Archiv für die Kategorie: “Gewächshaus”


Lassen wir mal das daemliche Grinsen auf meinem Photo beiseite. Ich weiss selbst, ich mache da keine besonders intelligente Figur. Liegt daran, dass ich die Kamera immer so weit von mir weg halten muss. Da kann es schon mal passieren, dass sich mein Gesicht ein wenig verzieht.

Es soll hier naemlich gar nicht um meine Knolle gehen, sondern um die Knolle neben mir, oder besser gesagt, um die Knolle, die da sein muesste, aber nicht ist. Der erfahrene Hobbygaetner wird dieses Gewaechs schnell als eine Kohlrabipflanze identifizieren. Auch ich bin der festen Ueberzeugung, dass es sich um eine Kohlrabi handelt. Ich habe das Samenkorn selbst aus der Tuete genommen, selbst in die Erde gesteckt und selbst das kleine Pflaenzchen vor einigen Wochen ins Gewaechshaus gepflanzt. Irrtum ausgeschlossen.

kohlrabi-ohne-knolle

Zugegeben, das Pflaezchen hat von Anfang an anders als die anderen ausgesehen. Es war viel roetlicher und auch ein wenig kraeftiger als die anderen, die mit in der Reihe standen. Waehrend alle anderen schon lange abgeerntet waren, tat sich bei dieser einen nicht besonders viel, jedenfalls nicht an der Knolle. Gewachsen ist die Pflanze rasant. Bei ihrem unfreiwilligen Ende vor einigen Tagen, als mir diese Riesenkohlrabi ohne Knolle auf die Nerven ging, hatte sie gut einen Durchmesser von mehr als einem Meter. Nur, auf die Knolle hat sich dieses enorme Wachstum nicht ausgewirkt. Von Knolle war da naemlich nichts zu sehen. Blaetter ueber Blaetter, so grosse, dass ich sie schon abschneiden musste, damit die anderen in der Reihe auch noch etwas vom Licht abbekamen.

Woran mag das jetzt gelegen haben?

Am Naehrstoffmangel eher nicht. Das haette sich auch bei den anderen Kohlrabi gezeigt. Ich schliesse auch Wassermangel und sonstige Mangelerscheinungen aus. Zuerst hatte ich angenommen, es haette sich vielleicht ein Samenkoernchen Superschmelz in die Tuete verirrt. Daran glaube ich aber nicht mehr. Superschmelz ist nicht rot und waechst auch nicht so in die Breite. Dass sich vielleicht eine ganz andere Kohlsorte in das Samentuetchen verirrt hat, wage ich zu bezweifeln. Dafuer hatte die Kohlrabi zu viel Aehnlichkeit mit einer solchen. Muss sich also um eine “Mutation” gehandelt haben. Oder aber, es handelt sich um eine Folge von Vernalisation (meine Guete, was es alles fuer Sachen auf der Welt gibt). Aber auch das kann ich mir kaum vorstellen. Alle anderen Kohlrabi die wir schon geerntet haben, zeigten keine Anzeichen von Schossen, zumal sie alle im Folientunnel standen.  

Hat da jemand eine andere Erklaerung fuer?

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Waehrend draussen im Gemuesegarten nicht mehr alles zum Besten steht, sieht es im Folientunnel noch recht gut aus. Bis auf einige Salate, die doch arg von Blattlaeusen heimgesucht wurden, waechst der Rest froehlich vor sich hin und macht keine Probleme. Die ersten Kulturen sind laengst abgeerntet, wie Schnittsalat und Radieschen. Auch die ersten Kopfsalate sind laengst in der Kueche verarbeitet. Selten ein Jahr, in dem wir so viel Salat essen konnten wie in diesem. Den Rest des Eintrages lesen »

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Nun sind die Schnecken aber bei weitem nicht die einzigen Fressfeinde, mit denen wir uns so als Hobbygaertner herumschlagen muessen. Habe ich doch vor einiger Zeit einen Bericht darueber verfasst, wie gut unser sibirischer Kohl im Garten gedeiht und wie einfach es ist, ihn anzubauen. Es waere auch zu schoen gewesen, um wahr zu sein. Nach dem ersten Schnitt vor einigen Wochen ist der sibirische Kohl ganz ordentlich gewachsen. Aus der Ferne sah er so was von einlandend lecker aus, einfach ein Genuss fuer die Augen und eine Vorfreude fuer den Gaumen. So habe ich unsere Hauskoechin mal wieder eingeladen, mit uns einen “Erntetag” zu veranstalten. Da gab es noch eine ganze Reihe Stielmus und eben sibirischen Kohl zu ernten und zu verarbeiten.

Bewaffnet mit einem Messer und einer grossen Waschbuette sind wir dann zum Kohl gestiefelt, Den Rest des Eintrages lesen »

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Ich habe so meine Gemuese-Favoriten, an denen ich mich in jedem Jahr neu versuche. Manche von ihnen, weil ich in jedem Jahr keinen oder nur wenig Erfolg damit habe und dies als Anreiz nehme, es immer wieder von neuem zu versuchen, wie Basilikum z.B. Andere wiederum weil wir sie gerne essen, und weil sie einfach anzubauen sind, wie Stielmus z.B. Irgendwo dazwischen sind Schlangengurken anzusiedeln. Die Kinder lieben sie, und sie bringen, wenns gut laeuft, viel Ertrag (soweit ich mich erinnere, war unser hoechster Ertrag an einer veredelten Schlangengurke etwas ueber 20 Gurken).

Unsere Erfahrungen in den vergangenen Jahren waren allerdings recht gemischt. Zu Beginn der Saison klappt alles super, die ersten Schlangengurken sind schnell reif und werden mit Heisshunger verspeist. Dann, nach einigen Wochen, merkt man unseren Pflanzen in jedem Jahr an, dass etwas nicht stimmt. Die ersten Blaetter verfaerben sich gelblich und welken. Dann geht es Schlag auf Schlag. Innerhalb kuezester Zeit ist der Schlangengurkentraum ausgetraeumt. Es bleibt nur noch ein verwelkter kuemmerlicher Haufen Gruenzeugs uebrig, viel zu frueh im Jahr. Woran mag das liegen? Den Rest des Eintrages lesen »

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Ich war so wagemutig und wollte mich an wirklich fortgeschrittenen Gartentechniken versuchen. Hatte mir ein Tuetchen Schlangengurken und die dazu passende Gurkenunterlage im Fruehjahr besorgt und wollte doch wirklich meine eigenen veredelten Schlangengurken basteln. Die fuenf Euro pro Gurke im Gartencenter wollte ich einsparen. Ich denke mal, daraus ist nichts geworden. Dabei sah das doch auf der Packung recht einfach aus. Gurken aussaehen, drei Tage spaeter die Kuerbissamen einweichen und ebenfalls aussaeen. Zwei Wochen warten, dann die Gurke und den Kuerbis einschneiden und mittels der mitgelieferten Baendchen aneinander befestigen.

Da muss mir etwas schief gelaufen sein. Die Gurken sind prima gewachsen. Auch die Kuerbisse. Nur hatten die letzteren ueberhaupt keinen Stiel, an dem ich haette abschneiden koennen. Die Blaetter folgten so dicht aufeinander, da war nichts zum Einschneiden und Verbinden. Was habe ich also gemacht? Klar, gewartet und immer schoen feucht gehalten in der Hoffnung, die Kuerbisse wuerden doch noch einige Zentimeter wachsen, damit ich zur Tat haette schreiten koennen. Sind sie aber nicht. Auch jetzt nach bestimmt vier oder fuenf Wochen ist da immer noch kein Stiel, den ich haette einschneiden koennen. Dabei soll die Veredelung gemacht werden, wenn die ersten echten Blaetter 2 bis 3 Zentimeter lang sind. Meine Gurken haben jetzt schon das dritte Blattpaar und die Blaetter sind auch reichlich groesser als einige Zentimeter. Das wird wohl nichts mehr werden.

gurken-veredelnIch bin und bleibe wohl immer ein Gartenlaie. Diese beiden Pflaenzchen lassen sich nicht mehr veredeln. Anfaengerfehler eben.

Ich meine, die Beschreibung auf der Packung war ja ganz aufschlussreich. Ich habe aber noch einen Fehler begangen, den ich mir selbst zuschreiben muss. Selbst wenn da irgendetwas wie ein Stiel gewesen waere, den ich zur “Ablaktion”, so nennt man diesen Vorgang naemlich, haette benutzen koennen, ich haette trotzdem keinen Erfolg gehabt. Ganz einfach deswegen, weil ich die Unterlage und die Gurke in verschiedene 10 Zentimeter Toepfchen gelegt habe. Beim allerbesten Willen, so weit haette ich die beiden Pflaenzchen nicht zueinanderziehen koennen. Ich nehme an, beide in einem Toepfchen waere die bessere Loesung gewesen. Haette man mir doch nur einen Hinweis auf die Packung gedruckt.

Oder noch besser, ich haette mich einmal bei Youtube umgesehen. Da gibt es naemlich ein tolles Video, wie man es richtig macht, inclusive der spaeteren Kultur im Gewaechshaus.

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