Archiv für Mai 2010

Eine der wichtigsten Voraussetzungen in jedem biologisch und chemiefrei bewirtschafteten Biogarten ist eine funktionierende Kompostwirtschaft. Kompost liefert im Biogarten die noetigen Naehrstoffe fuer ein gesundes und ueppiges Wachstum (jedenfalls theoretisch). Kompost erfuellt aber noch andere wichtige Aufgaben. Er hilft dabei, das Bodenleben anzuregen, er verbessert die Bodenstruktur und vermindert das Abfallvolumen im Garten und Haushalt. Man kann aus seinem selbstgemachten Kompost auch sehr gut einen Komposttee ansetzen und seine Pflanzen damit zusaetzlich duengen. Eine detaillierte Beschreibung wie wir es gemacht haben finden Sie hier. Eine funktionierende Kompostwirtschaft ist also aus einem Hobbygarten nicht wegzudenken.

kompostbehaelter_selbst_bauen_rohbauBeschichtete Zaunpfaehle werden in die Erde geschlagen, die Loecher dann mit Erde aufgefuellt und mit Wasser eingeschwemmt.

Eines der Dinge die in unserem entstehenden Garten oberste Prioritaet besitzt, ist also, neben dem Anlegen der Beete, dem Pflanzen von Baeumen und Beerenstraeuchern, die Anlage eines vernuenftigen und ausreichend dimensionierten Kompostplatzes. In unserem alten Schrebergarten haben uns zwei einfache Komposter aus Holz, wie sie in jedem Baumarkt und Gartencenter zu finden sind, gereicht. Da unser Grundstueck hier um einiges groesser ist, haben wir lange ueberlegt, wie unser Kompostplatz aussehen soll. Den Rest des Eintrages lesen »

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Das nenne ich doch mal einen super Support in der ansonsten als Servicewueste verschrienen Republik. Kaum war mein Artikel ueber die Bienenkiste online, da hatte ich schon Post von Herrn Erhard M. Klein, dem Betreiber der Seite “Bienenkiste.de“. Es freut mich ja doch zu hoeren, dass es nicht an mangelndem Einsatz meinerseits gelegen hat, sondern das anscheinend noch andere Bienenkiste-Interessierte vor der selben Problematik stehen oder standen. Herr Klein gibt auch noch einmal die klare Begruendung, warum ein solcher Holz-Aufwand zu treiben angeraten ist, um an seiner Bienenkiste lange Freude zu haben. Also sollten Sie selbst mit dem Gedanken spielen, Bienen in einer Bienenkiste zu baendigen, dann lesen Sie die Erklaerungen von Herrn Klein von Bienenkiste.de

Habe gerade Deinen neuen Artikel über die Bienenkiste entdeckt. Jaja, die Sache mit dem Holz ist in Zeiten von Baumärkten nicht mehr ganz so einfach. Vor allem, je nördlicher man in Deutschland wohnt.
Weymouthkiefer gibt es in Süddeutschland in jedem Sägewerk “um die Ecke”, weil dort Bienenkästen (egal welcher Bauart) aus Holz (und zwar i.d.R. Weymouthkiefer) hergestellt werden. Im Norden haben sich eher Styroporkisten durchgesetzt, und die haben Holz-Bienenkästen so lange und nachhaltig verdrängt, dass mittlerweile Weymouthkiefer im Norden nicht mal mehr
angebaut wird - und Holz ist eigentlich ein regionales Produkt. (Und die Hauptanwendung in Deutschland von Weymouthkiefer ist der Bau von Bienenkästen.)
Deswegen habe ich ja auch geschrieben: alternativ kann man Fichte nehmen. Der Schreiner, der keine Fichte in guter Qualität organisieren kann, hat seine Berufsbezeichnung sicher nicht verdient.
Wasserfest verleimte Holzplatten bekommt man im Großhandel kaum. Richtig. Aber jeder Tischler bzw. jeder Laie, der Zugang zu den entsprechenden Maschinen und Werkzeugen hat, kann sich die Holzplatten selbst zusammen leimen.
Wasserfesten Leim (D3 oder D4) gibt es auf jeden Fall problemlos im Fachhandel (auch im Baumarkt) und müsste jeder Schreiner sowieso da haben. (In Hamburg gibt es in Jugendzentren und von engagierten Tischlern betreute Holzwerkstätten, wo man die Maschinen benutzen kann und fachkundige Tipps erhält.)

Kurzes Zwischenfazit: Man gehe zum nächstliegenden Schreiner und bitte ihn, aus Fichte wasserfest verleimte Holzplatten in entsprechenden Maßen anzufertigen. Wenn er das nicht machen will, dann braucht er offensichtlich keine neuen Kunden, und man sollte sich fragen, ob es um den Wirtschaftsstandort Deutschland wirklich so schlecht bestellt ist. (Eigentlich gehört zum Berufsbild eines Schreiners auch fachkundige Beratung. Deswegen müsste es m.E. auch reichen, wenn man ihm erklärt, was man mit der Kiste vor hat. Den Rest sollte er dann eigentlich alleine [besser] wissen.)

Auf diesem Wege kann man sich eine Bienenkiste bauen (lassen), die bei guter Pflege locker 10 bis 20 Jahre halten kann. Man kann sich natürlich auch sagen: Was soll das alles, ich gehe in den Baumarkt, kaufe da einfach Fichte im (kostenlosen) Zuschnitt oder nehme Regalbretter und fertig. Das Problem ist nur die absolut unterirdische Holzqualität im Baumarkt, die auch nicht einheitlich ist. Man kann Glück haben und aus solchem Holz eine Kiste bauen, die auch 5-10 Jahre hält. Man kann aber auch Pech haben, und das Holz verzieht sich schon im ersten Jahr so und bekommt Risse und platzt an den Verleimungen auf, dass die Kiste bereits im nächsten Jahr ein “Totalschaden” ist. Das schreibe ich nicht auf der Website, um unbedarfte Leute nicht zu solchen Experimenten zu ermutigen und damit Frust und Enttäuschungen zu fördern. Wer selbst etwas Ahnung von Holz hat, bzw. bereit ist, gewisse Risiken einzugehen, kann das ja gerne machen - und ich habe schon abenteuerliche Konstruktionen gesehen und bin sehr gespannt, wie sie sich langfristig bewähren werden. Ich habe mich aber entschieden möglichst nur die erfolgversprechende “sichere” Anleitung zu veröffentlichen, um nicht noch zusätzliche Verwirrung zu stiften. Wenn es mehr Erfahrung mit Baumarkt- und sonstigen kreativ Lösungen gibt, werde ich vielleicht eine entsprechende Rubrik dafür in der Website einrichten.

Ich bin gespannt, wie es bei Dir weiter geht und wann/wie Du einen Bienenschwarm zum Besetzen der Kiste bekommst. Ich bin mir sicher, davon wieder in Deinem Blog zu lesen :-)

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Versetze ich mich mal so in die Lage eines unserer Leser, dann koennte ich annehmen, dieses Blog haette einen falschen Namen. “Neulich im Garten”, und dabei ist hier in der letzten Zeit so gut wie nichts mehr ueber Garten zu lesen. Hat aber, ich versichere, nichts damit zu tun, dass ich das Thema Garten nicht mehr behandeln wuerde. Liegt einfach nur daran, dass uns im Moment noch die Anbauflaeche, sprich der Garten an und fuer sich fehlt. Unseren Schrebergarten haben wir verkaufen koennen und wuenschen dem Kaeufer so viel Spaß und Erholung im Garten, wie wir ihn gehabt haben. Hier in unserem neuen Zuhause habe ich es bis dato gerade mal geschafft, von der großen Pferdewiese eine Flaeche von 6 mal 8 Metern halbwegs urbar zu machen.

garten-neu-anlegen

Also gerade mal 50 Quadratmeter. Das laesst nicht viel Spielraum fuer große Gartenaktivitaeten, zumal uns die Arbeit den Garten anzulegen davon abgehalten hat, uns um die noetige Jungpflanzenanzucht und sonstige Vorbereitungen zu kuemmern. So bleibt uns nur, das bisschen Garten welches fertig ist, auch gaertnerisch zu nutzen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Ich und meine Schnellschuesse. Was hat mich das schon Nerven im Leben gekostet. Ich sollte doch besser erst einmal tief Luft holen, bevor ich mir wieder eine Sache in den Kopf setze, mit der ich dann spaeter zu kaempfen habe.

So geschehen wieder einmal mit der Bienenkiste. Ein Berg von Arbeit vor mir, ein nicht existierender Garten und dann auch noch Bienen. Aber darueber habe ich ja schon mal berichtet. Heute nun endlich die Lieferung der besagten Bienenkiste. Da habe ich lange drauf gewartet, und es hat mich einige Nerven und Muehen gekostet bis ich eine in den Haenden halten konnte. Dabei hoert sich die Sache mit der Bienenkiste auf der Internetseite doch ganz einfach an. Den Rest des Eintrages lesen »

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Eine interessante Sendung der ARD moechten wir kurz erwaehnen, die am 25.04. im Fernsehen zu sehen war. Zwei Kapitel des Films, Ratgeber Heim und Garten, sind besonders interessant, speziell fuer die Gaertner die auch gerne etwas aus ihrem Garten auf den Teller bringen moechten. Zum einen befasst sich der Film mit der richtigen Duengung im Hobbygarten und stellt dazu ein kostenloses Computerprogramm namens “DiG - Düngung im Garten” der Staatlichen Forschungsanstalt fuer Gartenbau Weihenstephan vor. Wir haben es persoenlich noch nicht getestet, werden es aber, sobald unser Garten Formen annimmt, einmal ausprobieren. Voraussetzung dafuer ist eine ordentliche Bodenanalyse. Wie man im Garten eine Bodenprobe entnimmt wird im Film auch gezeigt. Ausgehend von den ermittelten Werten der Naehrstoffversorgung im Garten errechnet das Programm Empfehlungen fuer die weitere Duengung, sofern erforderlich.

Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem Holunder. Diesen braucht man nicht einmal im Garten zu haben. Zumindest hier bei uns im Rheinland steht Holunder an jedem Feld- und Waldrand. Bei den vorgestellten Rezepten wie Holunderbluetengelee oder Holunderbluetensirup laeuft einem schon beim Zusehen das Wasser im Munde zusammen. Bald ist es wieder so weit, und auch wir werden mit Tueten und Eimern bewappnet uebers Land radeln und Holunder sammeln.

Wer nun die Sendung verpasst hat, keine Sorge. Sie ist im Internet unter folgender Adresse jederzeit anzuschauen. Ratgeber Heim und Garten.

Vielleicht hat schon einer unserer Leser mit dem Programm gearbeitet und kann uns seine Erfahrungen mitteilen.

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