Posts Tagged “Arbeiten”

Hurra, geschafft. das vierundzwanzigste Tuerchen meines diesjaehrigen Adventskalenders. Und wie in einem richgien Adventskalender, verbirgt sich auch hinter meinem heutigen Tuerchen ein wahres Schmankerl der Gartentechnik. Sie werden staunen.

Wer mein blog regelmaessig liest, wird gelesen haben, dass wir uns immer mehr mit dem Thema Selbstversorgung mit allem, was an Nahrung notwendig ist, befassen. Dazu gehoert natuerlich Gemuese, dazu gehoert Fleisch und dazu gehoert auch Getreide. Gerade letzteres gehoert aber zu den Kulturen, mit denen sich kaum jemand ernstlich befasst. Mir ist jedenfalls kaum jemand bekannt, der, so er denn keinen eigenen Bauernhof besitzt, sich mit Getreideanbau befasst. Was ich auch nachvollziehen kann. Ist schon ziemlich viel Plackerei, genuegend Getreide zu erzeugen, um davon leben zu koennen.

Die Aussaat, die Pflege und vor allem die Ernte stellen, ohne die noetigen Geraetschaften, heutzutage eine recht grosse Herausforderung dar. Wer es nicht selbst (ueber einen laengeren Zeitraum und in groesserem Stil) versucht hat, macht sich keine wirkliche Vorstellung davon, welch ein Aufwand zu betreiben ist, um Getreide selbst zu ernten. Wir haben es ja versucht. Ich empfehle jedem Interessierten, meine Artikel ueber unseren Getreideanbau im Garten aus dem letzten Jahr.

Das Dreschen mit selbstgebauter Dreschmaschine
Die Spreu vom Weizen trennen
Dreschen mit Dreschflegel
Die Roggenernte
Die Weizenernte
Das Getreide waechst
Die Aussaat

Was sich dabei klar herausgestellt hat, ist die Tatsache, das ausreichender Getreideanbau ohne Maschinen in der heutigen Zeit kein leichtes Unterfangen ist. Frueher mag das anders gewesen sein. Da musste der gemeine Bauer und Selbstversorger keine Kinder zum Fussball fahren, er musste sich nicht mit Schulen und OGATAS herumaergern, musste keine Martinszuege begleiten, keine Hochbetten aufbauen, er musste nicht zusaetzlich Geld verdienen gehen und natuerlich musste er keine Artikel in einem Internetblog verfassen ;) .

Der gemeine Bauer und Selbstversorger vor hunderten von Jahren, konnte sich voll und ganz auf die Nahrungsmittelproduktion fuer sich und seine Familie konzentrieren. Und selbst in dieser Zeit bin ich mir sicher, haben die Bauern auch ueber diese Arbeit geflucht.

Wie auch immer, die Zeiten haben sich geaendert und ohne Hilfsmittel ist Getreideanbau hart, sehr hart. Drum ist Getreideanbau in unseren Breitengraden zur Selbstversorgung voellig aus der “Mode” gekommen. Natuerlich existieren auch keinerlei Maschinen, die einem Hobbygetreidebauern ohne Traktor und Maehdrescher das Leben erleichtern wuerden. Dabei meine ich ganz besonders die Ernte. Es existieren keine Kleindreschmaschinen, es gibt keine Kleinmaehdrescher und einen Binder kann man heutzutage nur noch im Landwirtschaftsmuseum bestaunen. Das ist wirklich schade.

In anderen Laendern ist das anders. Dort ist die kleinbaeuerliche Landwirtschaft noch intakt. Nicht ein Landwirt versorgt eine Kleinstadt mit Nahrung, sondern jeder fuer sich seine Familie und vielleicht noch einige Staedter mit dazu. Aber auch dort ist man schon auf den “Trichter” gekommen, dass es mit maschineller Hilfe doch um einiges leichter geht. Deswegen habe ich mir fuer mein heutiges Kalendertuerchen einige Filme herausgesucht, die sich mit der Getreideernte in kleinem Stil befassen. Es ist erstaunlich, welch grandiose Maschinen dazu entwickelt wurden. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 7 Kommentare »

Es gibt nuetzliche Gartengeraete und es gibt unnuetze Gartengeraete. Es gibt welche, die dem Hobbygaertner das Leben erleichtern und welche, die einem das Lebern eher erschweren. Es gibt Gartengeraete, auf die man stolz sein kann, und es gibt Gartengeraete, die man am besten nicht oeffentlich zeigt, wenn man sich nicht blamieren moechte.

Es gibt aber auch Gartengeraete, bei denen alle vorgenannten Punkte Anwendung finden. Gartengeraete, die so unnuetz, erschwerend und blamierend sind wie sie nur sein koennen. Mein heutiges Video zeigt, wie ich meine, ein solches. Wie es kaum anders zu erwarten war, wurde es von unseren grossen Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks erfunden.

Die sagenumwobene “Wonder Claw”. Sieht aus wie ein Baseballschlaeger mit Innenleben. Gibt es nicht in Werkstaetten solche Geraete, mit denen man, in unzugaengliche Orte gefallene Schrauben und Aehnliches, wieder hervorholen kann? So eine Art Greifer an einem flexiblen Arm? Ich meine, so etwas schon mal gesehen zu haben. Wie auch immer, die “Wonder Claw” ist eine Abwandlung davon. Ein Baseballschlaeger mit einer eingebauten Kralle.

Ob die Gartenarbeit damit aber rueckenschonender vonstatten geht, wage ich zu bezweifeln.

Einzige sinnvolle Anwendung fuer die “Wonder Claw”, die mir so einfaellt waere, sie zum Einfangen von Kaninchen zu benutzen. Da denke ich noch mal drueber nach. ;) Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 3 Kommentare »

Das sah nun wirklich nicht so aus, wie ich es erwartet hatte und auch nicht so, wie ich es bei einer Vorfuehrung von Herrn Liebig gesehen habe. Ich spreche von meinen Bienen. An beiden Voelkern war naemlich noch eine wichtige Arbeit zu erledigen, bevor sie in die Winterruhe entlassen werden koennen. Es geht um die Behandlung mit Oxalsaeure, respektive Bienenwohl. Diese Behandlung dient dazu, die Bienenvoelker vor dem Winter noch einmal gegen die Varroamilbe zu behandeln.

Warum eine Behandlung der Bienen mit Oxalsaeure?

Diese Behandlung, die ca. drei Wochen nach den ersten richtigen Frostnaechten durchgefuehrt werden sollte, habe ich lange vor mir her geschoben. Einfach deswegen, weil wir keinen wirklichen Frost hatten. Aber erst zu diesem Zeitpunkt kann man einigermassen sicher sein, dass das Bienenvolk brutfrei ist. Warum brutfrei? Ganz einfach. Die verwendete Oxalsaeureloesung wirkt nur gegen Milben auf den Bienen selbst, trifft aber nicht die Milben, die sich an der Brut aufhalten. Wuerde also wenig Sinn machen, zu frueh zu behandeln und damit die Milben auf den Bienen zu erwischen, nicht aber die Milben, die nach der Behandlung neu mit der Brut schluepfen.

Da, so habe ich jedenfalls nachgelesen, Bienen nach der Wintersonnenwende um den 21. Dezember aber schon wieder mit dem Brutgeschaeft beginnen koennen, habe ich mich dazu entschlossen, meine Bienen Mitte Dezember, also noch ganz knapp im Zeitfenster von Mitte November bis Mitte Dezember zu behandeln. Was ich dabei gesehen habe, war nicht sonderlich ansprechend. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 9 Kommentare »

Sie haben doch sicher schon mal was vom Klimawandel gehoert? Klar, ist ja in aller Munde. Um das Ganze noch mal kurz zu verdeutlichen: die Durchschnittstemperatur auf Erden wird um einige Grad ansteigen. Die Niederschlagsverteilung wird sich gravierend verschieben. Orte, die bisher durch reichlich Regen beglueckt wurden, werden in Zukunft vielleicht ohne einen einzigen Tropfen auskommen muessen. Wieder andere Orte, an denen bisher Regen Mangelware war, muessen sich mit dem Gedanken abfinden, in Zukunft nicht Datteln oder Feigen zu kultivieren, sondern Mango, Litchi oder Schwarzen Tee. Unser aller Leben wird sich aendern. Ueber Jahrtausende etablierte Vorstellungen werden wir ueber den Haufen werfen muessen und uns mit neuen, vollkommen neuen Denkweisen anfreunden. Das gilt auch, oder besser gesagt in ganz besonderem Masse fuer uns Hobbygaertner.

Nachdem die “Fuehrer” der freien Voelker der Erde ja vor kurzem wieder einmal treffend unter Beweis gestellt haben, mit wieviel Umsicht, Weisheit und Fuersorge sie fuer unser aller Wohl regieren, bleibt uns wohl nicht viel anderes uebrig, als uns insgeheim auf den bevorstehenden Klimawandel vorzubereiten. Der ein oder andere Hobbygaertner mag schon mal auf den Internetseitenseiten von Saatgutversendern aus Suedamerika hineinschnuppern, der andere vielleicht schon auf der Fensterbank Durianbaeume aus Samen heranziehen, und wieder andere moegen sich schon mal insgeheim mit dem Anbau von Reis im Schwarzwald befassen.

Gar keine so schlechte Idee. Reisterassen an den Haengen des Feldbergs oder des Brockens. Wir muessen eben mit der Zeit gehen. Nicht immer nur das Negative in allem sehen. Reis schmeckt auch gut und wird ganz sicher nicht von Phytophthora infestans befallen. Versprochen.

Da waere es doch schon mal angebracht, sich mit der richtigen Kultur von Reispflanzen auseinanderzusetzen. Unkrautbekaempfung, Anhaeufeln, mit solch banalen Problemchen hat auch der gemeine Reisbauer in Asien zu kaempfen. Gut, dass sich unsere Hobbygartenkollegen in Asien darueber aber schon Gedanken gemacht haben. Und unsere Kollegen sind clever. Waehrend man bei uns diese Arbeiten noch mit Haeufelpflug und Unkrauthacke bewerkstelligen muss, sind unsere Hobbygartenkollegen aus dem fernen Asien schon viel viel weiter. Dort ist die Motorisierung schon bis in die Hobbygartenreisplantagen vorgedrungen. Kein laestiges Hacken, kein Fluchen ueber zu schwere Erde. Nein, rauf auf den Bock und los gehts.

Also, so ein Einachser wie ich einen besizte, ist ja schon eine feine Sache. Das Geschoss, welches sich hinter meinem heutigen Adventskalendertuerchen verbirgt, ist allerdings noch viel ausgereifter. So ein Gefaehrt muesste doch auch auf hiesige Verhaeltnisse anzupassen sein. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments Keine Kommentare »

Wie man mittels Dampfkraft ein Feld pfluegt, habe ich schon ins zwei Filmen gezeigt. In einem wurden Dampftraktoren so benutzt, wie heutige Traktoren. Im anderen Film wurde ein, fuer mein Dafuerhalten, viel besseres System benutzt. Die schweren Dampfmaschinen fuhren nicht selbst ueber die Felder, sondern zogen einen Schlitten mit dem dazugehoerigen Pflug immer hin und her uebers Feld. Keine tonnenschweren Maschinen, die den Boden verdichten, kein Steckenbleiben und viel weniger Verschleiss.

Wer jetzt aber glaubt, dieses System waere laengst zu den Akten gelegt, der irrt gewaltig. Gerade im Hobbygartenbereich scheint dieses System eine Renaissance zu erleben. Nicht bei uns, aber weiter im Osten (so deute ich die Schrift und die Sprache), haben sich clevere Menschen ueberlegt, wie man dieses Pflugsystem auf den Hobbygarten uebertragen kann. Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments Keine Kommentare »