Wir haben uns ja vorgenommen, unsere Lebensweise zu aendern. Dazu zaehlt auch, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen. Die Heizung ist nur noch auf 15 Grad eingestellt, wir tragen dicke Pullover und hocken abends nahe am Holzofen. Aber auch so ein Holzofen braucht was zu fressen. Im Holzlager haben wir zwar einige Kubikmeter zersaegter Balken und Bretter liegen, muessen aber auch fuer die Zukunft sorgen. Da kam das Angebot eines Bekannten gerade recht, der uns einen Anhaenger voll Holz vorbeibringen wollte. Einen Baum, der den letzten Sturm nicht ueberlebt hat. Da haben wir zugeschlagen. Das Holz muss ja noch mindestens 2 Jahre trocknen um in unseren Ofen zu wandern.
Das unser Bekannter kein Tannenbaeumchen vorbeibringt war uns klar. Das ein Baum nicht solch eine Konifere sein wird, die wir ueberall im Garten stehen haben war uns klar. Uns war auch bewusst, dass das Holz nicht in Scheiten kommt, sondern von uns noch zerhackt werden muss. Als aber der Haenger auf dem Hof stand, da waren wir doch ein wenig schockiert. Das muss ich zugeben. Da waren Brocken dabei die wir kaum in den Bollerwagen heben konnten, um ihn zum Holzschuppen zu fahren. Junge Junge, da haben wir uns was eingebrockt. Einige Festmeter aus dem Baumarkt waeren bestimmt einfacher gewesen. Schon trocken und fertig fuer den Ofen.
Jetzt liegt im Schuppen ein Berg von Holz. Da sind Stuecke dabei die locker 40 Zentimeter hoch sind und einen Durchmesser von 60 Zentimetern haben. Und daraus sollen wir Brennholz machen. Ohne hydraulischen Holzspalter.
Mir tun jetzt schon die Knochen weh vom Transport in den Holzschuppen. Und das nicht zu knapp. Der Ruecken hat Aehnlichkeit mir einem Besenstiel, die Knie melden sich bei jedem Herzschlag und die Schulltern fluestern mir ins Ohr, ich solle mich nun endlich ins Bett begeben. Ich glaube, das werde ich jetzt auch machen.
Morgen berichte ich dann darueber, wie wir diese Holzkloetze zu Holzscheiten verarbeitet haben. Vorausgesetzt ich kann mit meinen Fingern die Tastatur noch bedienen.
Ich hatte es mir fast gedacht, dass es so kommen musste. Ich habe ein Talent dafuer, bei anderen Menschen anzuecken. Und ganz schlimm wird es, wenn ich jemanden vor mir habe, der irgendeine Uniform traegt. Und sei es auch nur den Anzug eines oertlichen Entsorgers der die Aufgabe hat, mit dem Schadstoffmobil ueber die Doerfer zu fahren und Chemikalien einzusammeln. Ich habe schon mein ganzes Leben lang Probleme mit Menschen gehabt, die mir in welcher Form auch immer sagen wollten, was ich zu tun und zu lassen habe, oder die mir irgendwelche Anordnungen meinen machen zu muessen und mir damit zu erkennen geben, ich haette nicht selbst genug Grips im Kopf, um die Tragweite meines Tuns zu erkennen. Und auch die habe ich gefressen, die sich hinter irgendwelchen Formalitaeten verstecken und dabei jeglichen gesunden Menschenverstand zur Seite legen. Den Rest des Eintrages lesen »
Ein Post aus der Kategorie “Dinge, die die Welt unbedingt braucht.”
Die japanischen Kinder muessen wirklich friedlicher sein als unsere. Ich habe jedenfalls nicht die Zeit dazu, Loecher in den Brokkoli zu schnitzen, und auch fuers Aushoehlen von Moehren fehlt mir irgendwie die Zeit. Ganz zu schweigen davon, die Videokamera aufzubauen und mich beim Floeten aufzunehmen. Ich glaube, der Rest der Familie wuerde einen Lachanfall bekommen. Vielleicht zu kurzsichtig von mir gedacht. Wenn ich da ueber die Moeglichkeiten, Geld zu verdienen nachdenke…..
Ich habe nun keine Ahnung, was der nette Herr da eigentlich erzaehlt. Aber alleine die Gestik, die Mimik und natuerlich die extrem betonte Sprechweise ist schon ein Erlebnis wert. Vielleicht gibt es ja jemanden da draussen, der mir das mal uebersetzen kann.
Auf jeden Fall drei Videos, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Die naechste Gartensaison steht kurz bevor, und da ist es schon mal angebracht, einen Gedanken darauf zu verwenden, all die Moehren und all den Brokkoli sinnvoll zu verwenden. Und, wenn Sie ehrlich sind, Ihre riesigen Rettiche landen sowieso halb im Muelleimer. Da bietet es sich ja geradezu an, mit seinem Gemuese in die Koelner Innenstadt zu ziehen, sich dort auf der Domplatte niederzulassen und Weihnachtslieder zu trillern.
Keine Frage, der Erfolg, die Lacher und der Applaus wird Ihrer sein. Ganz zu schweigen von dem Hut voll Euroscheinen, den Sie nach ein paar Stunden mit nach Hause nehmen (besonders die Japaner sollen da besonders freigiebig sein ). Sie investieren ein paar Cent fuer eine Brokkoli Jungpflanze, und nach ein paar Monaten machen Sie daraus in nur wenigen Stunden einen ganzen Tageslohn.
Mich wuerde ja noch interessieren ob das auch mit eingefrorenem Gemuese geht. Damit koennte man die Saison fuer Gemuesestrassenmusik erheblich verlaengern. Stille Nacht, heilige Nacht nicht nur im Winter, nein auch im Sommer wenn die Sonne scheint.
Energie ist teuer. Das haben wir gewusst. Es wird ueberall verbreitet, und alle Freunde und Bekannte haben uns immer wieder gesagt, dass wir uns noch “umsehen” werden, wie hoch die Energiekosten in einem Haus sind. Wir haben fast 10 Jahre keine Energiekosten selbst tragen muessen. Lief alles ueber das Hotel. Sei es Strom, sei es Heizung, sei es Wasser. Wir haben sagen wir es mal so, nie Ruecksicht auf die Energiekosten nehmen muessen. In so einem Hotel wird so viel Energie verbraucht, da kam es auf uns vier Personen auch nicht mehr an. Eine halbe Stunde unter der Dusche, kein Problem. Die Heizung auf volle Pulle, kein Problem. Den Rechner fast Tag und Nacht am laufen halten, kein Problem. Wir mussten ja nicht zahlen.
Da waren wir doch ziemlich geschockt, als wir den ersten Monat hier im neuen Haus beendet hatten. Ich habe mir spasseshalber einmal die Zaehlerstaende notiert und umgerechnet. Junge Junge Junge, da kam schon was zusammen. Und dabei leben wir ja nur auf halber Flamme, sprich einer Etage. Die obere Etage und das Dachgeschoss sind ja noch gar nicht bewohnbar, brauchen folglich auch keine Energie. Ich wollte der Sache auf den Grund gehen Den Rest des Eintrages lesen »
Vorweg gesagt, mein bester Artikel ist dies nicht. Ich schreibe nur darueber, weil mich diese Begebenheit so getroffen hat. Meine bessere Haelfte meinte, ich solle die Finger von diesem Ereignis lassen und nicht darueber schreiben. Hab mich aber doch dafuer entschieden um zu zeigen, in welch groteske Situationen, die sich so schwer in Worte fassen lassen, ein Hotelmanager kommen kann. Sie muessen ja nicht weiterlesen. Den Rest des Eintrages lesen »