Archiv für die Kategorie: “Verarbeitung und Zubereitung”


Niemand soll hier annehmen, im Winter gaebe es im Garten nichts zu ernten. Keineswegs. Neben Moehren, die noch zu Hunderten in der Erde auf ihr Ende warten, gibt es auch noch Wurzelpetersilie (mit der hier aber niemand wirklich etwas anzufangen weiss). Es beschraenkt sich auch nicht nur auf von weissen Fliegen bewohnten Gruenkohl oder von Laufenten zerschnabbelten Rosenkohl. Ich haette noch Lauch und Rote Bete anzubieten. Rettich und Ulmer Ochsenhoerner habe ich auch noch im Angebot. Obwohl, bei letzteren bin ich mir nicht mehr sicher, ob sie noch geniessbar sind. Die letzten, die wir von ihnen verarbeiten wollten, waren holzig.

Eine Gemueseart habe ich aber noch, auf die ich besonders stolz bin. Das sind Pastinaken. Hatten wir im letzten Jahr zum ersten Mal versucht. Ehrlich, ich hatte mir nicht sonderlich viel Erfolg versprochen. Bei Moehren haben wir uns schon damit abgefunden, dass ohne ein Gemueseschutznetz nichts geht. Diese haesslichen kleinen Moehrenfliegen machen uns sonst einen Strich durch die Rechnung. Pastinaken gehoeren, wie Moehren, zu den Doldenbluetlern, warum sollten die Fliegen also, nachdem sie bei den Moehren, die durch ein Netz geschuetzt waren, nicht unverrichteter Dinge weiter zu den Pastinaken wandern? Aber einen Versuch war es ja wert. Den Rest des Eintrages lesen »

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Wenn ich doch nur nicht alles ausprobieren muesste! Was wuerde mein Leben ruhig und friedlich ablaufen, wenn mir nicht immer wieder neue Projekte in den Sinn kaemen, ohne die es sich, ganz nuechtern betrachtet, viel einfacher leben liesse.

Wir haben doch vor einigen Tagen sieben Kaninchen schlachten lassen. Jetzt bestehen die natuerlich nicht nur aus Fleisch und Knochen, sondern besitzen ja auch noch ein Fell. Und wer so ein richtiger “Moechtegern-Selbstversorger” werden will, der kann solche Felle natuerlich nicht einfach entsorgen. Dafuer sind sie doch viel zu schade. Tierfelle kann man doch gerben oder gerben lassen. Waere doch viel zu schade, diese Moeglichkeit ungenutzt zu lassen. Als “Moechtegern-Selbstversorger” traegt man natuerlich heutzutage auch selbst hergestellte Kleidung. Das ist jawohl das Mindeste, was von einem erwartet wird ;) .

Ein richtiger “Moechtegern-Selbstversorger” stellt natuerlich auch seine Kleidung selbst her. ;)

Jetzt habe ich immer noch keine Wiese gefunden, um mir eigene Schafe zu halten, meine Versuche, Baumwolle im Garten anzubauen sind auch nicht allzuweit gediehen, und zum Hanfanbau im Garten moechte ich mich, aus verstaendlichen Gruenden, nicht aeussern. Dann muss ich wohl auf meine Kaninchenfelle ausweichen. Selbst wenn es sich nur um sieben Felle handelt, fuer eine neue Muetze oder ein paar warme Schluppen fuer meine Frau sollte es aber reichen.

Dazu habe ich mir vom Schlachter die Felle aufheben lassen. So stand ich also hier, eine Tuete mit ziemlich blutverschmierten Kaninchenfellen in der Hand und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Den Rest des Eintrages lesen »

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So ist das eben beim Hobbygaertnern. Manchmal hat man Erfolg, manchmal auch nicht. Wobei sich das auch von Jahr zu Jahr aendern kann. Was in einem Jahr gut geht, entwickelt sich im naechsten zum Desaster. Damit muss man leben. So ist es uns in der vergangenen Saison mit Gruenkohl ergangen. Ich hatte zur Abwechslung eine Sorte ausgesucht, die vielleicht nicht ganz alltaeglich ist. Gruenkohl der Sorte “Friesische Palme

So ist das nun mal. In einem Jahr laeuft alles glatt, im naechsten eben nicht.

Das Saatgut stammt von Dreschflegel. Die Anzucht problemlos, und auch ohne grosses Zutun meinerseits haben sich daraus im Garten recht stattliche Gewaechse gemacht. Das sah alles recht positiv aus. Bis ich eines Herbsttages im letzten Jahr mal wieder meinen Gruenkohl inspiziert habe. Mit ziemlichem Schrecken musste ich feststellen, dass auf fast allen Blaettern auf der Unterseite kleine weisse Fliegen ihr Unwesen trieben. Ich brauchte die Pflanzen nur kurz anzustupsen, schon stieg eine Wolke winzig kleiner weisser Insekten auf, die sich nach kurzer Zeit wieder auf den Blaettern niederliessen. Baeh, das sah eklig aus. Den Rest des Eintrages lesen »

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Eigenlich wollte ich so eine Art Lehrfilm ueber das fachgerechte Schlachten von Kaninchen drehen. Bei meinen vielen Filmen hat sich naemlich im vergangenen Jahr herausgestellt, dass einer in der Popularitaet ganz weit vorne liegt. Nicht etwa mein Film ueber unsere “Weizenernte” oder mein Film, in dem ich “Essbare Blueten” probiere, zwei die mir ganz besonders Spass gemacht haben. Nein, von allen Filmen, die ich gemacht habe, liegt der, in dem es ums Schlachten von Kaninchen geht, weit an der Spitze. Offensichtlich herrscht ein grosses Interesse an diesem Thema. Aus welchen Gruenden auch immer.

Ein “moechtegern” Dokumentarfilmer

Ich hatte mit dem Metzger gesprochen. Er hatte keine Probleme damit, wenn ich waehrenddessen filme und Fotos mache. Ich haette also loslegen und einen wirklich aussagekraeftigen Film zu diesem Thema machen koennen. Ich sah mich schon als erfolgreichen Dokumentarfilmer die Leinwaende der Welt erobern. ;) Es kam dann aber doch alles ein klein wenig anders, als geplant, wie vor einigen Tagen berichtet. Bei all dem Metzgerhandwerk sind meine Kaninchen naemlich voellig untergegangen. Ich habe die Videokamera zwar mitlaufen lassen und auch ein Kaninchen auf seinem Weg aufgenommen, aber so wirklich das, was ich mir vorgestellt hatte, ist doch nicht draus geworden. In der Metzgerei herrschte naemlich Hochbetrieb. Da war fuer grosse Erklaerungen und Vidoaufnahmen keine Zeit.

Ein Profi weiss, wie man es richtig macht.

Ganze vier Minuten hat es gedauert, bis so ein Kaninchen kuechenfertig vorbereitet war. Von dem Moment an, an dem das Kaninchen aus der Transportkiste geholt wurde, bis zu dem Moment, als es abgezogen und der Innereien beraubt am Haken hing. Den Rest des Eintrages lesen »

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So manch eine Gemuesesorte waechst im Garten, ohne dass man auch nur einen Finger dafuer krummmachen muss. Einmal ausgesaet, sind sie Selbstlaeufer. Dazu gehoeren z.B. Stielmus und Mangold. Keine Schaedlinge, kein Problem. Dann gibt es wieder andere, bei denen muss man schon ein wenig nachhelfen, um eine vernuenftige Ernte einfahren zu koennen. Da fallen mir Bohnen oder aber Zwiebeln ein. Es gibt aber noch eine dritte Gruppe, an denen koennten wir glatt verzweifeln. Dazu zaehlen Blumenkohl, fuer den wir bis zur ersten vernuenftigen Ernte Jahre gebraucht haben, Lauch, bei dem ohne Netzabdeckung nichts geht oder aber auch Rosenkohl.

Kein Jahr ohne Rosenkohl

Wenn ich mich recht erinnere, dann haben wir es in keinem Jahr ausgelassen, Rosenkohl anzubauen. Der schmeckt einfach koestlich und bringt im Winter das ein oder andere Vitamin auf den Teller. Aber mit dem Anbau haben wir noch nie so richtig Erfolg gehabt. Den Rest des Eintrages lesen »

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