Archiv für die Kategorie: “Bienen”


Einige Tage war ich ja ziemlich deprimiert, ob meines Misseerfolges mit den Bienen in der Segeberger Beute. Da mir aber der Rat gegeben wurde, nachzusehen, Winter oder nicht, habe ich heute meinen restlichen Mut zusammengenommen und bei eisigen Minusgraden die Bienenkiste kontrolliert. Und siehe da, es lebten noch Bienen darin. Was war ich was von froh. Ich dachte schon, ich haette auf ganzer Linie versagt. Noch besteht also Hoffnung, wenn auch eine kleine, doch eines der beiden Voelker ueber den Winter zu bringen und vielleicht ein klein wenig Honig im naechsten Jahr ernten zu koennen. So viele Bienen waren es naemlich nun auch wieder nicht.

Da mir aber der Vergleich fehlt, wie viele Bienen denn so um diese Zeit noch in der Kiste leben muessten, mag ich da keine Prognose anstellen. Ich fand auch viele tote Bienen. Aber es waren noch welche da. Lange habe ich mich nicht damit aufgehalten. Einen kurzen Blick, die toten Bienen entfernt und die Kiste wieder zugemacht. So wenig Stoerungen wie moeglich war mein Denken.

bienenkiste-9So hat es im Sommer in der Bienenkiste ausgesehen. Kein Vergleich mit dem, was ich heute vorgefunden habe.

Ob es nun richtig oder falsch war, ich habe noch eine Schale mit Zuckerwasser hineingestellt. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwaehren, die Bienen haetten zu wenig zu futtern gehabt. Die toten Bienen habe ich wieder untersucht. Diesesmal aber nicht gewaschen, sondern nur ganz genau angesehen. Auch auf diesen Bienen konnte ich keine Milben erkennen. Mag aber auch sein, die Milben haben es sich laengst auf den noch lebenden gemuetlich gemacht. 

Jetzt gilt es, die Daumen zu druecken.

Comments 5 Kommentare »

Dieser Tage erhielt ich einen Kommentar von maxgreen mit recht kritischem Unterton. Dieser sicherlich auch mit Recht (ich weiss es nicht ;) . So ganz unkommentiert moechte ich ihn aber doch nicht im Raum stehen lassen und diesen Artikel zum Anlass nehmen, um einmal einige Worte ueber die Misserfolge bei unseren Tieren zu sagen. Ist ja nicht das erste Mal, dass daran Kritik geuebt wird. Besonders auf meinem youtubekanal werden immer wieder Stimmen laut, die uns vorwerfen, vieles falsch zu machen.

Ich bin immer fuer Kritik offen. Kritik gehoert dazu, wenn man seine Erfahrungen und Erlebnisse oeffentlich macht. Ich lerne aus jeder Kritik, ich nehme meine Anregungen aus jeder Kritik und ich versuche mich zu bessern. Was auch logisch ist. Mit zunehmender Erfahrung passieren auch weniger Fehler.

Hier der Kommentar

Das tut mir auch sehr leid, Ralf! Ich komme nun schon sehr lange zu “Besuch” und nehme an euren Erfolgen und Mißerfolgen teil. Dabei finde ich deine Videos echt klasse. Nur heute habe ich mich gefragt: muss das wirklich sein? Musst du wirklich mit ALLEM, besonders mit den Tieren so experimentieren? Meterbohnen, wunderbar! Wenn die wachsen oder auch nicht, es spielt keine große Rolle für einen”Möchtegern-Selbstversorger”, Tomaten mit Grünkragen (meist Stickstoffüberdüngung), macht ja nix. Kaninchen-Mama tot, weil - keine Ahnung, wie die sich vermehren… hm? Kücken entschwunden, weil keine Ahnung, wie die es geschafft haben durch den grobmaschigen Zaun zu verschwinden… hm? Was frißt eigentlich ein Huhn, eine Ente, ein Kaninchen? Es sind NUTZtiere, stimmt - artgerechte Haltung? - learning by doing? Was ist bloß mit den Bienen los? Alle tot, naja, traurig, ich habe mich ja nun zu einem Kurs angemeldet… Du merkst den Punkt auf den ich hinaus will? Weinreben pflanzen, Pilze züchten, Kartoffeln auf der Wiese anbauen und keine Ahnung zu haben, das ist wirklich nicht schlimm sondern lustig. Ich bin sehr für Experimente, doch bei den Tieren hört bei mir persönlich der Spaß dann doch irgendwann auf. Das mein kritischer Kommentar nun beim Bienen-Video steht ist eher ein Zufall, denn das ein Bienenvolk eingehen kann, kann ja auch den erfahrensten Imkern passieren. Viele Grüße und experimentiere weiter (mit Pflanzen und Maschinen). Liebe Grüße maxigreena

Wir waren Stadtmenschen

Wie sollten wir auch ohne Fehler bleiben. Wir sind Stadtmenschen gewesen, haben unser Leben wie die meisten anderen auch im alltaeglichen Trott verbracht, haben geschuftet, haben gespart, haben konsumiert und haben oft kritik und gedankenlos das akzeptiert, was man uns vorgesetzt hat. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 21 Kommentare »

So ganz unverhofft kommt das Ende meines Bienenexperimentes nun nicht. Schon bei meinem letzten Blick, der Behandlung mit Oxalsaeure im De-zember war abzusehen, dass mindestens ein Volk den Winter nicht uebersteht. Das Volk in der Segeberger Beute, also die klassische Bienenhaltung. Damals fand ich ja nur noch eine Hand voll Bienen in der Kiste, mit Sicherheit nicht genug, um ueber den Winter zu kommen.

Dieser Tage habe ich mir die Sache nochmal angesehen. Mein Imkerlotse hat mir naemlich erzaehlt, ich solle, sofern das Volk nicht mehr existiert, die restlichen toten Bienen waschen, um herauszufinden, ob sie nun an der Varroamilbe eingegangen sind oder nicht. Es hat wochenlang geregnet. Da hat mich nichts hinaus zu den Bienen getrieben. Dann aber ein paar Tage trockenes Wetter, und ich habe mir die Beute einmal genauer angesehen. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 11 Kommentare »

Das sah nun wirklich nicht so aus, wie ich es erwartet hatte und auch nicht so, wie ich es bei einer Vorfuehrung von Herrn Liebig gesehen habe. Ich spreche von meinen Bienen. An beiden Voelkern war naemlich noch eine wichtige Arbeit zu erledigen, bevor sie in die Winterruhe entlassen werden koennen. Es geht um die Behandlung mit Oxalsaeure, respektive Bienenwohl. Diese Behandlung dient dazu, die Bienenvoelker vor dem Winter noch einmal gegen die Varroamilbe zu behandeln.

Warum eine Behandlung der Bienen mit Oxalsaeure?

Diese Behandlung, die ca. drei Wochen nach den ersten richtigen Frostnaechten durchgefuehrt werden sollte, habe ich lange vor mir her geschoben. Einfach deswegen, weil wir keinen wirklichen Frost hatten. Aber erst zu diesem Zeitpunkt kann man einigermassen sicher sein, dass das Bienenvolk brutfrei ist. Warum brutfrei? Ganz einfach. Die verwendete Oxalsaeureloesung wirkt nur gegen Milben auf den Bienen selbst, trifft aber nicht die Milben, die sich an der Brut aufhalten. Wuerde also wenig Sinn machen, zu frueh zu behandeln und damit die Milben auf den Bienen zu erwischen, nicht aber die Milben, die nach der Behandlung neu mit der Brut schluepfen.

Da, so habe ich jedenfalls nachgelesen, Bienen nach der Wintersonnenwende um den 21. Dezember aber schon wieder mit dem Brutgeschaeft beginnen koennen, habe ich mich dazu entschlossen, meine Bienen Mitte Dezember, also noch ganz knapp im Zeitfenster von Mitte November bis Mitte Dezember zu behandeln. Was ich dabei gesehen habe, war nicht sonderlich ansprechend. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 9 Kommentare »

Um meine Bienenberichterstattung ist es in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden. Das liegt nicht an mir, sondern daran, dass es nicht viel zu berichten gibt. Keine grossartigen Arbeiten mehr. Die Bienen leben friedlich vor sich hin. Haben das riesige Futterangebot aus dem letzten Monat hoffentlich gut ueberstanden. Der Bauer hatte das Feld hinter unserem Garten ja mit Phacelia eingesaet und diese bluehte. Ein herrlicher Anblick und eine Freude fuer die Bienen, habe ich zuerst angenommen. Ich habe mich sogar zuerst darueber gefreut, dass meine Bienen noch mal kurz vor dem Winter so richtig loslegen koennen. War wohl ein Trugschluss. Sabi(e)ne hat naemlich auf meinen Artikel kommentiert und mir sofort einen Schreck eingejagt.

Sie schrieb: Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 14 Kommentare »