Ich war mal wieder bei unseren Bienen. Die Ameisensaeurebehandlung haben wir gemacht, wenn auch mit anfaenglichen Schwierigkeite. So wollte ich einmal nachsehen, ob die Bienen diese Prozedur auch gut ueberstanden haben.
Nachdem der erste Versuch, meine beiden Bienenvoelker gegen die Varroamilbe zu behandeln, nicht so ganz geglueckt war, habe ich es heute noch einmal versucht. Dieses mal leicht modifiziert. Sieht im Moment noch gut aus. Ich habe zwar auch jetzt eine Traube vor dem Flugloch, und ich glaube, auch jetzt verdunstet zu viel Ameisensaeure, aber weit weniger als beim ersten Versuch. Eventuell muss ich das Verdunstertuch noch einmal beschneiden.
Die Verdunstungsrate am Nassenheider Verdunster laesst sich gut am Saeurestand ablesen.
Ganz generell, die Methode mit der Glasflasche auf einem Teller hat mir nicht wirklich zugesagt. Die Verdunstung laesst sich nur sehr ungenau regulieren. Da braucht man schon eine Menge Erfahrung, um damit eine Verdunstung von 20 bis 35 Millilitern Saeure pro Tag einzustellen. Da ist das mit dem Nassenheider Verdunster schon erheblich einfacher. Dafuer gibt es naemlich verschiedene Dochtgroessen. Ist es kuehl, verwendet man einen breiten Docht, bei heissem Wetter einen schmaleren. Aber auch das System mit dem Liebig Dispenser werde ich mir noch mal genauer ansehen. Da regelt man die Verdunstung durch eine Verkleinerung der Verdunstungsflaeche. Dazu sind sogar Markierungen fuer verschiedene Temperaturen auf dem Verdunstervlies eingezeichnet. Wenn ich mal wieder in ein Bienenfachgeschaeft komme, bringe ich mir einen mit.
Wohl jeder hat schon mal von der Varroamilbe gehoert. Einem Bienenparasiten der in den siebziger Jahren aus Asien nach Deutschland eingeschleppt wurde. Die hiesigen Bienen haben keine natuerlichen Abwehrmechanismen gegen die Milben, so dass an ihrer Stelle der Hobbyimker etwas gegen den Befall durch die Varroamilbe unternehmen muss, so er nicht den Verlust seiner Voelker in Kauf nehmen moechte. Dazu werden in der Regel organische Saeuren wie Ameisensaeure, Milchsaeure und Oxalsaeure benutzt. Milchsaeure wird zu Behandlung von Jungvoelkern im Sommer verwendet, Ameisensaeure bei bestehenden Voelkern im Sommer nach der letzten Honigernte und Oxalsaeure im Winter, wenn im Bienenstock keine Brutwaben vorhanden sind.
Es ist Sommer (jedenfalls kalendarisch), also Zeit meine Bienen mit Ameisensaeure zu behandeln. Jetzt waere Bienenhaltung nicht Bienenhaltung, gaebe es da nicht verschiedene Vorgehensweisen. Den Rest des Eintrages lesen »
Also, entweder mein Imkerlotse hat sich verschaetzt, oder meine Bienen sind besonders “gefraessig”. Jetzt stelle ich ihnen doch schon seit fast drei Wochen jeden zweiten Tag Zuckerloesung hinein, und genau so lange sind bei jedem meiner Besuche die beiden Futterbehaelter leer. Ratzikale leer. Von den beiden Kanistern Zuckerloesung, die ich vorraetig hatte, ist einer aufgebraucht, und der andere reicht gerade noch fuer zwei weitere Fuetterungen. Ich meine, das merkt man den beiden Voelkern aber auch an.
Bienen fuettern
Waehrend noch vor einer Woche die Arbeit an den Bienen immer recht flott von der Hand ging, ist mir heute wirklich zum ersten Mal etwas mulmig geworden. Den Rest des Eintrages lesen »
Es tut mir leid, wenn bei dem ein oder anderen Leser der Eindruck entstanden ist, ich wolle mit meiner Bienenhaltung in der Segeberger Beute und der Bienenkiste einen Systemvergleich anstellen. Dem ist natuerlich nicht so. Dazu fehlt mir ganz sicher die Grundlage und auch die Erfahrung. Meine Ueberschrift war vielmehr so gemeint, jedem Leser die Moeglichkeit zu geben, beide Vorgehensweisen mitzuerleben (hierauf liegt die Betonung), zu sehen welche Arbeiten bei beiden Bienenhaltungssystemen anfallen und wie das Ergebnis ist. Dies vollkommen wertungsfrei und ohne mir anmassen zu wollen, ein fachmaennisches Urteil abgeben zu koennen. Mir ist ganz sicher klar, Den Rest des Eintrages lesen »