Ich habe ja schon so einiges an Samen im Fruehjahr in der Erde versenkt. Darunter auch Samen von Pflanzen, die nicht alltaeglich sind, die ich selbst noch nicht versucht habe und von denen ich kaum eine Ahnung habe. Einiges davon ist schon abgeerntet, wie z.B. Zuckerhirse, andere stehen noch im Garten und warten darauf, verspeist zu werden. Entweder von uns oder von den Tieren.
Eine der Kulturen, die ich noch nie versucht habe, waren Futterrueben. Vornehmlich habe ich sie angebaut, um die Kaninchen im Winter versorgen zu koennen. Nicht viele, ein Dutzend Rueben vielleicht. Einige hatte ich in kleinen Toepfchen vorgezogen, andere in Direktsaat ausgesaet. Jetzt, wo die Temperaturen sich langsam aber sicher dem Gerfrierpunkt naehern, war es an der Zeit, meine Futterrueben zu ernten. Einige davon haben sich naemlich zu wirklichen “Riesen” gemausert. Die schwersten beiden brachten jeweils knapp neun Kilo auf die Waage. Andere aber auch gerade mal ein Fuenftel davon. Den Rest des Eintrages lesen »
Vor einigen Tagen habe ich schon mal von der “Grossen Duerre” hier in unserer Gegend berichtet. Ich kann mich naemlich wirklich nicht erinnern, in meiner Zeit als Hobbygaertner jemals so eine lange Zeitspanne ohne Regen erlebt zu haben. Vielleicht ein Mal vor 5 oder 6 Jahren, da war es auch sehr heiss und es regnete nicht. Das war aber mitten im Sommer als der Garten schon bestellt war und alles wuchs. Selbst der Rasen in unserem Schrebergarten damals war nur noch eine einzige gelbe vertrocknete Flaeche. Beim Gemuese konnte man allerdings noch mit Giessen ueber die Runden kommen, und es hat zu einer ordentlichen Ernte gereicht. In diesem Jahr ist das anders. Den Rest des Eintrages lesen »
Einen kurzen Rundgang durch unseren unfertigen Selbstversorgergarten moechte ich doch noch zeigen. Bin im Laufe des Jahres nicht dazu gekommen. Weitergekommen mit der Anlage sind wir nicht wirklich. Waehrend zu Beginn des Jahres noch ein klein wenig Zeit fuer den Garten uebrig war, haben wir ihm seit Anfang August eigentlich so gut wie keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Es gibt so viele Dinge zu erledigen, die in der Prioritaet weit vor dem Garten stehen, da muss ich schon mal bei dem vielen Unkraut ein Auge zudreucken.
Rote Bete sind gross wie Zuckerrueben geworden, Andenbeeren noch keine einzige reif, Tomaten krank, Zuchini gross wie Oberschenkel. Ich muesste mich eigentlich schaemen ueberhaupt das Wort Garten im Titel unseres Blogs zu fuehren. Sehr schrecklich war der viele Regen seit Anfang August. Kaum einmal ein paar Tage an denen man ohne Gummistiefel in den Garten gehen konnte. So nass habe ich es selten ueber so eine lange Zeit gesehen. Ueber Wochen konnte ich den Rasen nicht schneiden. Tropfnass und aufgeweicht die Erde. Und als es dann einmal einige Tage etwas trockener wurde, war die Wiese so hoch, dass ich mit dem Rasenmaeher wirklich nur noch mit Muehe zurecht kam. An den Motorantrieb war nicht zu denken. Ich musste ihn schieben weil er sonst alle paar Meter wegen “Verstopfung” aus ging. Bei der Groesse wirklich kein Vergnuegen.
Ich denke, die Gartensaison 2010 lege ich zu den Akten und konzentriere mich auf die naechste Saison.
So wirklich grossen Erfolg hatten wir mit Tomaten nie. In keinem der Jahre sind wir von Krankheiten verschont geblieben, in keinem der vergangenen Jahre haben wir es geschafft, unsere Tomaten konsequent auszugeizen, und der Geschmack hat uns auch nie so wirklich voll und ganz ueberzeugt. Entweder wir waren uns nicht sicher bei der Menge an Duenger oder hatten Probleme, das richtige Mass Giesswasser zu finden. Also gar kein so einfaches Gemuese. Klar, die gekauften aus dem Supermarkt sind oft haarstraeubend im Geschmack. Erst letztens habe ich welche aus dem Markt mitgebracht, die schmeckten nicht nur nach nichts, sie schmeckten sogar wirklich schlecht, so dass ich sie nicht einmal kleingeschnitten im Salat essen mochte. Aber diese wollen wir auch nicht als Mass anlegen. So einen wirklich tomatigen Tomatengeschmack haben wir noch nie an einer von uns geernteten Tomate erlebt. (Oder vielleicht legen wir die Messlatte einfach zu hoch).
Und doch, wir versuchen es in jedem Jahr erneut. So auch in diesem Jahr. Allerdings in sehr kleinem Massstab. Nicht wie im letzten Jahr, in dem wir so viele Tomaten ernten konnten, vor allen Dingen bei der Sorte De Berao, dass wir immer noch reichlich eingemachte Tomatensosse im Keller stehen haben und problemlos noch ein weiteres Jahr ohne Tomatensosse herstellen zu muessen auskaemen. Vier Pflanzen wachsen dieses Jahr im kleinen Garten, den wir auf der Wiese angelegt haben, einige weitere wachsen in Toepfen neben dem Huehnergehege. Diese beiden Standorte und Bedingungen wollen wir einmal vergleichen.
Die Tomaten in den Toepfen sehen scheusslich aus. Sie haben kaum Blattwerk gebildet, sehen gelblich und verblichen aus und machen keine Freude. Bedenkt man die ganze Arbeit mit dem taeglichen Giessen, kann man diese Methode nicht als Erfolg bezeichnen. Geduengt haben wir sie mit einem Duengestaebchen fuer Tomaten von Compo. Eines mit in den Topf gesteckt und gehofft, es wuerde reichen. So ganz gereicht wird es aber wohl nicht haben. Sie tragen zwar einige Tomaten, die aber klein sind.
Ganz im Gegensatz dazu die vier Tomaten hinten im Garten. Die Sorten sind die gleichen. Alle Pflanzen stammten aus dem Baumarkt (uns fehlte die Zeit selbst welche heranzuziehen) und waren mit dem Zusatz “freilandtauglich” gekennzeichnet. Unser Stueck Garten auf der Wiese haben wir erst wenige Tage vor der Pflanzung in Gartenland verwandelt. Vorher diente es als Pferdewiese. Umso erstaunlicher, wie gut diese vier Pflanzen gewachsen sind. Viele kraeftige und satt gruene Blaetter, eine Unmenge an langsam reifenden Tomaten die alle um einiges groesser sind als die Tomaten an den Pflanzen in Toepfen. Eine Freude anzuschauen, jedenfalls bis zum heutigen Tag. Und dabei haben sie, ausser einige Male unseren selbst angesetzten Komposttee, keine weiteren Duengergaben bekommen. Wie uebrigens der gesamte Garten nicht. Die Tomaten zeigen keine Anzeichen von Krankheiten und wachsen weiterhin kraeftig. Das alles ohne Regenschutz auf offener Wiese. An den gewaehlten Sorten kann es nicht liegen. Diese sind, wie gesagt, gleich. Ob es an dem Komposttee liegt, wer weiss.
Wir sehen nur, dass auch andere Pflanzen sehr gut gedeihen. Wir konnten einige stattliche Blumenkohlkoepfe ernten. Spitzkohl ist auch schon abgeerntet und hat einen ordentlichen Ertrag eingebracht. Ganz besonders unsere Rote Beeten sind eine wahre Freude anzusehen. Kein krankes Blatt. Einige haben bestimmt schon mehr als 15 Zentimeter Durchmesser erreicht. Auch der Mais und die Bohnen wachsen so gut, wie wir es in den vergangenen Jahren noch nicht erlebt haben.
Ich denke mal, neben unserem Komposttee wird es an der wesentlich besseren Gartenerde liegen die uns hier zur Verfuegung steht. Nicht umsonst ist unsere Gegend bekannt fuer seine ueppige Landwirtschaft. Das macht Hoffnung. Im naechsten Jahr, wenn wir, so Gott will, um einiges mehr Anbauflaeche zur Verfuegung haben, wird sich zeigen, ob wir mit der Vermutung richtig liegen.
So langsam muessen wir zusehen, dass auch die letzten Ernten aus dem Garten eingefahren werden. Heute haben wir wieder einen Erntetag eingelegt. Und da ist doch einiges zusammengekommen. Die letzten 10 Kilo Moehren ohne Maden. Ein wirklicher Erfolg. Nicht ganz so viel wie im letzten Jahr. Aber doch mit 23 Kilo Moehren insgesamt ein passables Ergebnis.
Ulmer Ochsenhoerer sind auch noch reichlich zu ernten. Und dabei ist die Kapazitaet in den Tiefkuehltruhen ausgeschoepft. So viel ist frisch nicht zu vertilgen.
Steckrueben sind ebenfalls noch reichlich vorhanden. Einige sind zwar geplatzt und sehen nicht so gut aus. Aber auch die uebrigen ergeben noch einige Mittagessen. Diese hier brachte ein Kilo auf die Waage.
Den groessten Teil unserer Roten Bete haben wir geerntet. Die Naechte werden doch langsam merklich kuehler und wachsen tun sie auch nicht mehr. Etwas mehr als 12 Kilo haben wir heute geerntet. Diese werden in einem mit nassem Sand gefuellten Plastikwaeschekorb gelagert. Hoffentlich bekommen wir nicht so tiefe Temperaturen wie im letzten Jahr, bei denen uns ein grosser Teil der Roten Bete in einem nicht beheizten Raum erfroren sind.
Mit Salaten koennen wir auch noch aufwarten. Einige schoene Koepfe warten noch darauf, geerntet zu werden. Wird auch hier Zeit. Besser werden sie durch laengeres Stehen auf dem Beet nicht mehr.