Posts Tagged “Arbeiten”
So wirklich mit Garten und dem Drumherum hat dieser Bericht nichts zu tun. Aber er hat etwas mit Pflanzen und was daraus wird zu tun, und das sollte reichen, um auch in einem Gartenblog seinen Platz zu finden. Habe ich doch letztens in der Zeitung einen Bericht ueber das Grevenbroicher Energiewaeldchen oder auch Braunkohlewaeldchen gelesen. Hatte ich bis dahin noch nie was von gehoert. Man lernt eben nie aus. Zur Landesgartenschau 1995 wurde in Grevenbroich ein kleiner Teil der Ausstellungsflaeche mit Pflanzenarten bepflanzt, wie sie vor 30 Millionen Jahren in dieser Gegend vorherrschten. Jedenfalls so authentisch wie es eben geht. Den Rest des Eintrages lesen »
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Sicher gibt es verschiedene Moeglichkeiten, im Hobbygarten Erdbeeren zu kultivieren. Die einen schwoeren auf eine wild wuchernde Erdbeerwiese, die anderen pflanzen in Reihe und mulchen um die Erdbeeren herum dick mit Stroh. Ich moechte heute einmal unsere Methode vorstellen, mit der wir in den vergangenen Jahren durchweg gute Erfahrungen gemacht haben. Bei der Pflanzung ist zwar ein wenig mehr Aufwand zu betreiben (und ein wenig mehr Geld auszugeben), dafuer ist der Pflegeaufwand in den naechsten Jahren erheblich geringer. Den Rest des Eintrages lesen »
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In all den Jahren, in denen wir jetzt schon gaertnern, haben wir noch keines erlebt, in dem sich so wenig Unkraut in unserem Garten breit gemacht hat wie in diesem Jahr. Es wird wohl daran liegen, dass wir durch das tiefe Umgraben voellig samenlose Erde nach oben geholt haben, waehrend wir all die Unkrautsamen, die obenauf lagen, tief unter die Erde verfrachteten. In diesem Jahr mag das gut sein, was sich in den folgenden Jahren daraus entwickelt sei dahingestellt, wenn durch erneutes Umgraben all die Samen wieder an die Oberflaeche befoerdert werden.
Dieses Unkraut scheint sich zu einer ziemlichen Plage zu entwickeln. Jedenfalls handelt es sich nicht um Vogelmiere.
Nicht, dass wir in diesem Jahr nicht mit Unkraut zu kaempfen gehabt haetten und auch noch haben. Allerdings beschraenkt es sich bisher fast ausschliesslich auf Loewenzahn. Auf der Wiese steht ziemlich viel Loewenzahn, und als wir unser Stueck Garten umgegraben haben, stand der Loewenzahn gerade in der Bluete. So hat er sich natuerlich im gesamten Garten verbreitet. Loewenzahn gehoert aber wohl nicht zu den problematischen Unkraeutern. Wenn er noch klein ist, laesst er sich ziemlich einfach mitsamt der Wurzel aus der Erde ziehen und waechst auch nicht wieder an. Ein paar Minuten taeglich reichen, um die Loewenzahnflut in Grenzen zu halten.
Auch das Gras der urspruenglichen Wiese kommt nicht allzusehr durch. Hier und da mal einige Grashalme, aber nicht mehr. Eigentlich erstaunlich, da wir grosse Teile der Grasnarbe moeglichst tief unten in die Furche gelegt und zugeschuettet haben. Ich haette erwartet, viel mehr von diesem Gras an der Oberflaeche wiederzufinden.
Um welches Unkraut es sich hier handelt, konnten wir noch nicht herausfinden.
Alles in allem bisher also ein sehr ruhiges Gartenjahr in Bezug auf Unkraut. In letzter Zeit finden wir allerdings verstaerkt ein Unkraut, das wir in unserem Garten in Aachen noch nie bemerkt haben. Vielleicht ist es uns nicht besonders aufgefallen, da es nicht in grosser Zahl vorhanden war. Ich kann mich jedenfalls nicht bewusst daran erinnern. Wir konnten nicht feststellen, um welch ein Unkraut es sich handelt. Es breitet sich am Boden kriechend aus, hat eine ziemlich lange sehr tief reichende Wuzel die, wenn man es aus der Erde zieht, abreisst, was den Schluss nahelegt, das es aus dem verbleibenden Wurzelstueck wieder neu austreiben koennte. Vielleicht kennt einer unserer Leser dieses Unkraut, mit dem wir in der letzten Zeit vermehrt zu tun haben. Wir finden es auch recht haeufig auf der Wiese. Vielleicht kann uns auch einer unserer Leser eine Internetseite nennen, auf der die gaengigsten Unkraeuter, oder vielleicht auch einige mehr, mit Bild zu finden sind.
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Ich glaube, ich muss meine Plaene doch etwas aendern. Unseren gesamten Garten mit der Hand urbar zu machen werde ich wohl nicht schaffen. Alle guten Vorsaetze in Ehren, man muss auch einmal zugeben, dass man sich zuviel zugemutet hat. War ich doch heute mit den Kindern wieder hinten auf der Wiese Fussballspielen, wie fast jeden Tag (wenn wir nicht gerade wieder Segeln sind), da sehe ich wie der Bauer auf dem Feld hinten raus sein vor einigen Tagen abgeerntetes Getreidefeld bearbeitet. Das musste ich mir einmal genauer ansehen. Den Rest des Eintrages lesen »
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Bisher ueberwiegen die Vorzuege des Landlebens bei weitem. Die frische Luft, die Ruhe, die Natur. Es gibt aber auch immer wieder Dinge, die einen in die Verzweiflung treiben koennen. Es sind eher die Kleinigkeiten, die einem den allerletzten Nerv rauben koennen. Da war es doch in den letzten Tagen ziemlich heiss hier. Schon fast unertraeglich heiss. Kaum ein Luftzug, kaum eine Erfrischung. Tagsueber war an ein Arbeiten im Freien unter der brennenden Sonne nicht zu denken. Es war am besten, gar nicht hinaus zu gehen und den gesamten Tag in den “vier Waenden” zu verbringen, wo es wenigstens ein klein wenig kuehler war als draussen. Wenn es da nur nicht diese elenden Viecher geben wuerde. Ganz besonders an den wirklich heissen Tagen. Ich meine die Stubenfliegen. Junge, was haben wir mit diesen Viechern gekaempft. Keine Ahnung, wo die auf einmal alle herkamen. In Heerscharen sind sie in die Wohnung gestroemt, als ob alle Stubenfliegen in weitem Umkreis auch auf der Suche nach ein wenig Abkuehlung gewesen waeren. Kaum liegt man auf der Couch und will ein wenig vor sich hin doesen, da kann man sicher sein, es dauert keine Minute und die ersten Fliegen haben sich gerade die Nase oder die Augen ausgesucht, um dort nach irgendetwas Fressbarem zu suchen. Diese Viecher treiben einen in die Verzweiflung. Ein Summen hier, ein Summen dort, ein Kribbeln hier, ein Kribbeln dort. Die eine zieht ihre Kreise um die Ohren, die andere um die Nase. Wieder andere landen auf dem grossen Zeh und wieder andere meinen, auf der nackten Brust waere der richtige Platz zum Mittagessen oder fuer ein Nickerchen. Anfangs haben wir sie immer wieder verscheucht. Die sind nur so hartnaeckig. Kaum wieder im Flug kann man davon ausgehen, dass sie nach der naechsten Schleife an genau demselben Platz wieder landen. Erst nach wiederholtem Verscheuchen kapieren sie dann, dass sie nicht erwuenscht sind und suchen sich einen anderen Ort aus, an dem sie genauso wenig gerngesehen sind. An ein Nickerchen oder einen ruhigen Schlaf unsererseits war da nicht zu denken.
Erste Reaktion war der Kauf einer Fliegenklatsche. So verbringen wir jeden Tag viel Zeit damit, die Fliegen aus der Wohnung zu befoerdern. Tot oder lebendig. Hunderte haben schon dran glauben muessen. Verdammt noch mal, ich habe auch noch anderes zu tun als zu versuchen, die Gattung Stubenfliege auszurotten. Und wenn man meint, man haette sie alle erwischt, dann kommen, wie aus dem Nichts, wieder neue dazu. Da hilft kein geschlossen halten der Tueren, da hilft kein Muelleimer nach draussen stellen, da hilft kein Bruellen und kein Schreien, da hilft kein Aergern und kein Toben. Gutes Zureden genausowenig wie das Drohen mit dem Sensenmann. Die Viecher stoert es einfach nicht. Die Welt ist so gross, und gerade hier muessen sie sich heimisch fuehlen.
Zweite Reaktion war der Kauf eines Fliegenfaengers. Diese klebrigen Fliegenfaenger die wie ueberdimensionale Luftschlagen aussehen. Nexa Lotte Fliegenfaenger. Wir haben wirklich geglaubt, wir koennten unser Fliegenproblem damit in den Griff bekommen. Es scheint aber, die Evolution hat diesen Viechern schon beigebracht, sich davon fern zu halten. Der Erfolg ist naemlich so gut wie gleich null. Die wenigen Fliegen die kleben geblieben sind, muessen betrunken gewesen sein. Irgendeine Lockwirkung konnten wir nicht feststellen. Da erschlage ich in einer halben Stunde mehr Fliegen als unsere drei Fliegenfaenger in einer ganzen Woche fangen. Ein Reinfall.
So verbringen wir jeden Abendgeraume Zeit mit der Fliegenjagd. Und doch werden es nicht weniger. Ist das eine hartnaeckige Spezies.
Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass auch die Fliegen einen positiven Nutzen in unserer Familie haben. Wenn meine Frau gestresst von einem verlorenen Arbeitstag nach Hause kommt, dann bekomme mal ausnahmsweise nicht ich die Pruegel ab. Sie nimmt sich die Fliegenklatsche, und laesst ihre Wut erst einmal an diesen Viechern aus. Ich sollte ihnen dankbar sein.
Ich muss leider aufhoeren und noch die letzten Fliegen erschlagen. Ich will wenigstens ruhig schlafen.
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