Posts Tagged “Landleben”

Jetzt habe ich mir das Spiel mit den herumfliegenden Enten einige Wochen angesehen und schon lange drauf gewartet, dass einer der Nachbarn sich beklagt. Diesen Fall hatten wir nun. Die Enten wuerden die Pferde scheu machen, und sie wuerden auf der Terrasse anderer Leute herumlaufen und ka…n. Das moechte ich ja nun niemandem zumuten. So mussten wir etwas unternehmen. Ich hab’s kommen sehen.

Alleine keine Chance

So eine Ente alleine einzufangen habe ich schon vor einigen Tagen mal versucht. Die lachen mich nur aus. Hoffentlich hat mich niemand gesehen, wie ich mich dort zum Affen gemacht habe. Am Wochenende sieht das anders aus. Da ist meine Frau auch zu Tageslichzeiten zu Hause, und so haben wir das Problem mal in Angriff genommen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Sie sind wieder da, die Wildgaense. Ich habe sie gerade eben ueber uns hinwegziehen sehen. Nicht viele, aber eindeutig Wildgaense. Zwei Formationen von vielleicht jeweils 20 bis 30 Tieren. Warum schreibe ich nun darueber? Die kommen und gehen doch jedes Jahr, wird sich der ein oder andere denken, was sollte also daran besonders sein? Ganz einfach. Welch ein Ereignis dieser Zug der Wildgaense ist, kann nur der erahnen, der wie wir aus der Stadt kommt. Dort ist mir naemlich, so weit ich mich erinnern kann, nie ein Schwarm Wildgaense am Himmel aufgefallen. Normalerweise schaut man ja nicht gen Himmel, und die Geraeuschkulisse in den Staedten uebertoent alles. Gegen den Krach von Automotoren, gegen Sirenengeheul und gegen das dumpfe Rauschen von tausenden menschlicher Stimmen kann das Geschnatter von Wildgaensen am Himmel nicht mithalten.

Auf dem Land aber ist das anders. Schon im Herbst letzten Jahres haben uns riesige Schwaerme Wildgaense ueberflogen. Hunderte von ihnen, in immer neuen Formationen, machmal war ueber eine viertel Stunde lang ihr Geschnatter zu hoeren. Und das tagelang. Ein wunderschoener Anblick. Das war der Moment, an dem man so langsam die Gartengeraete einmotten, die allerletzten Ernten einfahren und sich auf den langen trostlosen Winter vorbereiten sollte. Umso mehr freut es mich, dass sie wieder da sind. Kann also nicht mehr lange dauern, bis der Fruehling kommt und ich endlich meine Gartengeraete wieder aus dem Schuppen holen und auf die bevorstehende Saison vorbereiten kann.

Ich bin ja nun in ornithologischer Hinsicht ein ziemlicher Stuemper. Hatte ich glaube ich schon mal erwaehnt. Deswegen habe ich mal auf die Schnelle im Internet nachgesehen, was es denn ueber Zugvoegel zu wissen gibt. Wobei das Erstaunlichste am Zug der Voegel zu sein scheint, dass wir Menschen immer noch so gut wie nichts genaues darueber wissen. Klar, wir wissen, dass sie fliegen. Wir wissen auch, wohin sie fliegen, aber wie sie sich orientieren, was der ausschlaggebende Faktor ueberhaupt fuer den Flug ist, ob sie zwischendurch fressen oder nicht oder ob sie Fluessigkeit aufnehmen ist lange noch nicht geklaert. Zugvoegel sind in der Lage, die Groesse ihrer Organe zu reduzieren, sie sind sogar in der Lage, selbst Wasser zu erzeugen, indem sie anstatt Fett Muskelgewebe in Energie umwandeln. Dabei wird Wasser frei. Was es alles gibt!

Man vermutet sogar, sie wuerden waehrend des Fluges schlafen. Wie das? Sie schicken ganz einfach eine Haelfte des Gehirns zu Bett, waehrend die andere Haelfte wach bleibt. Es sieht dann zwar nur ein Auge, reicht aber wohl aus. Es kommt noch doller. Man nimmt sogar an, das Fliegen eines Zugvogels wuerde weniger Energie verbrauchen, als das Sitzen auf einem Ast. Die Küstenseeschwalbe soll sogar in der Lage sein, Tage oder Wochen ohne Landung in der Luft zu bleiben.

Was sagt mir das? Der Mensch ist eben doch eine Fehlkonstruktion der Natur. Wuerde ich doch auch beim Sitzen am Rechner mehr Energie verbrauchen als bei der Gartenarbeit. Ich kaeme doch glatt in die Versuchung, mich gar nicht mehr von hier fortzubewegen und mir die ganze Plackerei zu ersparen. ;)

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Landwirte muessen ganz clevere Menschen sein! Da besteht fuer mich kein Zweifel mehr dran. Landwirte sind naemlich nicht die harten Kerle aus dem Schuetzenverein, die bis morgens um halb fuenf im Schuetzenzelt singen, mit 2,3 Promille nach Hause torkeln, sich einen Kaffe reinziehen, die Scheune aufmachen und sich ans Steuer ihres 250 PS starken hochmodernen Traktors setzen, um dann wie wild ueber die Felder zu sausen, dirigiert von einem Navigationsgeraet, von dem der herkoemmliche Autofahrer nur traeumen kann (am uebernaechsten Maulwurfshuegel scharf rechts abbiegen). Im Schlepptau diverse Geraetschaften, mit denen sich so ein Acker im Handumdrehen in eine Wueste verwandeln laesst, mit dem verglichen im Saharasand geradezu himmlische Lebensumstaende fuer Regenwuermer herrschen muessen. (Tschuldigung, ist mir so rausgerutscht).

Denken Sie nur nichts Falsches

Nein, nicht wie Sie vielleicht denken. Ich meine nicht damit, dass sie wissen muessen, wie man am schnellsten und am einfachsten die Subventionsmillionen aus Bruessel einstreicht. Oder noch schlimmer, wie man sie einstreicht und dabei auch noch die Steuer uebers Ohr haut. Ich meine auch nicht damit, dass die Landwirte wissen muessen, zu wem sie ihre Lobbyisten schicken muessen, um nur ja die Bevoelkerung vor zu viel Bioware zu beschuetzen. Ich meine auch nicht damit, dass der Landwirt von heute einen Doktortitel in organischer Chemie besitzen muss, um nur ja nicht die vielen schmackhaften Sueppchen, mit denen er die Ernten in ungeahnte Hoehen steigert, zu verwechseln. Und ich meine auch nicht die Tatsache, dass ein Landwirt heutzutage ein gewiefter PR Mann sein muss, denn es gilt ja den Verbrauchern plausibel zu machen, warum ein Huehnchen heutzutage noch ohne Beipackzettel verrkauft werden sollte, auf dem vor moeglichen Risiken und Nebenwirkungen gewarnt wird. Den Rest des Eintrages lesen »

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Dass das Landleben als “Moechtegern-Selbstversorger” nicht ganz ungefaehrlich ist, duerfte jedem klar sein. Beim Brombeerpfluecken hat man sich schnell einen Dorn in den Finger gerammt, bei der Arbeit an den Bienen ein paar Stiche eingefangen, beim Hahn schlachten die Hand abgehackt, von Fliegen in den Nervenzusammenbruch getrieben, von umherfliegendem Duenger fast erschlagen werden kann oder schlicht und ergreifend im Schlamm versinken kann, sind Begleiterscheinungen, die man als angehender Landmensch in Betracht ziehen sollte. Nichts fuer wehleidige Naturen, nichts fuer Sesselpupser oder Videospielsuechtige. Das Leben als “Mochtegernselbstversorger” ist hart, entbehrungsreich und natuerlich gefaehrlich.

So ist es mir in der vergangenen Woche ergangen. Und das bei so einer banalen Taetigkeit wie dem Fuettern der Kaninchen.  Den Rest des Eintrages lesen »

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Es war mal wieder so weit. Einige unserer Kaninchen sollten geschlachtet werden. Gross und alt genug waren sie,  und dafuer halten wir sie ja auch. Wie auch beim letzten Mal haben wir diese Arbeit von einem Profi erledigen lassen. Versteht sich von selbst. Jetzt verdient so ein Landmetzger sein Geld natuerlich nicht nur mit Kaninchen. Diese sind eher Beiwerk und werden so zwischendurch erledigt. Das eigentliche Geschaeft macht ein Metzger mit den groesseren Tieren. Und bei besagtem Metzger vornehmlich Rinder und Kaelber. Schweine duerfen, so habe ich erfahren, dort nicht geschlachtet werden. Schweine sind Allesfresser und duerfen nicht zusammen mit Rindern in einem Betrieb verarbeitet werden.

Eigentlich hatte ich einen ruhigen Tag geplant.

Ich hatte mich auf einen ruhigen Tag eingestellt, wollte mir ansehen wie meine Kaninchen geschlachtet werden und vielleicht auch einen Film darueber drehen. (Darueber werde ich spaeter noch berichten). Aber es kam ganz anders. Den Rest des Eintrages lesen »

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