Posts Tagged “Anzucht”

Ungeduld ist nicht unbedingt eine Tugend wenn man sich “hobbygaertnerisch” betaetigt, denn es gibt wohl kaum ein Hobby, bei dem so viel ebensolcher Geduld aufzubringen ist, wie beim Hobbygaertnern. Wird vielleicht nur noch ueberboten vom Lachsangeln im Rhein, wenn sie denn erlaubt waeren gefangen zu werden. Da wir aber alle nur Menschen sind, wird wohl jeder so seine Untugenden haben. Bei mir ist eben eine davon die Ungeduld. Vielleicht ist das auch gerade mit ein Grund, warum ich mich im Garten betaetige. In Afrika sagt man doch so schoen: Das Gras waechst nicht schneller wenn man daran zieht.

War ich doch vor einigen Wochen, als so die ersten Anzuchtplastikkisten, die ersten Topfplatten, die ersten Saemereien und die ersten Blumenzwiebeln in den Maerkten erschienen, zufaellig im oertlichen Landhandel. Ich brauchte wieder Huehnerfutter. Da sehe ich Steckzwiebeln im Regal liegen. Eingepackt, mitgenommen und zuhause sofort in eine Anzuchtplatte mit Blumenerde gesteckt. Konnte ich denn ahnen, dass die so schnell wachsen.

zwiebeln-vorziehen

Das sind sie aber. Rasend schnell. Da konnte ich fast zusehen wie sie in die Hoehe geschossen sind. Zuerst standen sie im Keller in meiner Anzuchtkiste. Den Keller haben wir auf ca. 17 Grad eingestellt. Das war wohl zu warm. Dann habe ich sie nach draussen gestellt. Sie sind etwas langsamer gewachsen, aber eben immer noch. Die hohen Tagestemperaturen der letzten Tage haben sie so was von in die Hoehe schiessen lassen, dass ich mich heute gezwungen gesehen habe, sie in den Garten auszupflanzen. Damit sind die Zwiebeln die ersten Pflanzen in diesem Jahr. Neben meinem Getreide, das man auf dem naechsten Photo ganz hinten im Garten leicht gruenlich schimmern sieht.

zwiebeln-im-maerz

Aber positiv denken. Ich gehe einfach mal davon aus, wir bekommen keinen Schnee mehr, ja selbst die Nachttemperaturen werden nicht mehr nennenswert unter den Gefrierpunkt fallen. Dann sollte das mit den Zwiebeln schon hinhauen. Zur Not decke ich sie des Nachts noch mal mit Vlies ab.

 Zwei Topfplatten, also 120 Zwiebeln. Das muesste reichen. Eine Packung Schalotten habe ich gleich noch mit gesteckt.

Der Auftakt zu einer hoffentlich erfolgreichen Gartensaison.

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Es ist doch irgendwie in jedem Jahr dasselbe. Spaetestens Mitte November ist im Garten nichts mehr zu tun. Es ist zu kalt, zu nass, es waechst nichts mehr und uns Gaertnern bleibt nichts anderes uebrig, als uns in die eigenen “Vier Waende” zu verkriechen, Gartenbuecher zu lesen, Plaene zu schmieden und die Bilder der vergangenen Saison wehmuetig zu betrachten. Es folgen Monate des Gaertnergrauens. Schnee, Eis, Wind und Sturm, alles andere als einladende Umstaende, sich im Garten zu schaffen zu machen.

Dann, mal etwas frueher, mal etwas spaeter sehen wir die ersten Sonnenstrahlen. Die Tage werden wieder laenger, die ersten zweistelligen Temperaturen lassen sich am Thermometer ablesen, und wir Gaertner koennen es kaum erwarten, endlich wieder im Garten zu schuften, Saaten in die Erde zu bringen, Kartoffeln zu legen oder den ersten Besuch im Gartencenter einzuplanen. Aber es ist noch nicht so weit. Es vergehen noch Wochen, bis wir wirklich wieder loslegen koennen. Das ist des Gaertners schlimmste Zeit im Jahr. Da hilft es auch nicht, auf der Fensterbank Tomaten oder Paprika zu saeen, da hilft es auch nicht Pflaenzchen zu pikieren oder das letzte Laub aus dem vergangenen Jahr aufzurechen. Dieses Warten kann einen Kirre machen. Es kribbelt in den Fingern. Es muss endlich losgehen.

Jedenfalls geht es mir so. Das fruehe Fruehjahr ist die schlimmste Zeit. Morgens ist der Boden noch gefroren, fuer´s Rasenmaehen ist es noch zu frueh, Hecken schneiden macht noch keinen Sinn, Umzugraben oder gar den Einachser rauszuholen macht ebensowenig Sinn. Des Gaertners Leben beschraenkt sich auf die wenigen winzigen Pflaenzchen, die in Anzuchtkisten auf der Fensterbank schier endlos langsam vor sich hin wachsen.

Jetzt aber ist es beschlossene Sache. Der Winter ist vorbei. Jedenfalls in unserer Gegend. Und dabei haben uns die Kinder der hiesigen Grundschule geholfen. Und das wirklich tatkraeftig und vor allen Dingen laut. Altweiberfastnacht. Das muss in der Schule gefeiert werden. Ich bin ja kein Karnevalsjeck. Nie gewesen. Ich bin zwar eingefleischter Rheinlaender, aber mit Karneval habe ich nun rein gar nichts am Hut. Ist eines der Feste, mit denen “man mich jagen kann”. Am liebsten ginge die ganze Karnevalschose an mir vorueber, ohne dass ich auch nur einen einzigen Jecken gesehen habe, ohne dass ich auch nur eine einzige Minute Karnevalssitzung in der Glotze miterleben musste (das ist schon wirklich schwer in diesen Zeiten).

Fuer die Kinder aber ist Karneval eine tolle Sache. Ausbrechen aus der Schulroutine, endlich mal in eine andere Rolle schluepfen, endlich mal nach Herzenslust Krach machen und endlich mal, als Erwachsener wuerde man sagen, “die Sau raus lassen”. So gibt es hier im Nachbardorf, wo sich die Grundschule befindet, in jedem Jahr einen kleinen Altweiberumzug. Alle Schueler ziehen mit ihren Kostuemen und mit Krachmachern aller Art ins naechste Dorf und treiben mit ihrem Getoese und Radau den Winter aus. Winter, “mach dich vom Acker”, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben die Nase voll. Wollen endlich wieder mit T- Shirt herumlaufen, wollen endlich wieder im Garten mit Wasser spritzen, wollen endlich wieder “richtig leben”.

Der weisse am Ende des Filmes ist einer von meinen Soehnen. Der wollte unbedingt Mumie werden. Ich habe ihm ein Kostuem geschneidert. Die anderen meinten, er saehe aus wie Batman in Unterwaesche.

Manchmal wuenschte ich, ich koennte noch mal Kind sein und von vorne anfangen.

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Es gibt Tage, an denen ich am Rechner sitze, da wuenschte ich mir, es stuende jemand mit einem grossen schweren Gummiknueppel hinter mir und wuerde, sobald ich mit der Maus auch nur in die Naehe eines dieser Buttons mit der tollen Aufschrift “Jetzt bestellen” kaeme, mir dermassen einen ueber die Ruebe ziehen, dass ich augenblicklich zur Besinnung kommen und im letzten Moment die Finger davon lassen wuerde. Junge, was haette ich mir damit schon Aerger und Arbeit erspart. Aber so einen gibt es leider nicht. Schade, schade.

Ich haette ihn ich naemlich vor einigen Tagen wieder einmal dringend gebraucht. Den Rest des Eintrages lesen »

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Schon einige Male haben wir ueber unsere Versuche berichtet, Mairueben anzubauen. Nach dem letzten Jahr, in dem wir kein Gemueseschutznetz benutzt hatten und kaum ein Gramm Mairuebe madenfrei war, wachsen in diesem Jahr alle unter Netz. Die ersten haben wir im Fruehjahr direkt ins Freiland gesaet, spaeter ausgeduennt, und wir konnten auch reichlich ernten. Diese Arbeit mit dem Ausduennen und der Unkrautbekaempfung, gerade zu Anfang, hat uns aber nicht so zugesagt. Den Rest des Eintrages lesen »

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Bisher sind wir eigentlich davon ausgegangen, es mache wenig Unterschied in welcher Erde Pflanzen vorgezogen werden. Uns ist nie ganz klar gewesen, warum man extra teure Anzuchterde benutzen sollte. Jedenfalls haben wir bei unseren Versuchen noch nie einen Unterschied festgestellt. Es war immer Blumenerde, und das hat auch in den meisten Faellen gut funktioniert. Den Rest des Eintrages lesen »

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