Archiv für die Kategorie: “Tiere”


Da faellt mir doch gerade auf, dass es mir total durchgegangen ist, unsere beiden neuen Mitbewohner vorzustellen. Der eine ist maennlich, vornehmlich weiss, mit einer schwarzen Schnauze, schwarzen Augen, einem schwarzen Band auf dem Ruecken und einigen schwarzen Flecken auf den Seiten. Die andere ist schwarz mit einem silbrigen Einschlag, der sich in der Zukunft noch verstaerken soll. Der erste hoert auf den namen Kanini, die zweite auf den Namen Stupsi. Haben sich jedenfalls die Kinder so ausgedacht. Es handelt sich dabei allerdings nicht, wie man vielleicht vermuten koennte, um zwei neue Geschwisterchen (dafuer fehlt uns auch die Zeit :) ). Nein, es sind die Kaninchen, die wir den Soehnen beim Einzug in unser neues Haus versprochen haben. Den Rest des Eintrages lesen »

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Bisher ueberwiegen die Vorzuege des Landlebens bei weitem. Die frische Luft, die Ruhe, die Natur. Es gibt aber auch immer wieder Dinge, die einen in die Verzweiflung treiben koennen. Es sind eher die Kleinigkeiten, die einem den allerletzten Nerv rauben koennen. Da war es doch in den letzten Tagen ziemlich heiss hier. Schon fast unertraeglich heiss. Kaum ein Luftzug, kaum eine Erfrischung. Tagsueber war an ein Arbeiten im Freien unter der brennenden Sonne nicht zu denken. Es war am besten, gar nicht hinaus zu gehen und den gesamten Tag in den “vier Waenden” zu verbringen, wo es wenigstens ein klein wenig kuehler war als draussen. Wenn es da nur nicht diese elenden Viecher geben wuerde. Ganz besonders an den wirklich heissen Tagen. Ich meine die Stubenfliegen. Junge, was haben wir mit diesen Viechern gekaempft. Keine Ahnung, wo die auf einmal alle herkamen. In Heerscharen sind sie in die Wohnung gestroemt, als ob alle Stubenfliegen in weitem Umkreis auch auf der Suche nach ein wenig Abkuehlung gewesen waeren. Kaum liegt man auf der Couch und will ein wenig vor sich hin doesen, da kann man sicher sein, es dauert keine Minute und die ersten Fliegen haben sich gerade die Nase oder die Augen ausgesucht, um dort nach irgendetwas Fressbarem zu suchen. Diese Viecher treiben einen in die Verzweiflung. Ein Summen hier, ein Summen dort, ein Kribbeln hier, ein Kribbeln dort. Die eine zieht ihre Kreise um die Ohren, die andere um die Nase. Wieder andere landen auf dem grossen Zeh und wieder andere meinen, auf der nackten Brust waere der richtige Platz zum Mittagessen oder fuer ein Nickerchen. Anfangs haben wir sie immer wieder verscheucht. Die sind nur so hartnaeckig. Kaum wieder im Flug kann man davon ausgehen, dass sie nach der naechsten Schleife an genau demselben Platz wieder landen. Erst nach wiederholtem Verscheuchen kapieren sie dann, dass sie nicht erwuenscht sind und suchen sich einen anderen Ort aus, an dem sie genauso wenig gerngesehen sind. An ein Nickerchen oder einen ruhigen Schlaf unsererseits war da nicht zu denken.

Erste Reaktion war der Kauf einer Fliegenklatsche. So verbringen wir jeden Tag viel Zeit damit, die Fliegen aus der Wohnung zu befoerdern. Tot oder lebendig. Hunderte haben schon dran glauben muessen. Verdammt noch mal, ich habe auch noch anderes zu tun als zu versuchen, die Gattung Stubenfliege auszurotten. Und wenn man meint, man haette sie alle erwischt, dann kommen, wie aus dem Nichts, wieder neue dazu. Da hilft kein geschlossen halten der Tueren, da hilft kein Muelleimer nach draussen stellen, da hilft kein Bruellen und kein Schreien, da hilft kein Aergern und kein Toben. Gutes Zureden genausowenig wie das Drohen mit dem Sensenmann. Die Viecher stoert es einfach nicht. Die Welt ist so gross, und gerade hier muessen sie sich heimisch fuehlen.

Zweite Reaktion war der Kauf eines Fliegenfaengers. Diese klebrigen Fliegenfaenger die wie ueberdimensionale Luftschlagen aussehen. Nexa Lotte Fliegenfaenger. Wir haben wirklich geglaubt, wir koennten unser Fliegenproblem damit in den Griff bekommen. Es scheint aber, die Evolution hat diesen Viechern schon beigebracht, sich davon fern zu halten. Der Erfolg ist naemlich so gut wie gleich null. Die wenigen Fliegen die kleben geblieben sind, muessen betrunken gewesen sein. Irgendeine Lockwirkung konnten wir nicht feststellen. Da erschlage ich in einer halben Stunde mehr Fliegen als unsere drei Fliegenfaenger in einer ganzen Woche fangen. Ein Reinfall.

So verbringen wir jeden Abendgeraume Zeit mit der Fliegenjagd. Und doch werden es nicht weniger. Ist das eine hartnaeckige Spezies.

Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass auch die Fliegen einen positiven Nutzen in unserer Familie haben. Wenn meine Frau gestresst von einem verlorenen Arbeitstag nach Hause kommt, dann bekomme mal ausnahmsweise nicht ich die Pruegel ab. Sie nimmt sich die Fliegenklatsche, und laesst ihre Wut erst einmal an diesen Viechern aus. Ich sollte ihnen dankbar sein.

Ich muss leider aufhoeren und noch die letzten Fliegen erschlagen. Ich will wenigstens ruhig schlafen.

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Ich bin ja nicht besonders zimperlich, wenn es ums Essen geht. Es muss keine Sternekueche sein. Mir reicht auch eine gut buergerliche Kueche. Ausser Rosinen kann so ziemlich alles auf meinem Teller landen, was in Mitteleuropa Gang und Gaebe ist. Auch bei den Koestlichkeiten anderer Laender sage ich selten “nein”. Ganz im Gegenteil. Solange es sich mit meinem Verstaendnis von Nahrungsmittel in Einklang bringen laesst, bin ich nicht abgeneigt, auch mal in andere Toepfe zu schauen. Bei einer Sache hoert allerdings alles auf. Und das sind Insekten und deren verschiedene Lebensformen. Denen kann ich nichts abgewinnen. Die gehoeren nicht auf meinen Teller und auch nicht in meinen Magen.

Was uns aber da am Kirschbaum herangereift ist, ist wirklich nicht mehr schoen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Jeder Mensch hat wohl so seine Eigenheiten. Das macht uns Menschen ja auch symphatisch (die meisten wenigstens). Und so habe auch ich meine Eigenheiten. Und derer nicht zu knapp. Mir wuerde zum Beispiel im Leben nicht einfallen, freiwillig in die Gondel einer Achterbahn einzusteigen, einen Lolly zu lutschen oder eine Rosine zu essen. Ich werde mich auch hueten, jemals in meinem Leben eine Pauschalreise zu unternehmen, und ich habe auch kein Talent dafuer, Daten von Geburtstagen, Feiertagen, Hochzeitstagen, Kennenlerntagen, Erster-Kuss-Tage oder sonstwas in der Richtung in meinem Kopf zu behalten. Da ist einfach kein Platz dafuer. Und auch bei meiner Kleidung bin ich etwas eigen. Mir kaeme es zum Beispiel niemals in den Sinn, ein T-Shirt zu tragen. Nicht mal in meiner Jugend kann ich mich erinnern, jemals eines angehabt zu haben. Das gleiche gilt fuer Sandalen. Aber das allerwichtigste an meiner Kleidung ist die Kopfbedeckung. Dass ich mich freiwillig ausser Haus ohne Kopfbedeckung sehen lasse, das ist schon aeusserst selten. Da muss schon Weihnachten und Neujahr auf einen Tag fallen, damit dieser Fall einmal eintritt.

Entweder ich habe meine Wollmuetze auf dem Kopf, ein Modell, das ich in meiner Jugend selbst entworfen habe und das mir seitdem ans Herz gewachsen ist. Lange vor der Zeit als solche, meine Mutter sagt immer Eierwaermer dazu, in Mode kamen hatte ich schon so eine Muetze in einem scheusslichen hellen Braun, das so zeitlos ist, dass sie sich in ihrer Farbe und ihrer Machart jedem Modetrend krampfhaft widersetzt hat.

In den letzten Jahren sind auch Kappen verschiedenster Machart dazu gekommen. Eine winzige Konzession an meine Frau die sich nie so ganz wohl neben mir fuehlt, wenn ich meine einzigartige Wollmuetze auf dem Kopf trage.

Aber kommen wir zurueck zu unserem Landleben. Eben war ich wieder auf der Wiese und habe mit unserem “Spielzeugrasentrimmer” der nicht enden wollenden Flut von Grashalmen ein wenig Einhalt bieten wollen. Und als ich so mit dem Trimmer in Gedanken verloren mit den Grashalmen kaempfe, mich muehsam durch das schon fast kniehohe Gruen vorarbeite, eine Spur von niedergemetzelten Pflanzen hinter mir lassend, da merke ich, das mir irgend etwas auf meine Kappe faellt. Einfach so aus heiterem Himmel. Da steht kein Baum, keine Ueberlandleitung, einfach nichts. So hoch fliegen die Grashalme doch nicht beim Trimmen. Was ist mir da wieder in die Fadenspule geraten? Vielleicht habe ich ja eine dieser schleimigen Gesellen aufgewirbelt, und dieser ist dann fein zerstueckelt auf meiner Kappe gelandet. Ich ziehe die Kappe ab und muss feststellen, dass keine Schnecke der Urheber war. Irgendso ein Vogel hat mitten auf meine “kostbare” Kappe ……. Sie wissen schon was.

Gott im Himmel. Ist die Welt nicht gross genug, um sein Geschaeft zu erledigen? Wieviele Tausend Quadratkilometer Erdoberflaeche gibt es denn auf der so ein Vogel unbemerkt und unbedenklich seine Hinterlassenschaften fallen lassen kann? Muss das nun gerade mitten auf unserer Wiese auf meiner Kappe passieren? Und jetzt so ein haesslicher schwarzer glibbriger Klecks mitten auf meiner Kappe. Da verstehe ich nun wirklich keinen Spass mehr. Jacke, Hose, Schuhe, alles kein Problem. Aber meine Kopfbedeckungen sind mir heilig. Diese als Abort zu missbrauchen, das finde ich nun wirklich nicht mehr lustig.

Ich konnte nicht einmal den Uebeltaeter ausfindig machen. Als ich gen Himmel schaue ist da nichts. Weit und breit kein Vogel, einfach gar nichts was dafuer verantwortlich sein koennte. Der haette ja wenigstens so aufrichtig sein koennen, sich mir zu zeigen. So ein hinterlistiges Federviech.

Scheiss Landleben. :)

von_vogelscheisse_getroffen

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Seit Wochen basteln wir ja schon an unserem Huehnerstall herum. Plan war, einen der Pferdestaelle in einen Huehnerstall umzubauen. Es macht keinen Sinn, einen neuen zu bauen, wenn wir doch schon genuegend Gebaeude auf unserem Grundstueck haben. Nun war der Pferdestall eigentlich viel zu gross fuer eine Hand voll Huehner. So haben wir uns aufgrund eines Hinweises aus dem Huehnerforum, in dem wir einen Thread gestartet haben, dazu entschieden, den Stall einfach in zwei Haelften zu teilen.

huehnerstall-im-pferdestall

Der eine Teil dient den Huehnern als Unterkunft, der andere dient uns als Lagerraum und auch als Zuschauertribuene. Dazu haben wir naemlich keine solide Holzwand eingebaut, sondern eine Wand aus Holzlatten auf denen wir Kaninchendraht festgetackert haben. Den Rest des Eintrages lesen »

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