Gartenflaechen sollten, wie die Natur uns allerorten zeigt, nach Moeglichkeit immer bedeckt bleiben. Entweder durch organisches Material oder durch eine Gruenduengung, wenn nicht gerade Kulturpflanzen dort stehen. Aber selbst dann kann es nicht schaden, jedenfalls dann nicht, wenn keine Schneckenplage zu befuerchten ist. Welche Gruenduengung aber ist die richtige, Mitte August? Gar keine so einfach zu beantwortende Frage. Eine kleine Uebersicht ueber moegliche Gruenduengungspflanzen habe ich hier gefunden. Bestimmt nicht komplett, aber immerhin.
Nachdem ich also unser Getreidefeld gepfluegt hatte, sollte die Flaeche mit einer Gruenduengung eingesaet werden. Die Auswahl ist gross. Aber nicht alle aus der Liste eignen sich fuer uns oder generell fuer den Hobbygarten. Den Rest des Eintrages lesen »
Nun ist es um die sechs Wochen her, dass ich ueber unseren Versuch, Roggen, Weizen, Hafer und Linsen im Garten anzubauen berichtet habe. Und wenn ich mir den Film von vor sechs Wochen ansehe, dann muss ich sagen, es hat sich wirklich viel getan. Waren es vor Wochen noch winzige Pflaenzchen, die sich auf dem Acker fast verloren vorgekommen sein muessen, hat sich unser Acker bis heute zu einem wirklichen Getreidefeld entwickelt, durch das kaum ein Durchkommen ist. Es ist eine wahre Freude am eigenen Getreidefeld entlang zu spazieren. Den Rest des Eintrages lesen »
Gepfluegt hatte ich meinen “kleinen Acker”, aber bereit zur Aussaat oder zur Pflanzung war ich damit noch lange nicht. Erst einmal habe ich zwei Saecke Kalk und einige Kilo Hornspaene verteilt. Dazu noch einen Sack Urgesteinsmehl. Das sollte reichen. Ich will es auch nicht uebertreiben. Wenn im naechsten Jahr alles Gras verrottet und die Erde ein wenig homogener geworden ist, werde ich eine Bodenuntersuchung machen lassen, und dann weiss ich genau, woran ich bin.
Insgesamt haben wir jetzt hinten auf der Wiese ein Flaeche von 7 mal 45 Metern zur Verfuegung. Das ist genug Platz zum Experimentieren. Das ist genug, um mit Gruenduengungen zu arbeiten. Ich brauche mich nicht so sehr um Fruchtfolgen und Bodenkrankheiten zu sorgen. Dazu habe ich die Flaeche in einzelne Abschnitte von jeweils 10 Metern eingeteilt. So kann ich in jedem Jahr mit meinem Gemuese und was sonst noch so wachsen soll, immer ein Stueck weiterrutschen. Das ist mit einer der Gruende dafuer gewesen, eine so grosse Flaeche zu pfluegen. Bestelle ich den Garten immer im Wechsel, so komme ich fruehestens im vierten Jahr wieder auf dasselbe Stueck. Fuer die meisten Gemuesearten sollte der zeitliche Abstand ausreichen. Den Rest des Eintrages lesen »
Jetzt weiss ich wie sich ein Zuckerrohrschneider auf einer brasilianischen Zuckerrohrplantage nach einem langen Arbeitstag fuehlt. Das ist naemlich ganz schoen harte Arbeit, die in den Ruecken und in die Arme geht. Nein, ich habe nicht selbst Zuckerrohr geschnitten, und ich hatte auch keines im Garten stehen (kommt bestimmt noch ). Ich habe mich nur um unser Stueck mit Quirlmalve Gruenduengung gekuemmert. Schon seit Wochen habe ich darueber nachgedacht, was ich mit diesem Stueckchen Garten machen soll. Eingesaet hatte ich die Quirlmalve mehr aus Verlegenheit als unter Vorsatz. Ich kam einfach im Fruehjahr nicht schnell genug mit dem Umgraben der Wiese voran, und als ich dann ein Stueck fertig hatte, da wurde mir schnell klar, dass es schon zu spaet war und, was noch viel gravierender ist, ich in diesem Jahr so oder so nicht die Zeit haben werde, mich gross um unseren Garten zu kuemmern. Die Kinder, ich habe darueber berichtet.
Einen kurzen Rundgang durch unseren unfertigen Selbstversorgergarten moechte ich doch noch zeigen. Bin im Laufe des Jahres nicht dazu gekommen. Weitergekommen mit der Anlage sind wir nicht wirklich. Waehrend zu Beginn des Jahres noch ein klein wenig Zeit fuer den Garten uebrig war, haben wir ihm seit Anfang August eigentlich so gut wie keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Es gibt so viele Dinge zu erledigen, die in der Prioritaet weit vor dem Garten stehen, da muss ich schon mal bei dem vielen Unkraut ein Auge zudreucken.
Rote Bete sind gross wie Zuckerrueben geworden, Andenbeeren noch keine einzige reif, Tomaten krank, Zuchini gross wie Oberschenkel. Ich muesste mich eigentlich schaemen ueberhaupt das Wort Garten im Titel unseres Blogs zu fuehren. Sehr schrecklich war der viele Regen seit Anfang August. Kaum einmal ein paar Tage an denen man ohne Gummistiefel in den Garten gehen konnte. So nass habe ich es selten ueber so eine lange Zeit gesehen. Ueber Wochen konnte ich den Rasen nicht schneiden. Tropfnass und aufgeweicht die Erde. Und als es dann einmal einige Tage etwas trockener wurde, war die Wiese so hoch, dass ich mit dem Rasenmaeher wirklich nur noch mit Muehe zurecht kam. An den Motorantrieb war nicht zu denken. Ich musste ihn schieben weil er sonst alle paar Meter wegen “Verstopfung” aus ging. Bei der Groesse wirklich kein Vergnuegen.
Ich denke, die Gartensaison 2010 lege ich zu den Akten und konzentriere mich auf die naechste Saison.