Archiv für Juli 2010

Mit dem Fahrrad ueber die Felder der Umgebung zu fahren hat sich zu einer meiner Lieblingsbeschaeftigungen gemausert. Zum Teil liegt es daran, dass ich die Kinder in den Kindergarten und demnaechst auch in die Schule bringe. Da bietet es sich an, den Weg nicht an der Hauptstrasse entlang zu fahren, sondern ueber die kleinen, oft unbefestigten Feldwege. Und derer gibt es hier in unserer Gegend eine grosse Zahl. Ab und an komme ich an einem einsam gelegenen Gehoeft vorbei, an Gaerten und Wiesen, an der Gilbach die sich durch die Felder schlaengelt. An Weiden mit “scheinbar” noch gluecklichen Kuehen oder am Fuhrpark eines Bauernhofes, von dem ich mir nicht erklaeren kann, wie er sich auf diesem EU-Agrarmarkt ueberhaupt noch behaupten kann. An einer vom Nabu unterhaltenen Streuobstwiese auf der schon mal eine Herde Schafe weidet. Das macht wirklich Spass. Und es gibt immer wieder Dinge, die mich kurz zum Verweilen einladen. Seien es die vielen Gaerten in denen Hobbyhalter Huehner oder Gaense halten. Sei es ein versteckt liegender Modellflugplatz, wo ich ab und an den Fliegern zusehe. Sei es kiolometerweit durch die “Neue Bahn” zu fahren, einer zu Beginn des letzten Jahrhunderts geplanten Bahntrasse, die allerdings nie fertiggestellt wurde und von der jetzt nur noch eine dichte Baumreihe zeugt, die zu einem Wander-, Rad- und Pferdeweg ausgebaut wurde. Oder sei es auch nur die Felder mit ihren Pflanzen, die mich innehalten lassen. Zuckerrueben, Mais, Spargel, Moehren, Dicke Bohnen, Buschbohnen und natuerlich nicht enden wollende Getreidefelder. Gerste, Hafer, Roggen und Weizen. Ausserdem sind Kartoffeln sehr zahlreich vertreten.

kartoffeln-bewaessernDiese Fontaenen haben mich interessiert. Warum giesse ich mein Giesswasser eigentlich so gewissenhaft an die Wurzeln? Muss doch anscheinend nicht sein.

Vor einigen Tagen, bei bruetendster Hitze und einem voellig wolkenlosen Himmel konnte ich aus einiger Entfernung die Fontaenen einer Beregnungsanlage erkennen. Da habe ich mir gedacht, da fahre ich einmal hin und sehe mir das genauer an. Eigentlich sollte jedes Kind wissen, dass man beim Giessen von Pflanzen die Blaetter nicht benaessen soll, schon gar nicht wenn keine Wolke am Himmel steht und die Sonne wie in der Sahara vom Himmel herunter brennt. Wer sich ein wenig naeher mit dem Gaertnern auskennt, der hat vielleicht schon mal gehoert, dass Kartoffeln, wie auch Tomaten nicht unbedingt Pflanzen sind, die eine lange Naesseperiode zu schaetzen wissen. Wasser brauchen sie zu genuege, ab einer gewissen Jahreszeit aber nicht unbedingt mehr von oben. Da gibt es ja so nette Pilze, die uns Hobbygaertnern das Leben schwer machen und die sich so unheimlich schlecht bekaempfen lassen wie die “Kraut und Braunfaeule“.

Diesen Bauern hat all das nicht gestoert. Allem gaertnerischem Grundwissen zum Trotz, mitten in der Gluthitze, ohne Ruecksicht auf Krankheiten hat er eifrig seine Kartoffeln mit Wasser von oben beregnet. Da versteh einer die Welt. Gelten fuer Bauern andere Regeln als fuer uns Hobbygaertner?

kartoffeln-bewaessern-schlauchtrommelEine pfiffige Sache. Die Trommel zieht den Schlitten mit dem Kreisregner (im Hintergrund) auf der Traktorfahrspur durchs Feld. So wird das Feld streifenweise gleichmaessig beregnet.

Ich habe mich aus der Ferne gefragt, wie man ein Feld mit einem Kreisregner vernuenftig bewaessern kann. Das muss ich zugeben, das war pfiffig geloest. Eine riesige Schlauchtrommel mit einem oberarmdicken Schlauch steht am Feldrand. Der eigentliche Regner faehrt auf einer Art Schlitten und wird auf der Traktorfahrspur von einem Motor in der Schlauchtrommel langsam durch das Feld gezogen. Der Bauer muss seine Schlauchtrommel nur an den Rand des Feldes fahren, den Schlauch samt Schlitten auf die andere Seite ziehen und das Wasser und den Motor anstellen. Der Rest geschieht von alleine. Nach einigen Stunden Bewaesserung kommt der Schlitten wieder auf der Ausgangsseite an, muss nur noch bis zur naechsten Traktorfahrspur weitergezogen werden, und der Vorgang beginnt von neuem. Eine pfiffige Sache. (Sollte ich mir mal auf meinen Bastelplan schreiben. Waere auch in unserem Garten keine schlechte Idee.)

kartoffeln-bewaessern-mit-leitungswasserWasser zur Beregnung aus dem Leitungsnetz. Kalt und frisch eigentlich nicht ideal fuer Pflanzen.

Als waere das noch nicht genug. Ich nehme an, der Bauer hat zur Beregnung auch noch stinknormales kaltes Leitungswasser benutzt. Wie ein Brunnen sah die Entnahmestelle naemlich nicht aus. Das soll mir mal einer erklaeren.

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Ich bin ja nicht besonders zimperlich, wenn es ums Essen geht. Es muss keine Sternekueche sein. Mir reicht auch eine gut buergerliche Kueche. Ausser Rosinen kann so ziemlich alles auf meinem Teller landen, was in Mitteleuropa Gang und Gaebe ist. Auch bei den Koestlichkeiten anderer Laender sage ich selten “nein”. Ganz im Gegenteil. Solange es sich mit meinem Verstaendnis von Nahrungsmittel in Einklang bringen laesst, bin ich nicht abgeneigt, auch mal in andere Toepfe zu schauen. Bei einer Sache hoert allerdings alles auf. Und das sind Insekten und deren verschiedene Lebensformen. Denen kann ich nichts abgewinnen. Die gehoeren nicht auf meinen Teller und auch nicht in meinen Magen.

Was uns aber da am Kirschbaum herangereift ist, ist wirklich nicht mehr schoen. Den Rest des Eintrages lesen »

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In den vergangenen Jahren haben wir schon eine stattliche Anzahl Kohlrabi angebaut. Wenn die Schnecken nicht schneller waren, auch durchaus mit Erfolg. Was uns aber in diesem Jahr “blueht”, das haben wir noch nicht erlebt. Da stehen neun Superschmelz Kohlrabipflanzen in unserem kleinen Garten, und bis auf eine bluehen alle, waehrend neun ganz normale Kohlrabipflanzen ohne Probleme gewachsen sind und mittlerweile schon zum Teil im Kochtopf gelandet sind. Dabei sind die Knollen noch nicht einmal Tennisball gross. Das duerfte es doch eigentlich gar nicht geben. Die sollten doch erst im zweiten Jahr bluehen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Schon erstaunlich was wir als Gaertner so alles anstellen, wenn nicht genuegend Anbauflaeche zur Verfuegung steht. Vor einigen Wochen habe ich durch Zufall von einem Salatbaum gehoert. Muss auf der Seite permakultur.wordpress.com/ gewesen sein. Und seit dem hat mich dieser Gedanke nicht mehr losgelassen. Hoerte sich simpel an, einfach und preiswert zu realisieren. Salate oder anderes Gemuese auf engstem Raum, mit wenig Arbeit in Bezug aufs Giessen und in Bezug auf Unkraut jaeten und in Bezug auf Fressfeinde. Ich wollte auch einmal einen Salatbaum basteln. Den Rest des Eintrages lesen »

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Wir sind begeistert. Wirklich. Wir haben es tatsaechlich geschafft, 8 Kueken auf die Welt zu bringen. Nun, nicht wirklich wir. Unsere Glucke hat die meiste Arbeit selbst erledigt. Das hat sie auch prima gemacht. Bei der letzten Zaehlung vor einiger Zeit konnten wir 10 Eier im Gelege zaehlen. Ein paar Tage vorher waren es nur 9. Jetzt laufen 8 Kueken froh und munter herum. Tapseln durch alle Ritzen, kuemmern sich um keinen Drahtzaun und piepsen um die Wette. Putzmuntere kleine Kerlchen (hoffentlich besser Kerlinnen). Wie kam es aber dazu, und was hat das alles mit Geburtshilfe zu tun? Den Rest des Eintrages lesen »

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