Archiv für die Kategorie: “Versuche”


Da faellt mir doch gerade auf, dass es mir total durchgegangen ist, unsere beiden neuen Mitbewohner vorzustellen. Der eine ist maennlich, vornehmlich weiss, mit einer schwarzen Schnauze, schwarzen Augen, einem schwarzen Band auf dem Ruecken und einigen schwarzen Flecken auf den Seiten. Die andere ist schwarz mit einem silbrigen Einschlag, der sich in der Zukunft noch verstaerken soll. Der erste hoert auf den namen Kanini, die zweite auf den Namen Stupsi. Haben sich jedenfalls die Kinder so ausgedacht. Es handelt sich dabei allerdings nicht, wie man vielleicht vermuten koennte, um zwei neue Geschwisterchen (dafuer fehlt uns auch die Zeit :) ). Nein, es sind die Kaninchen, die wir den Soehnen beim Einzug in unser neues Haus versprochen haben. Den Rest des Eintrages lesen »

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Sicher gibt es verschiedene Moeglichkeiten, im Hobbygarten Erdbeeren zu kultivieren. Die einen schwoeren auf eine wild wuchernde Erdbeerwiese, die anderen pflanzen in Reihe und mulchen um die Erdbeeren herum dick mit Stroh. Ich moechte heute einmal unsere Methode vorstellen, mit der wir in den vergangenen Jahren durchweg gute Erfahrungen gemacht haben. Bei der Pflanzung ist zwar ein wenig mehr Aufwand zu betreiben (und ein wenig mehr Geld auszugeben), dafuer ist der Pflegeaufwand in den naechsten Jahren erheblich geringer. Den Rest des Eintrages lesen »

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So wirklich grossen Erfolg hatten wir mit Tomaten nie. In keinem der Jahre sind wir von Krankheiten verschont geblieben, in keinem der vergangenen Jahre haben wir es geschafft, unsere Tomaten konsequent auszugeizen, und der Geschmack hat uns auch nie so wirklich voll und ganz ueberzeugt. Entweder wir waren uns nicht sicher bei der Menge an Duenger oder hatten Probleme, das richtige Mass Giesswasser zu finden. Also gar kein so einfaches Gemuese. Klar, die gekauften aus dem Supermarkt sind oft haarstraeubend im Geschmack. Erst letztens habe ich welche aus dem Markt mitgebracht, die schmeckten nicht nur nach nichts, sie schmeckten sogar wirklich schlecht, so dass ich sie nicht einmal kleingeschnitten im Salat essen mochte. Aber diese wollen wir auch nicht als Mass anlegen. So einen wirklich tomatigen Tomatengeschmack haben wir noch nie an einer von uns geernteten Tomate erlebt. (Oder vielleicht legen wir die Messlatte einfach zu hoch).

Und doch, wir versuchen es in jedem Jahr erneut. So auch in diesem Jahr. Allerdings in sehr kleinem Massstab. Nicht wie im letzten Jahr, in dem wir so viele Tomaten ernten konnten, vor allen Dingen bei der Sorte De Berao, dass wir immer noch reichlich eingemachte Tomatensosse im Keller stehen haben und problemlos noch ein weiteres Jahr ohne Tomatensosse herstellen zu muessen auskaemen. Vier Pflanzen wachsen dieses Jahr im kleinen Garten, den wir auf der Wiese angelegt haben, einige weitere wachsen in Toepfen neben dem Huehnergehege. Diese beiden Standorte und Bedingungen wollen wir einmal vergleichen.

Die Tomaten in den Toepfen sehen scheusslich aus. Sie haben kaum Blattwerk gebildet, sehen gelblich und verblichen aus und machen keine Freude. Bedenkt man die ganze Arbeit mit dem taeglichen Giessen, kann man diese Methode nicht als Erfolg bezeichnen. Geduengt haben wir sie mit einem Duengestaebchen fuer Tomaten von Compo. Eines mit in den Topf gesteckt und gehofft, es wuerde reichen. So ganz gereicht wird es aber wohl nicht haben. Sie tragen zwar einige Tomaten, die aber klein sind.

Ganz im Gegensatz dazu die vier Tomaten hinten im Garten. Die Sorten sind die gleichen. Alle Pflanzen stammten aus dem Baumarkt (uns fehlte die Zeit selbst welche heranzuziehen) und waren mit dem Zusatz “freilandtauglich” gekennzeichnet. Unser Stueck Garten auf der Wiese haben wir erst wenige Tage vor der Pflanzung in Gartenland verwandelt. Vorher diente es als Pferdewiese. Umso erstaunlicher, wie gut diese vier Pflanzen gewachsen sind. Viele kraeftige und satt gruene Blaetter, eine Unmenge an langsam reifenden Tomaten die alle um einiges groesser sind als die Tomaten an den Pflanzen in Toepfen. Eine Freude anzuschauen, jedenfalls bis zum heutigen Tag. Und dabei haben sie, ausser einige Male unseren selbst angesetzten Komposttee, keine weiteren Duengergaben bekommen. Wie uebrigens der gesamte Garten nicht. Die Tomaten zeigen keine Anzeichen von Krankheiten und wachsen weiterhin kraeftig. Das alles ohne Regenschutz auf offener Wiese. An den gewaehlten Sorten kann es nicht liegen. Diese sind, wie gesagt, gleich. Ob es an dem Komposttee liegt, wer weiss.

Wir sehen nur, dass auch andere Pflanzen sehr gut gedeihen. Wir konnten einige stattliche Blumenkohlkoepfe ernten. Spitzkohl ist auch schon abgeerntet und hat einen ordentlichen Ertrag eingebracht. Ganz besonders unsere Rote Beeten sind eine wahre Freude anzusehen. Kein krankes Blatt. Einige haben bestimmt schon mehr als 15 Zentimeter Durchmesser erreicht. Auch der Mais und die Bohnen wachsen so gut, wie wir es in den vergangenen Jahren noch nicht erlebt haben.

Ich denke mal, neben unserem Komposttee wird es an der wesentlich besseren Gartenerde liegen die uns hier zur Verfuegung steht. Nicht umsonst ist unsere Gegend bekannt fuer seine ueppige Landwirtschaft. Das macht Hoffnung. Im naechsten Jahr, wenn wir, so Gott will, um einiges mehr Anbauflaeche zur Verfuegung haben, wird sich zeigen, ob wir mit der Vermutung richtig liegen.

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Was ist eigentlich aus unseren Kueken geworden? Tja, das ist so eine Sache. Wir haben uns wirklich Muehe gegeben, haben keine Kosten gescheut, um ihnen einen guten Start ins Leben zu ermoeglichen, haben sogar eine Nacht im Schuppen neben einem Ei verbracht, bei Affenhitze und das noch neben einer Waermelampe. Wir haben das Kueken auf die Welt gebracht, ihm einen Namen gegeben (ganz im Gegensatz zu all den anderen Huehnern und Kueken). Wir haben dieses eine Kueken so vorsichtig wie es nur ging bei der Glucke untergebracht und stundenlang beobachtet, dass ihm auch ja kein Haar gekruemmt wird. Alles vergebens. Den Rest des Eintrages lesen »

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Der ein oder andere mag den Kommentar von Chris zu meinem Artikel “Kartoffeln beregnen? Fuer die Bauern scheinen andere Regeln zu gelten.” gelesen haben. Fuer all die, die ihn nicht gelesen haben moechte ich hier die beiden Videos, die er uns vorgestellt hat, auch allen anderen einmal ans Herz legen. Die sind einfach nur klasse. In den beiden Videos wird gezeigt, wie man auch in einem Kleingarten Getreide anbauen, verarbeiten und daraus Brot herstellen kann. Das macht doch Spass zuzusehen, und noch mehr verleiten diese Filme dazu, es auch einmal selbst zu probieren.

Mit Getreide haben wir uebrigens auch schon mal experimentiert. Wir haben es mit Tef versucht, mit Amaranth und auch mit Roggen. Beim Roggen haben wir ein kleines Stueckchen Winterroggen, den wir zur Gruenduengung ausgesaet hatten, im Fruehjahr einfach weiterwachsen lassen um zu sehen, wie viel Roggen wir auf dem kleinen Stueck haetten ernten koennen. Der Roggen ist auch prima gewachsen. Die Aehren waren etwas kleiner als man sie auf den Feldern der Bauern sieht. Lag wohl daran, dass wir den Roggen eigentlich nicht ausgesaet hatten um ihn zu ernten sondern zur Gruendungung. Deshalb war er viel zu dicht gesaet, und die einzelnen Pflanzen hatten kaum Platz sich zu entfalten. Alles lief prima. Aus uns nicht ersichtlichen Gruenden wurden es aber von Tag zu Tag weniger Aehren, die an den Halmen hingen. Ich weiss bis heute nicht, wer uns die Roggenernte vermiest hat. Ich habe mal Schnecken an den Halmen hochkriechen sehen, glaube aber nicht daran, dass eine Schnecke eine ganze Getreideaehre vertilgt. Der einzige Uebeltaeter, der mir sonst noch einfaellt, sind Voegel. Aber auch da glaube ich nicht daran, dass ein Vogel eine komplette Aehre abreisst.

Wie auch immer, von all den vielen Aehren die wuchsen blieben am Ende gerade mal zwei Haende voll uebrig. Daraus haben wir eine Tasse voll Roggen gewonnen und dem Grossen ein winziges Broetchen gebacken. Geschmeckt hat es.

Noch einmal einen herzlichen Dank an Chris fuer den Hinweis auf die beiden Filme.


Wer sich die selbstgebaute Dreschmaschine noch einmal genauer ansehen moechte, der sollte sich diesen Film noch ansehen. Darin wird die Dreschmaschine noch einmal detaillierter vorgestellt.

Es wuerde mich doch mal interessieren, ob es unter unseren Lesern auch Hobbygaertner gibt, die selbst schon mal Getreide in nennenswerterm Umfang angebaut haben und spaeter auch verwerteten. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Getreideanbau gemacht, und welchen Aufwand haben Sie betrieben?

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