Um meine Bienenberichterstattung ist es in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden. Das liegt nicht an mir, sondern daran, dass es nicht viel zu berichten gibt. Keine grossartigen Arbeiten mehr. Die Bienen leben friedlich vor sich hin. Haben das riesige Futterangebot aus dem letzten Monat hoffentlich gut ueberstanden. Der Bauer hatte das Feld hinter unserem Garten ja mit Phacelia eingesaet und diese bluehte. Ein herrlicher Anblick und eine Freude fuer die Bienen, habe ich zuerst angenommen. Ich habe mich sogar zuerst darueber gefreut, dass meine Bienen noch mal kurz vor dem Winter so richtig loslegen koennen. War wohl ein Trugschluss. Sabi(e)ne hat naemlich auf meinen Artikel kommentiert und mir sofort einen Schreck eingejagt.
So langsam nimmt die kleine Obstplantage in unserem Garten Formen an. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich schon vorzustellen, wie sie in einigen Jahren aussehen wird. Sieben Apfelbaeumchen habe ich ja schon zu Beginn des Jahres gepflanzt. Die haben sich auch ganz gut gemacht. Wenn man von den riesigen Cosmeen einmal absieht, die ich leichtfertig zwischen die Apfelbaeume gepflanzt habe. Mein Gedanke war, anstatt die Erde unter und zwischen den Baeumchen andauernd zu hacken, um Unkrautwuchs zu unterbinden, pflanze ich etwas drauf, dass das Unkraut unterdrueckt und mir das Hacken erspart. Die Idee war auch nicht schlecht. Nur meine Pflanzenwahl war weniger optimal. Wie gesagt, solch riesige Cosmeen werden dort nicht wieder stehen. Dann schon eher Ringelblumen oder kleine Tagetes. Am besten gefallen hat mir aber die Kapuzinerkresse, die ich an einigen Stellen unter den Apfelbaeumchen ausgepflanzt habe. Diese haben jeglichen Gras- und Unkrautwuchs zuverlaessig unterbunden. Aber mal sehen, vielleicht finde ich ja noch andere Bluemchen oder auch essbare Pflanzen, die die Baumstreifen bedecken und das Unkraut klein halten.
Welche Sorten habe ich gepflanzt?
Einen zweiten Streifen fuer weitere Obstbaeume verschiedener Sorten habe ich den Sommer ueber mit Stroh und einem schwarzen Mulchvlies abgedeckt und vor einigen Wochen pflanzbereit hergerichtet. Und genau auf diesen Streifen wurden vor kurzem 10 weitere Obstbaeume gepflanzt.
Als ich mit meinen Filmen ueber unseren Garten und unseren Versuch, uns weitestgehend selbst mit Nahrungmitteln zu versorgen, begonnen habe, konnte ich wirklich nicht ahnen, wie gross das Interesse daran einmal werden wuerde. Mittlerweile haben meine Filme bei youtube aber durchschnittlich erheblich hoehere “Einschaltquoten” als meine Internetseite selbst. Einen erheblichen Anteil an den “Einschaltquoten” ruehrt von meinen Gartenrundgaengen her. Aber auch andere Filme stechen in ihrer Beliebtheit hervor. Die Filme, in denen mein kleiner Einachser eine Rolle spielt, sind auch sehr beliebt. Ebenfalls die Filme, in denen ich meine Versuche zeige, aus einer Wiese einen Garten zu machen, werden sehr haeufig angesehen. Zum absoluten Renner aber hat sich mein Film ueber die erste Schlachtung unerer Kaninchen entwickelt.
Deswegen moechte ich heute noch einmal einen Gartenrundgang mit der Videokamera durch unseren Garten machen. Der Film ist, wie immer, viel viel zu lang geworden. Ich musste ihn sogar in zwei Teile teilen. Ich glaube aber, fuer Gemuesegartenfans ist der Film durchaus sehenswert.
Ich bin aber auch auf die Kritik an meinen Filmen eingegangen. Es wurde desoefteren der Wunsch geaeussert, ich solle meine Filme in besserer Videoqualitaet hochladen. Deswegen mein heutiger Film in HD Qualitaet.
Landleben macht gluecklich. Das steht fest. Keine Staus, keine Hektik, viel frische Luft und Natur. Das gilt nicht nur fuer uns Menschen, sondern auch fuer die Tiere. Von diesen leben so einige auf unserem kleinen Minibauernhof. Eine Schar Huehner, ein ganzer Stall voller Kaninchen, ein paar Enten und seit kurzem auch zwei Laufenten. Und natuerlich einige tausend Bienen. Aber welche von allen sind momentan die gluecklichsten? Den Rest des Eintrages lesen »
Als “Moechtegern-Selbstversorger” bin ich natuerlich immer auf der Suche nach Moeglichkeiten, meine Ernten, die ich so einfahre, sinnvoll zu nutzen. Seien sie auch noch so klein. Bei den meisten Ernten weiss ich, was ich draus machen kann, bei manchen aber nur in der Theorie. Poppamaranth zum Beispiel ist so ein Kandidat.
Heute habe ich unsere Sonnenblumen geerntet. Daraus sind einige Haende voll Kerne geworden. Liessen sich uebrigens prima mit meiner Windmaschine reinigen. Was ich aber mit Sonnenblumenkernen anstellen kann, ist mir ein Raetsel. Ich wuerde sie ja liebend gerne demnaechst mit unserem selbst geernteten Getreide im Brot verbacken. Wie aber bekomme ich die Kerne aus den Schalen?
Die einzige Verwendungsmoeglichkeit, die mir einfaellt ist die, sie im Winter an die Voegel zu verfuettern. Oder hat jemand noch eine andere Idee, Sonnenblumenkerne sinnvoll zu nutzen?