Archiv für April 2010
Das war ein hartes Stueck Arbeit. Einen ganzen Tag lang habe ich die knapp 1500 Quadratmeter Wiese hinter unserem Haus, auf der in ferner Zukunft einmal unser Garten seinen Platz finden soll, bearbeitet. Ich habe es naemlich tatsaechlich geschafft, eine Trimmerspule aufzutreiben. Konnte man im Internet bestellen. Fuer 33 Euro, ein horrender Preis. Und dabei kann man Maschinen in dieser Qualitaet schon fuer 100 Euro neu kaufen. Ob ich damit ein gutes Gescaheft gemacht habe, scheint zweifelhaft. Der Trimmer scheint auch sonst noch einen Schaden zu haben. Man braucht bei jedem Start mehrere Anlaeufe bis sich die Spule dreht. Die Welle rutscht am Motor oft heraus. Man kann es drehen und wenden wie man will. Es geht nichts ueber Qualitaet.
Viel Gruen und noch kein einziges Beet. Keine Zeit.
Ein Drittel der Flaeche musste ich mit dem Trimmer bearbeiten. An den Zaeunen entlang hatten die Pferde unseres Vorbesitzers ihre Hinterlassenschaften verteilt, und immer genau dort standen dicke Bueschel Gras mit harten grossen Wurzelballen, an denen sich selbst der beste Rasenmaeher die Zaehne haette ausgebissen. Die habe ich versucht, so tief wie moeglich niederzumetzeln. Stundenlang nur das Brummen des Trimmers in den Ohren. Junge, was war ich froh, als ich damit fertig war. Dann natuerlich nochmal den Rest der Wiese mit dem Rasenmaeher. Genauso kein Vergnuegen. Die Wiese ist nicht glatt. Die Pferde haben im Laufe der Zeit tiefe Loecher in die Erde getreten, und der Rasenmaeher bleibt immer mit den Raedern haengen. Ist eben kein Rasen. Das ganze Spiel werden wir wohl in den naechsten Monaten alle zehn bis fuenfzehn Tage wiederholen, um dann irgendwann wieder eine halbwegs annehmbare Wiese zu haben.
Endlich tut sich was in der Natur.
Bei der Gelegenheit habe ich mir die Baeume, die dort stehen einmal genauer angesehen. Es sind eine ganze Reihe Obstbaueme. Nur habe ich keine Ahnung welche. Die Etiketten sind nicht mehr dran. Und da wir in unserem alten Garten so gut wie keine Obstbaueme hatten, habe ich auch dementsprechend wenig Ahnung davon. Einen Kirschbaum kann ich gerade noch erkennen. Aber Birne, Zwetschge oder Apfel, das muessen wir einfach abwarten. Alles in allem duerften das wohl so um die 20 noch kleine Obstbaueme sein. Zwei Walnussbaeume sind auch dabei. Die ganz kleinen habe ich an Stuetzpfeiler angebunden. Bisher hatte sich niemand darum gekuemmert. Einige sind auch schon eingegangen. Schade drum. Die restlichen bluehen teilweise schon. Wir erfreuen uns an den huebschen Blueten.
Die haesslichen Telegrafenmasten werden in den naechsten Tagen noch abgeholt. Haben wir gegen eine Fuhre Brennholz eingetauscht. Gutes Geschaeft.
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Einen Blog zu betreiben macht schon ein wenig Arbeit. Immer auf der Suche nach Themen ueber die man schreiben koennte. Bei allem, was man im Garten tut immer im Hinterkopf behalten, ob es vielleicht andere Gaertner auch interessieren koennte. Dann das Schreiben. Manchesmal ist man nicht in “Schreiblaune”, ein anderes Mal gehen wichtige Termine vor. Es braucht schon seine Zeit.
Es gibt aber auch Lichtblicke wie die oft eingehenden Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass es da draussen in der grossen weiten Welt Menschen gibt, die meine Worte lesen. Letztens aber habe ich mich ganz besonders gefreut. Der Postbote klingelte an der Tuer und ueberbrachte ein Paket. Ich hatte nichts bestellt und war dementsprechend neugierig. Ein Paket mit Artikeln fuer den Biogarten. In Gottes Namen, dachte ich mir, ich besitze im Moment nicht ein einziges Beet, warum sollte ich mir da Duenger bestellen? In Gedanken ging ich meine Internetaktivitaeten der letzten Tage noch einmal durch. Hatte ich vielleicht irgendwo versehentlich auf den Knopf “Bestellen Sie hier” geklickt, hatte ich vielleicht irgendwo meine Anschrift eingegeben, ohne zu bemerken damit etwas zu bestellen? Aber da war nichts. Ich hatte nichts bestellt. Wollte schon dem Postboten hinterherlaufen und ihm das Paket zurueckgeben.
Haette ich doch besser meinen Feedreader gelesen. Dann haette ich wissen koennen, worum es sich bei dem Paket handelt. Auch andere Gartenblogger haben unerwartet Post bekommen.
Mainzauber, Heiner von “Wir sind im Garten“, Das Pflanzenblog und auch hier ist ein Paket unangemeldet abgegeben worden.
Das Anschreiben allerdings klaerte den Vorgang auf.
“Natuerlich Gaertnern mit Hausgarten.net.”

Eine Internetseite, die mir vorher noch nie aufgefallen war. Die habe ich mir dann etwas genauer angesehen.
Unterteilt in mehrere Bereiche bietet die Seite eine Fuelle von Informationen, Tipps und Neuigkeiten. Im Bereich Blog gibt es regelmaessig interessante Artikel zum Thema Garten und allem, was dazugehoert. Aber auch Themen wie Original italienische Holzbacköfen, Energetische GebäudesanierungModerne Scheitholzheizungen sind sauber und komfortabel oder Achtung vor Schadstoffen in Vliestapeten werden behandelt. Ein Blog, das man durchaus in den Feedreader aufnehmen kann, besonders Gartenanfaenger.
Ein vielleicht noch interessanterer Bereich der Seite ist die Community. Jeder, der einen Garten besitzt hat Fragen. Die allerwenigsten von uns Gaertnern werden auf jede Gartenfrage eine Antwort wissen. So bin auch ich staendig auf der Suche nach Informationen und Antworten auf meine Fragen. Da kann ein Gartenforum eine grosse Hilfe sein. Wer regelmaessig mitliest erkennt, wie viele wertvolle Antworten aus den Beitraegen herauszulesen sind. Und wer in den vorhandenen Beitraegen nicht fuendig wird, der startet eben einen eigenen Thread. Und er kann sicher sein, es gibt einen Gaertner der auf seine Frage eine Antwort weiss.
Ein weiterer Service ist ein kostenloser Newsletter. Zweimal im Monat frisch ins E-mail Postfach. Da sollte eigentlich niemand mehr den richtigen Zeitpunkt fuer den Obstbaumschnitt oder die Aussaat von Chinakohl verpassen.
Alles in allem eine, besonders fuer Anfaenger geeignete Seite.
Uebrigens, die Registrierung ist kostenlos und bietet den Vorteil, werbefrei zu surfen.
Wir wuenschen viel Spass und die Antworten auf Ihre Gartenfragen, die Sie schon immer wissen wollten.
PS: Die mitgelieferte Packung Rosenduenger stelle ich wieder zur Verfuegung; kann bei uns abgeholt werden. Fuer uns als bekennende “Gemuesebauern” unbrauchbar. Oder kann man den auch an die Kartoffeln geben? Muss doch gleich mal im Forum nachsehen.
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Was haben wir uns gefreut, als wir unser neues Haus bezogen haben und in einem Schuppen einen benzinbetriebenen Rasentrimmer vorfanden. Den hatten wir schon bei einer der Besichtigungen gesehen und insgeheim gehofft, der Vorbesitzer wuerde ihn nicht mitnehmen. Und so kam es auch. So richtig Zeit hatten wir nicht, uns darum zu kuemmern. Jetzt aber, da das Gras auf der Wiese beginnt zu wachsen, wurde es an der Zeit, uns dringend darum zu kuemmern. Einen gebrauchten Rasenmaher haben wir preiswert bei einem Gartenhandel in der Gegend erworben. Damit haben wir einen Teil der Wiese maehen koennen. Dort aber, wo vorher die Pferde hauptsaechlich ihr Geschaeft erledigt haben, waechst so hoch das Gras in Buescheln, dass ein Rasenmaeher nicht mehr dagegen ankommt. Da muessen wir erst einmal mit einem Rasentrimmer ran. Haette ich da schon gewusst, was auf mich zu kommt, ich haette sofort einen von Stihl gekauft. Den Rest des Eintrages lesen »
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Die ersten beiden Pflanzen in unserem noch nicht vorhandenen Garten sind gepflanzt. Gut, nicht gerade im Garten, aber zumindest auf unserem Grundstueck. Und mit diesen beiden Pflanzen habe ich mir einen langersehnten Traum erfuellt. Bisher sind wir in den vergangenen Jahren immer an den Waldraendern entlangspaziert, um Holunder zu sammeln. Das war ziemlich aufwendig, und oft auch von nicht viel Erfolg gekroent. Der Holunder war entweder noch nicht reif oder aber ueberreif, und die Beeren (sind es Beeren?) schon fast ausgetrocknet. Hat mich immer geaergert. Den Rest des Eintrages lesen »
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Jetzt habe ich doch schon ein paar Jaehrchen auf dem Buckel, habe schon viele Ostern mitgemacht, und schon so manches Osterei gegessen. Und das immer mit sehr viel Genuss. Einmal im Jahr nach Herzenslust Eier schlemmen, ohne Ruecksicht auf Cholesterinwerte (nehme ich so oder so nicht), ohne mir darueber Gedanken zu machen, ob das arme Huhn nun mit 6 Kolleginnen in einem winzig kleinen Drahtkaefig gehaust hat. Morgens, mittags und abends gekochte Eier, dick mit Mayonnaise. Das goenne ich mir. Jetzt bekommt man doch zu Ostern auch das ein oder andere gekochte und gefaerbte Ei geschenkt. Sei es beim Baecker, sei es im Supermarkt oder wo sonst noch. Und schon seit Jahren frage ich mich, warum die geschenkten, oder auch gefaerbt gekauften Eier recht haeufig am Dotter eine Stelle haben, die gruenlich bis blaeulich aussieht. Konnte ich mir nie einen Reim drauf machen. Habe insgeheim angenommen, es laege daran, dass die Eier schon vor Wochen gekocht und gefaerbt worden waeren und deswegen eventuell nicht mehr ganz so frisch sind. Aber wenn sie schon verkauft werden, dann wird das schon alles seine Richtigkeit haben.

Aber weit gefehlt. Sitze ich doch letztens im Auto, bin mit dem Kleinen auf dem Weg ins Gartencenter, da hoere ich im Radio eine Kochsendung. WDR 2 Helmut Gote glaube ich wars. Hoere ich mir immer mal wieder gerne an. Der hat so tolle Gerichte, so tolle Ideen die ich, wenn ich denn die Zeit dazu haette, so gerne einmal nachkochen wuerde. Im Moment allerdings brauche ich mir dahingehend keine Muehe zu machen. Wenn ich koche, dann koche ich fuer die Kinder, und wenn ich die frage was gekocht werden soll, dann ist die Standartantwort “Nudeln”. Denen ist das voellig egal, ob ich die raffinierteste Eiersosse der Welt zaubere, gespickt mit den exotischsten Kraeutern, abgeschmeckt mit den tollsten Zutaten. Die brauchen ihre Nudeln und ein Bruehwuerstchen, dann sind die gluecklich.
Hinhoeren kann man aber. Und bei der Sendung die ich mitgehoert habe, ging es um einen Brotbelag mit Eiern. Der entsprechende Link lautet ist dieser, nachzuhoeren auch als Podcast. Und so ganz nebenbei erwaehnt Herr Gote, was der Grund fuer diese Verfaerbung ist. Kein Zeichen dafuer zu alt zu sein, kein Anzeichen fuer eine Krankheit des Huhns. Es liegt einfach daran, dass das Ei zu lange gekocht wurde. Daraufhin habe ich einmal im Internet nachgesehen und unter Wikipedia folgendes gefunden: “Wird das Ei zu lange gekocht, entsteht aus den schwefelhaltigen Aminosäuren der Proteine Schwefelwasserstoff, welches für den typischen Geruch nach faulen Eiern verantwortlich ist. Zudem reagiert das im Ei enthaltene gebundene Eisen mit dem Schwefelwasserstoff, und es bildet sich Eisensulfid, welches dem “überkochten” Eigelb die grün-blaue Farbe verleiht.”
Meine Guete, muss denn die Menschheit immer alles so genau erklaeren. Da vergeht einem ja der Appetit. Schwefelwasserstoff, Eisensulfid. Ich will doch nur ein leckeres Osterei essen. Haette ich doch nicht nachgesehen. Jetzt schmecken mit die Eier nicht mehr. Aber dafuer haben wir ja unsere eigenen Huehner. Im Moment legen sie taeglich 2 Eier, sind also noch lange nicht in Hochform. Dafuer enthalten unsere selbstgekochte Eier auch keine gruenlich blaeulichen Verfaerbungen. Die enthalten auch keinen Schwefelwasserstoff, und Eisensulfid sucht man da auch vergeblich. Basta.
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