Vor einigen Tagen haben wir darueber berichtet, dass wir Schlangengurken im Freiland anzubauen versuchen. Jetzt, wo die Pflanzen schon ein ganzes Stueck gewachsen sind und auch die ersten Blueten tragen, moechten wir noch einmal darauf zurueck kommen. Wir haben berichtet, dass die beiden Pflanzen in unterschiedlicher Erde wachsen. Die eine in gekaufter vorgeduengter Blumenerde, die andere in unserem Gartenlehm den wir mit etwas Blaukorn (ja, ich weiss, wir sollten es nicht verwenden. Tun wir auch nur bei ausgesuchten Pflanzen in Kuebeln und das auch nur um zu vergleichen) geduengt haben.

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Wir haetten angenommen, die Pflanze in Blumenerde wuerde besser wachsen und gesuender aussehen. Lockere Erde ohne Steine die nicht verklumpt, gut durchlueftet ist und das Wasser gut haelt. Aber ganz im Gegenteil. Die im Lehm sieht wesentlich gesuender aus. Die Blattfarbe ist knackig gruen. Sie ist ein Stueck groesser als die andere, und die Blaetter weisen keine gelben Stellen auf. Insgesamt eine der gesuendesten Gurkenpflanzen die wir in unserer Gartenlaufbahn gesehen haben. Die andere dagegen ist kleiner und die Blaetter weisen genau die selben Flecken auf wie die Gewuerzgurken ueber die wir auch berichtet haben.

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Das legt doch nun wirklich den Schluss nahe, es mangelt an Duenger. Sicher, wir wissen, Gurken sind Starkzehrer. Wenn aber schon gekaufte Blumenerde nicht ausreichend geduengt ist, was sollen wir denn da noch machen? Wir koennen literweise Komposttee fuettern, wir koennen taeglich mit Schachtelhalmbruehe spritzen. Der Unterschied ist so offensichtlich, dass uns kein anderer Schluss einfaellt. Jetzt stellt sich die Frage, welch anderer Duenger entsprechend gut wirkt und nicht aus der Chemiefabrik kommt. Der “Gartengnom” schreibt in einem Artikel ueber Blaukorn, dass es durchaus Alternativen gibt. Hornspaene und Gesteinsmehl zum Beispiel. Ist ja auch alles richtig. Wir sind da mit Sicherheit keine Experten. Aber funktioniert das auch in Kuebeln? Wenn wir uns da recht erinnern, braucht es ein gewisses Bodenleben um Hornspaene so zu zersetzten damit die Pflanzen auch geduengt werden. Und reicht so ein kleiner Kuebel, nicht nur auf die Gurken bezogen sondern auch auf Paprika und Tomaten die bei uns alle in recht kleinen Kuebeln wachsen, um ein ausreichendes Bodenleben zu entwickeln? Wir haben auch schon versucht, mit handelsueblichem Biofluessigduenger zu arbeiten. Uns scheint das aber nicht so wirksam zu sein wie erhofft.

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Wir wollen hier nicht den Einsatz von Kunstduengern propagieren. Wir lehnen auch weiterhin dessen Einsatz ab. Was wir allerdings suchen, ist eine Alternative die wirkt. Wir werden unsere beiden Gurkenpflanzen weiter verfolgen und dann sehen, welche laenger durchhaelt, welche mehr Gurken produziert und ob geschmacklich ein Unterschied zu bemerken ist.

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