unternehmen? Soll ich die beiden auf der Stelle von der Polizei mitnehmen lassen, zu ihrem eigenen Schutz? Oder soll ich den beiden Gaesten versichern, dafuer zu sorgen, dass die kleinen Maennchen in den Stromkabeln ab jetzt Ruhe geben und ihre Party spaeter weiter feiern werden. Ich als Hotelmanager werde dafuer sorgen. Der Gast ist doch Koenig.

Dafuer bin ich allerdings kein Mensch. So verstellen kann ich mich nicht. Ich schaue die beiden Polizisten an. Die beiden Polizisten schauen mich an. Irgendwie gibt es da eine stille Uebereinkunft zwischen uns. Unausgesprochene Worte, die jetzt bestimmt wieder durch irgendwelche Stromleitungen geistern. Wir drehen uns um und gehen. Die beiden Polizisten gehen ihren Geschaeften nach, und ich lege mich wieder ins Bett.

Die Damen und Herren der Ordnungsbehoerden haben es nicht leicht. Ganz sicher nicht. Und Hotelmanager genausowenig.

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Zwei Tage Arbeit, mehrere Besuche im Baumarkt und schon ist unsere Werkbank fertig.

Wir haben versucht, moeglichst mit Materialien zu arbeiten, die wir hier zur Verfuegung hatten. Darunter vor allen Dingen ein Stapel Holzbalken. Vielleicht mit 6 mal 8 Zentimeter etwas zu dick fuer unser Vorhaben. Aber eben umsonst. Die erste Aufgabe war, zwei Stuecke Balken an der Rueckwand zu befestigen. Zwei Stuecke deswegen, weil die gesamte Wand mehr als vier Meter lang ist. Die Rueckwand besteht aus Gasbetonsteinen, und die besitzen Hohlraeume. Das mussten wir bei der Platzierung unserer Schrauben beruecksichtigen, damit wir nicht ins Leere bohren. Den Rest des Eintrages lesen »

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