Archiv für die Kategorie: “Neues Haus”


Herbstzeit ist Pflanzzeit. Jedenfalls fuer Baeume und Straeucher. Was jetzt noch in die Erde kommt hat noch Zeit, ein paar Wurzeln zu bilden und kann im naechsten Jahr voll durchstarten. So moechte auch ich diesen Herbst nutzen und noch schnell so einiges an nuetzlichen Pflanzen in die Erde bringen. Weitere Obstbaeume kommen leider erst in einigen Tagen. Die habe ich mir wieder in einer renommierten Baumschule bestellt, wo sie nach Terminabsprache frisch fuer mich vom Feld geholt werden. Was ich aber schon mal pflanzen kann, sind einige Wildobststraeucher. Da gibt es naemlich hinten am Ende unseres Grundstuecks noch viel ungenutzte Flaeche, die mich schon seit unserem Einzug vor fast zwei Jahren stoert. Den Rest des Eintrages lesen »

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Was waere die Hobbygaertnerwelt ohne meinen Forschergeist? Was waere die Hobbygaertnerwelt ohne meinen eisernen Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen, nichts als gottgegeben hinzunehmen, alles zu hinterfragen und selbst zu ueberpruefen. Die Welt der Hobbygaertner waere verloren, hoffnungslos. :)

Frueher haben mich die Maden nicht gestoert, oder gab es keine?

Da sind wir doch seit letztem Jahr, nach unserem Umzug ins neue Heim, stolzer Besitzer eines recht grossen Suesskirschenbaumes. Was haben wir uns im vergangenen Jahr auf leckere Kirschen gefreut. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, als wir bei einem meiner Onkel immer im Kirschbaum sassen und Kirschen assen. Genau dieses Gefuehl wollte ich wieder haben, mich in meine Kindheit zurueckversetzen und mal wieder fuer kurze Zeit der sein, der ich einmal war. Ich habe dabei die Rechnung ohne ein paar Dutzend Jahrzehnte gemacht, die mich gepraegt haben. Denn, als die Kirschen reif waren, mussten wir leider schnell feststellen, dass da nicht viel zu holen war. Kaum eine, ich wuerde sogar sagen, keine einzige Kirsche, die nicht von einer dieser netten Kirschfruchtfliegen Besuch hatte, die eine dieser unheimlich netten kleinen weissen Maden hinterlassen haette. Als Kind hat mich das nicht gestoert. Ich habe es vielleicht auch nicht gewusst, oder meine Eltern haben es mir nicht gesagt. Jedenfalls kann ich mich an keine einzige Made in einer Kirsche erinnern. Heute, viele Jahrzehnte spaeter, fiele es mir im Traum nicht ein, auch nur eine einzige Kirsche anzuruehren, bei der ich nicht hundertprozentig sicher bin, dass sie keine Made enthaelt, sei sie auch noch so klein.  So hat sich mein “Kirsch-Kindheitstraum” leider in Luft aufgeloest.

Die Versuchsanordnung

In diesem Jahr wollte ich es besser machen. Die Industrie bietet doch fuer so gut wie jeden Gartenbewohner, der da nichts verloren hat, irgendein Mittelchen an, mit dem man so gut wie jedem Schaedling das Leben schwer machen kann. So auch fuer Kirschfruchtfliegen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Heute geht’s um Technik. Um Technik, die begeistert. Um Technik, die auf der Welt ihresgleichen sucht. Ein Erlebnis, welches man auf gar keinen Fall verpassen darf und unbedingt erlebt haben muss. Dass diese Technik nun auch mit Garten in Zusammenhang zu bringen ist, versteht sich auf meinem Blog von selbst. Ich habe mir naemlich ein neues, oder besser gesagt ein gebrauchtes Gartengeraet ueber EBay gekauft, von dem ich eigentlich nicht wusste, dass es mir ueberhaupt fehlt. Seit es aber in meinem Schuppen steht, kann ich mir kaum noch vorstellen, wie ich jemals unseren Garten habe bewirtschaften koennen, ohne das beste und nuetzlichste, das simpelste und das wertvollste Gartengeraet zu besitzen. :) Den Rest des Eintrages lesen »

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Unglaublich, solche Temperaturen und so viel Sonnenschein im April. Das laedt doch foermlich dazu ein, die “Sommer-draussen-Saison” einzulaeuten. Dazu noch Ostern, was will man mehr. Zufaellig hatte ich auch noch ein paar Flaschen Bier herumstehen (das ist ziemlich selten). Aber so ab und zu goenne ich mir nach einem harten Tag im Garten eine Flasche Bier. Genau das haben wir auch gestern abend gemacht. Die Kinder im Bett, endlich Ruhe (bis auf die Nachbarn mit ihrer Geburtstagsfeier). Einen gemuetlichen Stuhl hervorgeholt, einen weiteren um die Fuesse abzulegen, neben uns ein kleines Tischchen, darauf die Flasche Bier, keine Wolke am Himmel, nur die Sterne funkelten und natuerlich die Flugzeuge, die ueber unser Dorf gelegentlich im Anflug auf Duesseldorf Airport kreisen. Wir waren eigentlich noch bei der ersten Flasche Bier, an unserer Geistesverfassung kann es also nicht gelegen haben, als wir ploetzlich einen Schatten vom Garten kommend ueber unseren Hof flitzen sahen. Fuer eine Katze zu klein, fuer eine Maus zu gross. Klar, auch in uns stecken kleine Entdecker (wir verbringen vielleicht zu viel Zeit mit den Kindern), und so mussten wir der Sache auf den Grund gehen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Es ist doch irgendwie in jedem Jahr dasselbe. Spaetestens Mitte November ist im Garten nichts mehr zu tun. Es ist zu kalt, zu nass, es waechst nichts mehr und uns Gaertnern bleibt nichts anderes uebrig, als uns in die eigenen “Vier Waende” zu verkriechen, Gartenbuecher zu lesen, Plaene zu schmieden und die Bilder der vergangenen Saison wehmuetig zu betrachten. Es folgen Monate des Gaertnergrauens. Schnee, Eis, Wind und Sturm, alles andere als einladende Umstaende, sich im Garten zu schaffen zu machen.

Dann, mal etwas frueher, mal etwas spaeter sehen wir die ersten Sonnenstrahlen. Die Tage werden wieder laenger, die ersten zweistelligen Temperaturen lassen sich am Thermometer ablesen, und wir Gaertner koennen es kaum erwarten, endlich wieder im Garten zu schuften, Saaten in die Erde zu bringen, Kartoffeln zu legen oder den ersten Besuch im Gartencenter einzuplanen. Aber es ist noch nicht so weit. Es vergehen noch Wochen, bis wir wirklich wieder loslegen koennen. Das ist des Gaertners schlimmste Zeit im Jahr. Da hilft es auch nicht, auf der Fensterbank Tomaten oder Paprika zu saeen, da hilft es auch nicht Pflaenzchen zu pikieren oder das letzte Laub aus dem vergangenen Jahr aufzurechen. Dieses Warten kann einen Kirre machen. Es kribbelt in den Fingern. Es muss endlich losgehen.

Jedenfalls geht es mir so. Das fruehe Fruehjahr ist die schlimmste Zeit. Morgens ist der Boden noch gefroren, fuer´s Rasenmaehen ist es noch zu frueh, Hecken schneiden macht noch keinen Sinn, Umzugraben oder gar den Einachser rauszuholen macht ebensowenig Sinn. Des Gaertners Leben beschraenkt sich auf die wenigen winzigen Pflaenzchen, die in Anzuchtkisten auf der Fensterbank schier endlos langsam vor sich hin wachsen.

Jetzt aber ist es beschlossene Sache. Der Winter ist vorbei. Jedenfalls in unserer Gegend. Und dabei haben uns die Kinder der hiesigen Grundschule geholfen. Und das wirklich tatkraeftig und vor allen Dingen laut. Altweiberfastnacht. Das muss in der Schule gefeiert werden. Ich bin ja kein Karnevalsjeck. Nie gewesen. Ich bin zwar eingefleischter Rheinlaender, aber mit Karneval habe ich nun rein gar nichts am Hut. Ist eines der Feste, mit denen “man mich jagen kann”. Am liebsten ginge die ganze Karnevalschose an mir vorueber, ohne dass ich auch nur einen einzigen Jecken gesehen habe, ohne dass ich auch nur eine einzige Minute Karnevalssitzung in der Glotze miterleben musste (das ist schon wirklich schwer in diesen Zeiten).

Fuer die Kinder aber ist Karneval eine tolle Sache. Ausbrechen aus der Schulroutine, endlich mal in eine andere Rolle schluepfen, endlich mal nach Herzenslust Krach machen und endlich mal, als Erwachsener wuerde man sagen, “die Sau raus lassen”. So gibt es hier im Nachbardorf, wo sich die Grundschule befindet, in jedem Jahr einen kleinen Altweiberumzug. Alle Schueler ziehen mit ihren Kostuemen und mit Krachmachern aller Art ins naechste Dorf und treiben mit ihrem Getoese und Radau den Winter aus. Winter, “mach dich vom Acker”, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben die Nase voll. Wollen endlich wieder mit T- Shirt herumlaufen, wollen endlich wieder im Garten mit Wasser spritzen, wollen endlich wieder “richtig leben”.

Der weisse am Ende des Filmes ist einer von meinen Soehnen. Der wollte unbedingt Mumie werden. Ich habe ihm ein Kostuem geschneidert. Die anderen meinten, er saehe aus wie Batman in Unterwaesche.

Manchmal wuenschte ich, ich koennte noch mal Kind sein und von vorne anfangen.

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