Archiv für Juni 2010

Wir haben uns super mit den Huehnern arrangiert. Das muss man sagen. Sie legen fleissig Eier, bleiben wo sie hingehoeren und fliegen nicht in Nachbars Gaerten herum,  wo wir sie muehevoll einsammeln muessen. Vielleicht haben wir stillschweigend ein Abkommen geschlossen. Sie kommen uns nicht ins Gehege, und wir kommen ihnen nicht ins Gehege, soweit es eben geht. Sie machen einen kerngesunden Eindruck, haben noch alle Federn, freuen sich jedesmal, wenn wir in die Naehe des Stalls kommen (es gibt meist eine Hand voll Weizen, und den scheinen sie besonders zu moegen), und der Chef der Bande gibt sich alle Muehe, uns morgens aus den Betten zu holen. Sie haben einen gesunden Appetit, was wir am Futterverbrauch merken. Wenn wir am Morgen die Huehnerklappe oeffnen, sprinten sie aus ihrem “Verlies”, als ob drinnen der Fuchs als Untermieter wohnen oder es lichterloh brennen wuerde. Die Eier schmecken super, obwohl, einen wirklichen Unterschied koennen wir zu den gekauften Eiern geschmacklich nicht feststellen. Der grosse Unterschied liegt wohl in der Frische. Waehrend gekaufte Eier z.B. als Spiegelei gebraten immer sehr zerlaufen, bleibt bei unseren frischen Eiern das Eiweiss schoen fest und verlaeuft nicht. So ein Spiegelei sieht noch wirklich aus wie ein Spiegelei wie man es sich vorstellt. Also alles in allem, wir sind stolz auf unsere Huehner. Und jetzt DAS.

So haben wir uns mit dem Status Quo arrangiert und haetten auch problemlos so weitermachen koennen. Einer der Hennen scheint das allerdings nicht zu gefallen. Vor mehr als einer Woche ist uns aufgefallen, dass eine der Hennen ziemlich viel Zeit in einem der “Eimernester” verbracht hat. Wir haben uns zuerst nichts dabei gedacht. Nomalerweise legen unsere Huehner ihre Eier am Morgen. Aeusserst selten, dass mal eines noch ein Ei am Nachmittag legt. Ist aber schon vorgekommen. So hat es uns nicht weiter gewundert, dass eine Henne schon mal nachmittags im Eimer sass. Irgendwann ist uns die Sache dann aber doch “spanisch” vorgekommen, und wir haben es einmal genauer beobachtet. Und da fiel es uns wie Schuppen aus den Haaren. Klar doch. Huehner sind ja nicht nur zum Eierlegen da. Da gabs doch noch was, ach so, jaja. Die muessen sich ja auch vermehren, und das tun die doch dadurch, dass sie wochenlang auf den Eiern sitzen bleiben. Das Ergebnis davon sind dann so kleine putzige flauschige Kuegelchen, die piepsend vor sich her stolpern. Jetzt haben wir das Problem. Das ist jetzt zehn Tage her. Bleiben also noch gerade mal 10 Tage bis, so hoffen wir, unser “kleiner Bauernhof” die ersten Nachkommen begruessen kann. Jetzt muessen wir einmal nachlesen, was zu tun ist, damit die kleinen Huehnererdenbuerger sich auch wohlfuehlen.

Wenn ich das recht verstanden habe, sollte man der Glucke mit ihrem Nachwuchs ein eigenes kleines Gehege zur Verfuegung stellen, damit sie ungestoert vom aggressiven Kerlchen den Kueken all das beibringen kann, was so ein gefiederter Zweibeiner alles wissen muss, um sich in dieser Welt zurecht zu finden. Das ist also wieder eine neue Aufgabe fuer uns Stadtmenschen. Wir lernen jeden Tag dazu. Ich habe einmal nachgesehen, was man dagegen tun kann wenn der Huehnerhalter keinen Nachwuchs gebrauchen kann und wie man das nennt. Das nennt man “entglucken”. Junge Junge, was es alles fuer Worte in der deutschen Sprache gibt. Habe ich in meinem Leben noch nicht gehoert. Ich seh’s schon kommen. Wir werden noch zu perfekten “Kleinbauern”.

Und damit sich auch jeder Leser vorstellen kann, wie unsere Huehner so leben und wie man mit so einem aggressiven Kerlchen richtig umgeht, habe ich einmal einen kurzen Videofilm von unserem Huehnerstall und allem was damit zusammenhaengt gedreht. Bitte nicht lachen. So ein Hahn ist eben fuer uns Stadtmenschen immer noch ein wildes Tier. Da darf ich schon mal ein wenig Angst haben. Viel Spass.

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Ein Gartenblogger wie ich einer bin, der hat es schon nicht leicht. Vor allen Dingen dann, wenn er ueberhaupt keinen vernuenftigen Garten sein Eigen nennen kann. Es juckt mir in den Fingern. Ich wuerde gerne so richtig loslegen, dies und das noch ausprobieren, so richtig in die Gartensaison einsteigen, es bleibt allerdings beim Traeumen. Das kleine Stueckchen Garten, wenn man es denn so nennen kann, das wir bisher der Pferdewiese abgetrotzt und urbar gemacht haben, reicht gerade mal, um ein wenig Gartenluft zu schnuppern. Fuer mehr aber auch nicht. So moechte ich heute, mangels Gartenneuigkeiten mal wieder eines unserer Gartenvideos zeigen. Ich bin mit der Videokamera durch den Garten gegangen und habe einige Eindruecke eingefangen. Sehen Sie wie in unserem neuen Garten die ersten Pflanzen wachsen (oder auch nicht).

 

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Wie waeren ein schlechter Ratgeber, wenn wir nicht die von uns vorgestellten oder besprochenen Dinge auch selbst ausprobieren wuerden. Vor einigen Tagen haben wir einen Hinweis auf eine Fernsehsendung des WDR gegeben, in dem es unter anderem auch um die Verwendung von Holunderblueten in der Kueche ging. Das hat uns natuerlich keine Ruhe gelassen, und wir wollten es auch einmal ausprobieren. In den vergangenen Jahren haben wir uns auf Holundergelee aus reifen Holunderbeeren beschraenkt, das sich bei uns sehr grosser Beliebtheit erfreut. In diesem Jahr wollten wir ein wenig tiefer in die Verwendung von Holunder einsteigen und haben einen Eimer Holunderbluetendolden gesammelt. Den Rest des Eintrages lesen »

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Ich muss zugeben, eine Spuelmaschine ist schon eine feine Sache. Drei Monate haben wir nach unserem Einzug ins neue Haus unseren Abwasch mit der Hand erledigt, und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, hatten wir uns schon fast daran gewoehnt. Aber auch nur fast. Zwei Kinder, ein Haus welches noch zu grossen Teilen renoviert werden muss, einen Garten der noch nicht existiert und ein Plan fuer unsere Zukunft der noch viele Dinge enthaelt, die wir noch anpacken muessen, da bleibt nicht allzu viel Zeit, um sich um den Abwasch zu kuemmern. Und so entschlossen wir uns, doch eine Spuelmaschine anzuschaffen. Zeit sparen wir damit allemal. Ob wir allerdings damit auch Energie sparen, musste sich erst noch herausstellen. So haben wir unsere Spuelmaschine an den Stromverbrauchszaehler angeschlossen und unsere ganz normalen Gewohnheiten einmal auf den Stromverbrauch hin ueberprueft. Den Rest des Eintrages lesen »

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Fuer einen kurzen Augenblick hatten wir geglaubt, einige der Fressfeinde, mit denen wir in unserem Schrebergarten in Aachen zu kaempfen hatten, haetten wir mit dem Umzug hinter uns gelassen. Die von uns in diesem Jahr schon gepflanzten Gemuesepflaenzchen leben alle noch. Sie stehen immerhin schon mehr als eine Woche. Noch keine Schnecke hat sich ueber sie hergemacht, noch kein Vogel an ihren zarten Blaettern gepickt, kein Maulwurf sie aus der Erde gehoben, kein Kaninchen seinen Nachwuchs damit gefuettert und keine Wuehlmaus sie in die Erde gezogen. Zu frueh gefreut. Heute ist die erste Salatpflanze einem nicht geklaerten Fressfeind zum Opfer gefallen. Gestern noch stand das Salatpflaenzchen gerade und saftig gruen auf dem Beet. Eine Nacht spaeter hingen die wenigen Blaetter schlapp und blass herunter, und noch ein paar Stunden spaeter ist die Pflanze hinueber, noch ehe sie ueberhaupt aus dem Saeuglingsalter heraus war. Erholt hat sie sich nicht mehr.

So einen Vorfall haben wir schon einmal gesehen. Damals konnten wir den Uebeltaeter als einen Drahtwurm, der Larve eines Laufkaefers identifiziert. Sie hatte sich mitten durch die Wurzel des Salatpflaenzchens gebohrt und sie so zum Absterben gebracht. Also, Schaeufelchen geholt und nachgesehen. Und auch hier hatte sich eine Larve in die Wurzel gefressen, allerdings nicht quer hindurch sondern von unten hinein. Der gesamte unterirdische Teil der Pflanze war weggefressen. Um welchen Fressfeind es sich nun diesmal gehandelt hat, konnten wir nicht genau herausfinden. Vermutlich auch eine Laufkaeferlarve, nur mit anderer Zeichnung. Jedenfalls hat er sich bei seinen Fluchtversuchen sehr schnell bewegt. Es hat ihm nichts geholfen.

Bekaempfen soll man sie koennen, indem halbierte Kartoffeln einige Zentimeter tief in der Erde vergaben werden, in die sich die Drahtwuermer hineinfressen. Regelmaessig kontrolliert sollten so einige der im Boden vorkommenden Drahtwuermer eliminiert werden koennen. Wir haben es noch nicht probiert. Es kann auch nicht schaden, einige Salate mehr als gebraucht zu pflanzen. Weil, Fressfeinde gibt es bekanntlich genug.

drahtwurm_mit_punkten

Hier noch ein weiterfuehrender Link. Bei Wikipedia sind folgende Informationen nachzulesen.

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