Ich habe so meine Gemuese-Favoriten, an denen ich mich in jedem Jahr neu versuche. Manche von ihnen, weil ich in jedem Jahr keinen oder nur wenig Erfolg damit habe und dies als Anreiz nehme, es immer wieder von neuem zu versuchen, wie Basilikum z.B. Andere wiederum weil wir sie gerne essen, und weil sie einfach anzubauen sind, wie Stielmus z.B. Irgendwo dazwischen sind Schlangengurken anzusiedeln. Die Kinder lieben sie, und sie bringen, wenns gut laeuft, viel Ertrag (soweit ich mich erinnere, war unser hoechster Ertrag an einer veredelten Schlangengurke etwas ueber 20 Gurken).
Unsere Erfahrungen in den vergangenen Jahren waren allerdings recht gemischt. Zu Beginn der Saison klappt alles super, die ersten Schlangengurken sind schnell reif und werden mit Heisshunger verspeist. Dann, nach einigen Wochen, merkt man unseren Pflanzen in jedem Jahr an, dass etwas nicht stimmt. Die ersten Blaetter verfaerben sich gelblich und welken. Dann geht es Schlag auf Schlag. Innerhalb kuezester Zeit ist der Schlangengurkentraum ausgetraeumt. Es bleibt nur noch ein verwelkter kuemmerlicher Haufen Gruenzeugs uebrig, viel zu frueh im Jahr. Woran mag das liegen? Den Rest des Eintrages lesen »
Ich war so wagemutig und wollte mich an wirklich fortgeschrittenen Gartentechniken versuchen. Hatte mir ein Tuetchen Schlangengurken und die dazu passende Gurkenunterlage im Fruehjahr besorgt und wollte doch wirklich meine eigenen veredelten Schlangengurken basteln. Die fuenf Euro pro Gurke im Gartencenter wollte ich einsparen. Ich denke mal, daraus ist nichts geworden. Dabei sah das doch auf der Packung recht einfach aus. Gurken aussaehen, drei Tage spaeter die Kuerbissamen einweichen und ebenfalls aussaeen. Zwei Wochen warten, dann die Gurke und den Kuerbis einschneiden und mittels der mitgelieferten Baendchen aneinander befestigen.
Da muss mir etwas schief gelaufen sein. Die Gurken sind prima gewachsen. Auch die Kuerbisse. Nur hatten die letzteren ueberhaupt keinen Stiel, an dem ich haette abschneiden koennen. Die Blaetter folgten so dicht aufeinander, da war nichts zum Einschneiden und Verbinden. Was habe ich also gemacht? Klar, gewartet und immer schoen feucht gehalten in der Hoffnung, die Kuerbisse wuerden doch noch einige Zentimeter wachsen, damit ich zur Tat haette schreiten koennen. Sind sie aber nicht. Auch jetzt nach bestimmt vier oder fuenf Wochen ist da immer noch kein Stiel, den ich haette einschneiden koennen. Dabei soll die Veredelung gemacht werden, wenn die ersten echten Blaetter 2 bis 3 Zentimeter lang sind. Meine Gurken haben jetzt schon das dritte Blattpaar und die Blaetter sind auch reichlich groesser als einige Zentimeter. Das wird wohl nichts mehr werden.
Ich bin und bleibe wohl immer ein Gartenlaie. Diese beiden Pflaenzchen lassen sich nicht mehr veredeln. Anfaengerfehler eben.
Ich meine, die Beschreibung auf der Packung war ja ganz aufschlussreich. Ich habe aber noch einen Fehler begangen, den ich mir selbst zuschreiben muss. Selbst wenn da irgendetwas wie ein Stiel gewesen waere, den ich zur “Ablaktion”, so nennt man diesen Vorgang naemlich, haette benutzen koennen, ich haette trotzdem keinen Erfolg gehabt. Ganz einfach deswegen, weil ich die Unterlage und die Gurke in verschiedene 10 Zentimeter Toepfchen gelegt habe. Beim allerbesten Willen, so weit haette ich die beiden Pflaenzchen nicht zueinanderziehen koennen. Ich nehme an, beide in einem Toepfchen waere die bessere Loesung gewesen. Haette man mir doch nur einen Hinweis auf die Packung gedruckt.
Oder noch besser, ich haette mich einmal bei Youtube umgesehen. Da gibt es naemlich ein tolles Video, wie man es richtig macht, inclusive der spaeteren Kultur im Gewaechshaus.
Gestern habe ich davon berichtet, wie sich meine Sichtweise auf unseren Garten schlagartig geaendert hat. Deshalb heute ein kleines Filmchen wie es im Moment aussieht, wie weit wir sind oder auch nicht. Wobei ich sicher bin, noch eine ganze Reihe Aussaaten und Pflanzen nicht erwaehnt zu haben. Besonders bei den Aussaaten sieht es allerdings nicht besonders gut aus. Ich weiss wirklich nicht, wie ich das vernuenftig anstellen soll. Bei dieser Witterung, da ist doch nichts zum Keimen zu veranlassen. Moehren weigern sich seit Wochen hartnaeckig auch nur ein einziges Blaettechen zu zeigen, bei anderen Aussaaten ist die Keimrate so verschwindend gering, kein Landwirt koennte davon leben.
Ich saee schon immer wesentlich mehr aus als eigentlich noetig waere, weil ich genau weiss, dass davon so oder so nur ein Bruchteil ueberhaupt ans Licht kommt. Und selbst das hat nicht gereicht. Schwarzwurzeln und Haferwurzeln z.B. Ich habe schon mindestens drei mal so viele Samen in die Erde gebracht als ich sollte, aber selbst davon sind nur einige wenige Prozent ueberhaupt gekeimt. Das soll mir mal jemand erklaeren wie ich es besser anstellen soll.
Fahre ich hier an den Feldern vorbei, dann sehe ich riesige Moehrenfelder. Normalerweise wird kein einziges davon bewaessert oder feucht gehalten. Und doch wachsen nach einiger Zeit Millionen von Moehren dort, auch wenn es nicht geregnet hat. Ich habe Aussaaten, die schon seit Wochen wie tot in der Erde liegen. Ich habe wenig Hoffnung, dort jemals eine der gewuenschten Pflanzen zu sehen. Was machen die Landwirte denn anders als ich? So ein Hobbygaertner wie ich einer bin, der kuemmert sich um seine Pflaenzchen. Nehmen wir Kohlpflanzen als Beispiel. Besonders nach dem Pflanzen bekommen die alle paar Tage ein wenig Wasser, um ihnen das Anwachsen zu erleichtern. Das macht doch kein einziger Landwirt. Wenn ich das sehe, die setzen ihre Kohlpflanzen bei jedem Wetter, Trockenheit oder nicht, und da wird nicht einmal angegossen oder sonstwas gemacht. Und trotzdem, nach einiger Zeit stehen die “wie eine Eins” waehrend meine immer noch vor sich hin kuemmern.
Da muss es doch einen kleinen aber feinen Unterschied geben. Nur, welcher ist das? Ist es meine Ungeduld, ist es eine bessere Bodenstruktur? Welch andere Methoden haben die Bauern, die uns Hobbygaertnern nicht zur Verfuegung stehen? Vielleicht komme ich ja irgendwann noch einmal hinter das Geheimnis einer erfolgreichen Aussaat. Oder aber, ich trainiere mir die fuer das gaertnerische Schaffen noetige Geduld an.
Jedenfalls viel Spass bei meinem kleinen Gartenrundgang.
In jedem Jahr gibt es einen ganz besonderen Tag im Leben eines Hobbygaertners. Jedenfalls geht es mir in jedem Jahr gleich. Das ist dieser ganz besondere Tag an dem ich erkenne, dass unser Garten auch wirklich ein Garten und kein trister Acker ist. Meist kommt diese Erkenntnis so Anfang Mai. Irgendwann stehe ich im Garten, schaue auf meine Beete und die Pflanzen die darauf schon wachsen und ganz ploetzlich erkenne ich: “Jetzt habe ich wieder einen Garten”. Monate habe ich warten muessen, Monate voller Frost und manchmal auch Gaertner-frust, Monate wo sich nichts im Garten tat, nichts wuchs und die ganze Sache nur trist und oede aussah und meine Gartenlaune ebenso trist und oede war.
Dann, so Anfang Maerz wenn es langsam im Garten wieder losgeht, die ersten Arbeiten zu erledigen sind, die ersten Pflaenzchen vorzuziehen sind, die Planung abgeschlossen ist, regt sich wieder “Der Traum vom Garten” in mir. Den Rest des Eintrages lesen »
Wie viele Sorten von Radieschen gibt es? Das werden schon eine ganze Reihe sein. Alleine Kiepenkerl hat schon wenn ich richtig gezaehlt habe, 15 verschiedene im Angebot. Wenn ich dann noch bei Sperli und Dreschflegel nachsehe, sind dort noch viele weitere im Angebot. Und das ist bestimmt nur die Spitze des Eisberges. Fuer die Profianbauer gibt es bestimmt noch Sorten, die fuer uns Hobbygaertner gart nicht erst zu haben sind.