Posts Tagged “Hühner”

Dieser Tage erhielt ich einen Kommentar von maxgreen mit recht kritischem Unterton. Dieser sicherlich auch mit Recht (ich weiss es nicht ;) . So ganz unkommentiert moechte ich ihn aber doch nicht im Raum stehen lassen und diesen Artikel zum Anlass nehmen, um einmal einige Worte ueber die Misserfolge bei unseren Tieren zu sagen. Ist ja nicht das erste Mal, dass daran Kritik geuebt wird. Besonders auf meinem youtubekanal werden immer wieder Stimmen laut, die uns vorwerfen, vieles falsch zu machen.

Ich bin immer fuer Kritik offen. Kritik gehoert dazu, wenn man seine Erfahrungen und Erlebnisse oeffentlich macht. Ich lerne aus jeder Kritik, ich nehme meine Anregungen aus jeder Kritik und ich versuche mich zu bessern. Was auch logisch ist. Mit zunehmender Erfahrung passieren auch weniger Fehler.

Hier der Kommentar

Das tut mir auch sehr leid, Ralf! Ich komme nun schon sehr lange zu “Besuch” und nehme an euren Erfolgen und Mißerfolgen teil. Dabei finde ich deine Videos echt klasse. Nur heute habe ich mich gefragt: muss das wirklich sein? Musst du wirklich mit ALLEM, besonders mit den Tieren so experimentieren? Meterbohnen, wunderbar! Wenn die wachsen oder auch nicht, es spielt keine große Rolle für einen”Möchtegern-Selbstversorger”, Tomaten mit Grünkragen (meist Stickstoffüberdüngung), macht ja nix. Kaninchen-Mama tot, weil - keine Ahnung, wie die sich vermehren… hm? Kücken entschwunden, weil keine Ahnung, wie die es geschafft haben durch den grobmaschigen Zaun zu verschwinden… hm? Was frißt eigentlich ein Huhn, eine Ente, ein Kaninchen? Es sind NUTZtiere, stimmt - artgerechte Haltung? - learning by doing? Was ist bloß mit den Bienen los? Alle tot, naja, traurig, ich habe mich ja nun zu einem Kurs angemeldet… Du merkst den Punkt auf den ich hinaus will? Weinreben pflanzen, Pilze züchten, Kartoffeln auf der Wiese anbauen und keine Ahnung zu haben, das ist wirklich nicht schlimm sondern lustig. Ich bin sehr für Experimente, doch bei den Tieren hört bei mir persönlich der Spaß dann doch irgendwann auf. Das mein kritischer Kommentar nun beim Bienen-Video steht ist eher ein Zufall, denn das ein Bienenvolk eingehen kann, kann ja auch den erfahrensten Imkern passieren. Viele Grüße und experimentiere weiter (mit Pflanzen und Maschinen). Liebe Grüße maxigreena

Wir waren Stadtmenschen

Wie sollten wir auch ohne Fehler bleiben. Wir sind Stadtmenschen gewesen, haben unser Leben wie die meisten anderen auch im alltaeglichen Trott verbracht, haben geschuftet, haben gespart, haben konsumiert und haben oft kritik und gedankenlos das akzeptiert, was man uns vorgesetzt hat. Den Rest des Eintrages lesen »

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Wenn es Haustiere bei uns gibt, die sich in der Vergangenheit als besonders robust, unkaputtbar, immer froehlich und immer zu einem Scherz aufgelegt gezeigt haben, dann waren es die Huehner. Weder Eis und Schnee, bittere Kaelte, Gewitter oder die streunenden Katzen koennen ihnen etwas anhaben. Seit fast zwei Jahren halten wir Huehner, und in diesen zwei Jahren ist uns noch kein einziges verstorben. Mal abgesehen vom ersten Schlupf im vergangenen Jahr, von dem kein einziges uebrig geblieben ist. Was aber wohl mehr daran gelegen hat, dass die Kleinen nicht in einem eigenen Stall aufgewachsen sind, sondern schon kurz nachdem sie das Nest verlassen hatten, sich mit der Henne draussen im Freilauf aufhielten. Das hat bestimmt Raeuber angelockt. Denn ueber einen Zeitraum von einigen Wochen sind sie alle spurlos verschwunden. Kein Anzeichen eines Kampfes, keine verstreuten Federn. Die kleinen Kueken sind einfach verschwunden.

Dass uns ein Huhn eines natuerlichen Todes gestorben ist, hat es noch nicht gegeben. Gestern aber fand ich eines im Huehnerstall auf der Stange sitzend, der Kamm eingefallen und nur noch blass rosa. Die Augen mehr geschlossen als geoeffnet. Den Rest des Eintrages lesen »

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Erst waren es nur zwei, dann sind es drei geworden. Neue Mitbewohner meine ich. Drei weitere Enten. Aber keine Enten, die spaeter in der Pfanne landen sollen (konnte noch nicht herausfinden, ob sie ueberhaupt essbar sind :) ). Wir haben uns drei Laufenten besorgt. Nachdem so viele Kommentare auf meine Artikel ueber unsere Schneckenplage in den Kartoffeln eingegangen sind, die davon berichteten, wie zuverlaessig Laufenten Schnecken im Garten vertilgen und wie einfach die Haltung sein soll, haben wir uns dazu entschlossen, es auch einmal zu versuchen.

Es traf sich naemlich gut, dass eine Familie im Dorf zuvviele Laufenten im Garten hatten. Zuerst haben wir zwei davon bekommen, kostenlos, wofuer ich mich recht herzlich bedanke. Da das aber mit den zweien nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten, habe ich vor einigen Tagen noch eine dritte abgeholt, die etwas aelter ist und die juengeren aus diesjaehrigem Schlupf, ein wenig unter ihre Fittiche nehmen soll und ihnen zeigt, wie so ein Laufentenleben eigentlich auszusehen hat.

laufenten-im-gartenDiese drei neuen Mitbewohner sollen uns dabei helfen, die Schnecken unter Kontrolle zu halten. Hoffentlich wissen das auch die drei.

Die ersten beiden haben wir naemlich, als wir sie bekommen haben, erst einmal zu all dem anderen Federvieh in das Huehnergehege gesperrt. Wir hatten noch keine passende Unterkunft. Das war wohl ein Fehler. Die haben sich dort anscheinend so wohl gefuehlt, dass sie, als wir sie dann in den Garten befoerdert haben, wo sie ihr Werk tun sollen, nichts anderes im Kopf hatten, als moeglichst schnell wieder zurueck zu den anderen Huehnern und Enten zu gelangen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Was waere die Hobbygaertnerwelt ohne meinen Forschergeist? Was waere die Hobbygaertnerwelt ohne meinen eisernen Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen, nichts als gottgegeben hinzunehmen, alles zu hinterfragen und selbst zu ueberpruefen. Die Welt der Hobbygaertner waere verloren, hoffnungslos. :)

Frueher haben mich die Maden nicht gestoert, oder gab es keine?

Da sind wir doch seit letztem Jahr, nach unserem Umzug ins neue Heim, stolzer Besitzer eines recht grossen Suesskirschenbaumes. Was haben wir uns im vergangenen Jahr auf leckere Kirschen gefreut. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, als wir bei einem meiner Onkel immer im Kirschbaum sassen und Kirschen assen. Genau dieses Gefuehl wollte ich wieder haben, mich in meine Kindheit zurueckversetzen und mal wieder fuer kurze Zeit der sein, der ich einmal war. Ich habe dabei die Rechnung ohne ein paar Dutzend Jahrzehnte gemacht, die mich gepraegt haben. Denn, als die Kirschen reif waren, mussten wir leider schnell feststellen, dass da nicht viel zu holen war. Kaum eine, ich wuerde sogar sagen, keine einzige Kirsche, die nicht von einer dieser netten Kirschfruchtfliegen Besuch hatte, die eine dieser unheimlich netten kleinen weissen Maden hinterlassen haette. Als Kind hat mich das nicht gestoert. Ich habe es vielleicht auch nicht gewusst, oder meine Eltern haben es mir nicht gesagt. Jedenfalls kann ich mich an keine einzige Made in einer Kirsche erinnern. Heute, viele Jahrzehnte spaeter, fiele es mir im Traum nicht ein, auch nur eine einzige Kirsche anzuruehren, bei der ich nicht hundertprozentig sicher bin, dass sie keine Made enthaelt, sei sie auch noch so klein.  So hat sich mein “Kirsch-Kindheitstraum” leider in Luft aufgeloest.

Die Versuchsanordnung

In diesem Jahr wollte ich es besser machen. Die Industrie bietet doch fuer so gut wie jeden Gartenbewohner, der da nichts verloren hat, irgendein Mittelchen an, mit dem man so gut wie jedem Schaedling das Leben schwer machen kann. So auch fuer Kirschfruchtfliegen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Faellt mir doch gerade auf, dass ich vor einiger Zeit noch einen Film bei den Huehnern und Enten gedreht habe, ueber den ich noch gar nicht berichtet habe. Weil, wie auch die Kaninchen, haben auch die Enten und Huehner nichts anderes zu tun, als sich nach Moeglichkeit so schnell es geht zu vermehren. Anfangs war es nur ein Nest mit Enteneiern, um das sich die beiden Enten gestritten haben. Dann waren es ploetzlich schon zwei Nester. Ich mag gar nicht darueber nachdenken, wenn hier auch noch zwei Dutzend kleine Entlein umherwandern. Ueber ein paar haette ich mich ja gefreut. Sehen bestimmt lustig aus. Aber gleich zwei Gelege? Wir muessen da definitiv haerter durchgreifen.

Desgleichen eine der Hennen. Wieder eine der Sperber. Gegluckt hatte sie auf 8 Eiern, von denen aber nicht alle befruchtet waren. Das war zu der Zeit als wir den alten Hahn um die Ecke gebracht haben, und der neue Hahn noch nicht so ganz wusste, wozu er eigentlich hier engagiert ist. Und selbst aus den wenigen Eiern, die befruchtet waren, ist nur ein einziges Kueken geschluepft. Das haben wir unserem Grossen zu verdanken. Der kam naemlich einen Abend stolz wie Oskar ins Haus und meinte, er habe ganz viele Eier gefunden. Da muss die Glucke wohl mal fuer einen Moment nach draussen gegangen sein, gerade als der Grosse in den Huehnerstall kam. Er kam mit Eiern in den Haenden angelaufen und meinte, die hoerten sich ganz anders an als die ueblichen Eier und schuettelte sie ganz kraeftig vor seinen Ohren. Klar, das hat den kleinen Lebewesen darin nicht gut getan. So ist aus diesem Gelege nur ein Kueken geschluepft. Ich habe den beiden aus Draht einen Stall im Stall gebaut. Einige Zeit ging das gut. Mutter und Kind waren gluecklich und zufrieden. Je groesser aber das Kueken wurde, umso mehr erinnerte sich die Mutter daran, dass es auch noch ein Leben ausserhalb dieses Verschlages gegeben haben muss. Kann ich verstehen. Manchesmal kommen mir auch die Erinnerungen an die Zeit, wo wir noch keine “Jungen” hatten:). Die Henne ist dann nur noch wie irr am Draht entlanggelaufen. Das sah schon erbaermlich aus.

So habe ich die beiden freigelassen. Das ging eine Woche gut bis das Kueken, wie auch die anderen im letzten Jahr von heut auf morgen spurlos verschwand. Da muss ich mir was ueberlegen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Henne anfing durchzudrehen, war alles prima. Sollte wieder eine Henne brueten, dann werde ich den Kueken, sobald sie halbwegs fluegge sind, einen eigenen Stall bauen, in dem sie dann so lange bleiben bis fuer sie keine Gefahr mehr besteht.

Es gibt aber nicht nur Probleme von denen bei den Huehnern und Enten zu berichten ist. Der ein oder andere mag sich noch an meinen Bericht erinnern, in dem ich davon schrieb, dass wir zwei LKW Ladungen Muttererde geliefert bekamen. Die waren ja fuer den Huehnerstall bestimmt. Ich habe die ganze Erde mit dem Einachser in das Huehnergehege gefahren, wir haben es mit unserem mobilen Steckzaun abgesperrt und darauf Rasensamen gestreut. Dieser ist mittlerweile gut angewachsen. Das wird den Tieren bestimmt Spass machen, endlich mal wieder im Gras spazieren gehen zu koennen. Die Erde hat allerdings nicht fuer das gesamte Gelaende gereicht. Wir werden wohl die Tiere nur gelegentlich auf den Rasen lassen koennen. Sonst haben sie das Stueck in wenigen Tagen wieder ruiniert.

Man sieht, es bleibt interessant. Fuer jedes geloeste Problemchen taucht mindestens ein, meistens aber mehrere neue auf. So wird das Leben als Hobby-Gefluegelhalter niemals langweilig. Das ist auch gut so.

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