Archiv für die Kategorie: “Ernte”


Niemand soll hier annehmen, im Winter gaebe es im Garten nichts zu ernten. Keineswegs. Neben Moehren, die noch zu Hunderten in der Erde auf ihr Ende warten, gibt es auch noch Wurzelpetersilie (mit der hier aber niemand wirklich etwas anzufangen weiss). Es beschraenkt sich auch nicht nur auf von weissen Fliegen bewohnten Gruenkohl oder von Laufenten zerschnabbelten Rosenkohl. Ich haette noch Lauch und Rote Bete anzubieten. Rettich und Ulmer Ochsenhoerner habe ich auch noch im Angebot. Obwohl, bei letzteren bin ich mir nicht mehr sicher, ob sie noch geniessbar sind. Die letzten, die wir von ihnen verarbeiten wollten, waren holzig.

Eine Gemueseart habe ich aber noch, auf die ich besonders stolz bin. Das sind Pastinaken. Hatten wir im letzten Jahr zum ersten Mal versucht. Ehrlich, ich hatte mir nicht sonderlich viel Erfolg versprochen. Bei Moehren haben wir uns schon damit abgefunden, dass ohne ein Gemueseschutznetz nichts geht. Diese haesslichen kleinen Moehrenfliegen machen uns sonst einen Strich durch die Rechnung. Pastinaken gehoeren, wie Moehren, zu den Doldenbluetlern, warum sollten die Fliegen also, nachdem sie bei den Moehren, die durch ein Netz geschuetzt waren, nicht unverrichteter Dinge weiter zu den Pastinaken wandern? Aber einen Versuch war es ja wert. Den Rest des Eintrages lesen »

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So ist das eben beim Hobbygaertnern. Manchmal hat man Erfolg, manchmal auch nicht. Wobei sich das auch von Jahr zu Jahr aendern kann. Was in einem Jahr gut geht, entwickelt sich im naechsten zum Desaster. Damit muss man leben. So ist es uns in der vergangenen Saison mit Gruenkohl ergangen. Ich hatte zur Abwechslung eine Sorte ausgesucht, die vielleicht nicht ganz alltaeglich ist. Gruenkohl der Sorte “Friesische Palme

So ist das nun mal. In einem Jahr laeuft alles glatt, im naechsten eben nicht.

Das Saatgut stammt von Dreschflegel. Die Anzucht problemlos, und auch ohne grosses Zutun meinerseits haben sich daraus im Garten recht stattliche Gewaechse gemacht. Das sah alles recht positiv aus. Bis ich eines Herbsttages im letzten Jahr mal wieder meinen Gruenkohl inspiziert habe. Mit ziemlichem Schrecken musste ich feststellen, dass auf fast allen Blaettern auf der Unterseite kleine weisse Fliegen ihr Unwesen trieben. Ich brauchte die Pflanzen nur kurz anzustupsen, schon stieg eine Wolke winzig kleiner weisser Insekten auf, die sich nach kurzer Zeit wieder auf den Blaettern niederliessen. Baeh, das sah eklig aus. Den Rest des Eintrages lesen »

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So manch eine Gemuesesorte waechst im Garten, ohne dass man auch nur einen Finger dafuer krummmachen muss. Einmal ausgesaet, sind sie Selbstlaeufer. Dazu gehoeren z.B. Stielmus und Mangold. Keine Schaedlinge, kein Problem. Dann gibt es wieder andere, bei denen muss man schon ein wenig nachhelfen, um eine vernuenftige Ernte einfahren zu koennen. Da fallen mir Bohnen oder aber Zwiebeln ein. Es gibt aber noch eine dritte Gruppe, an denen koennten wir glatt verzweifeln. Dazu zaehlen Blumenkohl, fuer den wir bis zur ersten vernuenftigen Ernte Jahre gebraucht haben, Lauch, bei dem ohne Netzabdeckung nichts geht oder aber auch Rosenkohl.

Kein Jahr ohne Rosenkohl

Wenn ich mich recht erinnere, dann haben wir es in keinem Jahr ausgelassen, Rosenkohl anzubauen. Der schmeckt einfach koestlich und bringt im Winter das ein oder andere Vitamin auf den Teller. Aber mit dem Anbau haben wir noch nie so richtig Erfolg gehabt. Den Rest des Eintrages lesen »

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Nachdem unser normaler hellgruener Chicoree der Sorte “Zoom”, den wir schon seit Jahren anbauen, sich immer recht gut macht, moechte ich heute kurz die zweite Sorte vorstellen, die wir im letzten Jahr im Garten angebaut haben. Dabei handelt es sich um eine rote Sorte mit dem Namen “Robin“. Das Saatgut stammt von Dreschflegel, und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sich diese Sorte schlagen wuerde. In einem der Kommentare zu meinem letzten Artikel ueber den Chicoreeanbau im Garten wurde naemlich erwaehnt, dass die roten Sorten nicht so problemlos sein sollen, wie die vorgenannte. Und das hat sich auch bewahrheitet.

Die Sprossen waren alles andere als geschlossen. Einzelne lose Blaetter, und von denen auch nicht einmal viele. Aber selbst das Wenige, was zu ernten war, sah nicht besonders gut aus. Ein Viertel der Blaetter zeigte faule Stellen.

roter-chicoree

Auch wenn es sich bei der Sorte Zoom um eine Hybridsorte handelt, diese Investition ist es wert. Dabei werde ich bleiben. Verfaulte Blaetter habe ich bei dieser Sorte naemlich noch nie gefunden.

Gibt es noch weitere Sorten? Ja! Eine weitere konnte ich noch finden. Diese traegt den namen “Bruesseler Witloof”. Wobei die Angaben unterschiedlich sind. Auf der Kiepenkerl Seite besagt die Beschreibung, dass es sich wohl eher um Viehfutter handelt. Waehrend auf anderen Internetseiten, die Samen verkaufen, von einer Sorte auch fuer uns Zweibeiner gesprochen wird. Hat schon jemand Erfahrung damit?

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Hurra, geschafft. das vierundzwanzigste Tuerchen meines diesjaehrigen Adventskalenders. Und wie in einem richgien Adventskalender, verbirgt sich auch hinter meinem heutigen Tuerchen ein wahres Schmankerl der Gartentechnik. Sie werden staunen.

Wer mein blog regelmaessig liest, wird gelesen haben, dass wir uns immer mehr mit dem Thema Selbstversorgung mit allem, was an Nahrung notwendig ist, befassen. Dazu gehoert natuerlich Gemuese, dazu gehoert Fleisch und dazu gehoert auch Getreide. Gerade letzteres gehoert aber zu den Kulturen, mit denen sich kaum jemand ernstlich befasst. Mir ist jedenfalls kaum jemand bekannt, der, so er denn keinen eigenen Bauernhof besitzt, sich mit Getreideanbau befasst. Was ich auch nachvollziehen kann. Ist schon ziemlich viel Plackerei, genuegend Getreide zu erzeugen, um davon leben zu koennen.

Die Aussaat, die Pflege und vor allem die Ernte stellen, ohne die noetigen Geraetschaften, heutzutage eine recht grosse Herausforderung dar. Wer es nicht selbst (ueber einen laengeren Zeitraum und in groesserem Stil) versucht hat, macht sich keine wirkliche Vorstellung davon, welch ein Aufwand zu betreiben ist, um Getreide selbst zu ernten. Wir haben es ja versucht. Ich empfehle jedem Interessierten, meine Artikel ueber unseren Getreideanbau im Garten aus dem letzten Jahr.

Das Dreschen mit selbstgebauter Dreschmaschine
Die Spreu vom Weizen trennen
Dreschen mit Dreschflegel
Die Roggenernte
Die Weizenernte
Das Getreide waechst
Die Aussaat

Was sich dabei klar herausgestellt hat, ist die Tatsache, das ausreichender Getreideanbau ohne Maschinen in der heutigen Zeit kein leichtes Unterfangen ist. Frueher mag das anders gewesen sein. Da musste der gemeine Bauer und Selbstversorger keine Kinder zum Fussball fahren, er musste sich nicht mit Schulen und OGATAS herumaergern, musste keine Martinszuege begleiten, keine Hochbetten aufbauen, er musste nicht zusaetzlich Geld verdienen gehen und natuerlich musste er keine Artikel in einem Internetblog verfassen ;) .

Der gemeine Bauer und Selbstversorger vor hunderten von Jahren, konnte sich voll und ganz auf die Nahrungsmittelproduktion fuer sich und seine Familie konzentrieren. Und selbst in dieser Zeit bin ich mir sicher, haben die Bauern auch ueber diese Arbeit geflucht.

Wie auch immer, die Zeiten haben sich geaendert und ohne Hilfsmittel ist Getreideanbau hart, sehr hart. Drum ist Getreideanbau in unseren Breitengraden zur Selbstversorgung voellig aus der “Mode” gekommen. Natuerlich existieren auch keinerlei Maschinen, die einem Hobbygetreidebauern ohne Traktor und Maehdrescher das Leben erleichtern wuerden. Dabei meine ich ganz besonders die Ernte. Es existieren keine Kleindreschmaschinen, es gibt keine Kleinmaehdrescher und einen Binder kann man heutzutage nur noch im Landwirtschaftsmuseum bestaunen. Das ist wirklich schade.

In anderen Laendern ist das anders. Dort ist die kleinbaeuerliche Landwirtschaft noch intakt. Nicht ein Landwirt versorgt eine Kleinstadt mit Nahrung, sondern jeder fuer sich seine Familie und vielleicht noch einige Staedter mit dazu. Aber auch dort ist man schon auf den “Trichter” gekommen, dass es mit maschineller Hilfe doch um einiges leichter geht. Deswegen habe ich mir fuer mein heutiges Kalendertuerchen einige Filme herausgesucht, die sich mit der Getreideernte in kleinem Stil befassen. Es ist erstaunlich, welch grandiose Maschinen dazu entwickelt wurden. Den Rest des Eintrages lesen »

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