Posts Tagged “Winter”

Wenn ich doch nur nicht alles ausprobieren muesste! Was wuerde mein Leben ruhig und friedlich ablaufen, wenn mir nicht immer wieder neue Projekte in den Sinn kaemen, ohne die es sich, ganz nuechtern betrachtet, viel einfacher leben liesse.

Wir haben doch vor einigen Tagen sieben Kaninchen schlachten lassen. Jetzt bestehen die natuerlich nicht nur aus Fleisch und Knochen, sondern besitzen ja auch noch ein Fell. Und wer so ein richtiger “Moechtegern-Selbstversorger” werden will, der kann solche Felle natuerlich nicht einfach entsorgen. Dafuer sind sie doch viel zu schade. Tierfelle kann man doch gerben oder gerben lassen. Waere doch viel zu schade, diese Moeglichkeit ungenutzt zu lassen. Als “Moechtegern-Selbstversorger” traegt man natuerlich heutzutage auch selbst hergestellte Kleidung. Das ist jawohl das Mindeste, was von einem erwartet wird ;) .

Ein richtiger “Moechtegern-Selbstversorger” stellt natuerlich auch seine Kleidung selbst her. ;)

Jetzt habe ich immer noch keine Wiese gefunden, um mir eigene Schafe zu halten, meine Versuche, Baumwolle im Garten anzubauen sind auch nicht allzuweit gediehen, und zum Hanfanbau im Garten moechte ich mich, aus verstaendlichen Gruenden, nicht aeussern. Dann muss ich wohl auf meine Kaninchenfelle ausweichen. Selbst wenn es sich nur um sieben Felle handelt, fuer eine neue Muetze oder ein paar warme Schluppen fuer meine Frau sollte es aber reichen.

Dazu habe ich mir vom Schlachter die Felle aufheben lassen. So stand ich also hier, eine Tuete mit ziemlich blutverschmierten Kaninchenfellen in der Hand und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 14 Kommentare »

Das Fruehjahr naht und damit auch die Zeit, sich der Gartenplanung fuer das kommende Jahr zu widmen. Sicher, schaut man nach draussen, dann glaubt man kaum, es waere schon so weit. Aber das Fruehjahr kann schnell kommen.

So muss auch ich mich so langsam aber sicher mit der Planung unseres Selbstversorgergartens befassen. Genau dazu brauche ich Ihre Hilfe und Ihre Vorschlaege. Es gibt naemlich einen kleinen Unterschied, ob jemand nur einen Gemuesegarten zu planen hat, oder aber einen Garten, der eine vierkoepfige Familie ein Jahr sicher ernaehren koennen soll. Dazu noch die Tiere, die bei uns leben, moeglichst vollstaendig mit dem versorgt, was sie brauchen.

In meinem heutigen Artikel soll es um die generelle Planung eines Selbstversorgergartens gehen, um die grundsaetzlichen Dinge. Ziel ist es, eine Planung zu erstellen, die auf viele Jahre angewendet werden kann. Eine Planung, die so wenig wie moeglich Arbeit verursacht und trotzdem passable Ernten erbringt.

Ein grosser Selbstversorgergarten will geplant sein

Zuerst aber moechte ich kurz erlaeutern, wie ich mir unseren Garten vorgestellt habe, wie ich mir ausgerechnet habe, moeglichst viel dessen, was wir brauchen, selbst zu erzeugen. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 19 Kommentare »

Waere das Leben ohne Winter doch schoen! Habe ich naemlich nie viel Spass dran gehabt. Monatelang Kaelte, Regen, Schnee. Monatelang Matsch und Modder. Nein, der Winter ist nicht meine Zeit. Aendern kann ich daran allerdings herzlich wenig. So stellt sich in jedem Jahr die Frage, wie ich meinen Garten am besten ueber den Winter bringe. Bis auf ein wenig Gruenkohl, einige Ochsenhoerner, ein paar Rettiche, Moehren, Haferwurzeln, Zuckerwurzeln und Stachys ist unser Garten so gut wie abgeerntet. Da gilt es, ihn fuer die bevorstehenden Wintermonate richtig vorzubereiten. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 3 Kommentare »

Haben wir doch vor kurzem den Geburtstag unseres “Grossen” gefeiert. Wie das so auf Kindergeburtstagen heutzutage ueblich ist, durfte er seine Freunde einladen. Neun Stueck an der Zahl. Wir haben uns wirklich Muehe gegeben. Ein paar Spiele im Garten, einen Rundgang zu den Tieren, eine festliche Dino-Torte. Und natuerlich am Abend eine deftige Suppe. Es war ja immerhin recht frisch draussen. Da kann eine deftige Gemuesesuppe nicht schaden. Kartoffeln aus eigenem Anbau, Paprika aus eigenem Anbau, Zwiebeln aus eigenem Anbau. Bioanbau nur eben ohne Zertifikat und Auszeichnung. So wie wir unseren Garten eben betreiben.

Naiv wie wir waren, hatten wir uns ausgerechnet, die Kinder wuerden darueber herfallen. Aber weit gefehlt. Von den insgesamt 10 Kindern haben glatte zwei ueberhaupt einen Loeffel Suppe probiert. Einer davon war der unsrige. Die anderen haben sich auf trockene Broetchen und Wuerstchen aus dem Glas beschraenkt. Mit Ketchup natuerlich (gibt es bei denen denn niemals Suppe)?

Unter seinen Freunden war auch der Sohn eines oertlichen Landwirtes. Konventioneller Landbau versteht sich. Bio ist hier in der Gegend naemlich nicht vertreten. Dem habe ich von unserem selbst geernteten Biogemuese erzaehlt. Das Gesicht, welches er daraufhin gemacht hat, sprach Baende. Als haette ich ihm eine Suppe bestehend aus frittierten Scorpionen, eingelegten Huehnerschnaebeln, Brennesselmus und zerstampften Kastanienblaettern serviert.

“Ich esse kein Bio” kam wie aus der Pistole geschossen.

Es gibt eben immer mehr Momente, in denen ich froh bin, einen eigenen Garten zu betreiben. Nicht nur um der Fitness wegen, nicht nur um vielleicht den ein oder anderen Euro zu sparen. Nein, auch um unseren Kindern ein wenig kritisches Denken zu vermitteln, die Saat fuer eine gesunde Portion Zweifel an dem, was gemeinhin als gottgegeben hingenommen wird zu legen, und die Sinne zu schaerfen dafuer, dass ihre Zukunft in ihren eigenen Haenden liegt. Und diese ihre eigenen Haende sollten das richtige tun.

Unser Sohn hat zwei Portionen Suppe gegessen.

Comments 6 Kommentare »

Wir Hobbygaertner sind manchmal nicht zu beneiden. Es gibt Jahre, da will der Winter einfach nicht weichen. Es gibt andere Jahre, da regnet es im Sommer wie aus Eimern, es gibt Jahre, da gibt es die ersten Frosttage viel zu frueh und es gibt Jahre, da scheint der Garten geradezu zu vertrocknen. Mal ganz abgesehen von den Jahren mit Schneckenplagen, mit Laeuseplagen oder sonstigem Unbill. In diesem Jahr haben wir, oder zumindest wir hier im Rheinland, mit extremer Trockenheit zu kaempfen. Die recht hohen Temperaturen der letzten Wochen waren eher gut fuer’s Geschaeft. Die Trockenheit allerdings weniger.

Lese ich vor kurzem in der Zeitung, wir haetten hier in der Gegend den trockensten Maerz seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 zu verzeichnen gehabt. Der April war nicht besser. Der April waere der zweitwaermste April im gleichen Zeitraum gewesen (ich bin sicher, bei uns genau an diesem Ort kommt noch der trockenste April hinzu). Kein nenneswerter Tropfen Regen seit Februar. Einige Tropfen sind zwischenzeitlich gefallen. Die haben aber nicht einmal gereicht, die Oberflaeche zu benetzen, ganz zu schweigen davon, das Wasser waere bis zu den Wurzeln vorgedrungen.

Gestern zum Beispiel hat es kurz aber heftig geregnet, ein wenig Donner war zu vernehmen und ich war schon ganz aus dem Haeusschen. Aber zu frueh gefreut. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei. In die Regentonnen hat sich kaum etwas verirrt, und die Erde im Garten hat das Wasser scheinbar ohne Spuren zu hinterlassen aufgenommen und war schon nach einer halben Stunde genauso trocken wie vorher.

Ich schaue regelmaesig bei wetter.com nach. Da kommt kein Regen. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in einer Woche. Keine beruhigende Aussicht. Jetzt trifft es uns noch nicht einmal so hart wie die Landwirte. Der Bericht in der Zeitung sprach sogar von massiven Ernteausfaellen, besonders beim Getreide, die sich in manchen Gegenden auf bis zu 30 Prozent belaufen koennten. Keine gute Voraussetzung fuer unseren Versuch, Getreide selbst anzubauen.

Es ist aber nicht nur das Getreide oder das Gemuese welches unter der Trockenheit leidet. Weiter spricht der Bericht davon, dass selbst die Heuernte schlecht sein wird. Die anhaltende Trockenheit zwinge die Landwirte dazu, das Heu schon jetzt einzufahren. Dabei soll es ohnehin aufgrund der Trockenheit schlecht gewachsen sein. Durch die Trockenheit verschlechtere sich die Qualitaet des Heus und wird dadurch fuer die Tiere schlechter verdaulich. Und ich war so stolz auf meine kleine Heuwiese und jetzt DAS. Jetzt bekommen unsere Kaninchen auch noch minderwertiges Heu zu fressen. Wenn ich mir die Wiese ansehe, kann ich das auch verstehen. Das Gras ist schon abgeblueht und vertrocknet langsam. Ich brauche dringend eine funktionierende Sense.

Otto Normalverbraucher macht sich darueber normalerweise keine Sorgen. Der freut sich ueber den Sonnenschein, ueber erholsame Besuche im Freibad oder ueber gemuetliche Grillabende im Garten. Die Landwirte und Hobbygaertner sehen das naturgemaess anders. Sicher, man kann den Rasensprenger bemuehen. Man kann mit der Giesskanne regelmaessig durch den Garten spazieren. Bringt das aber was?

Letzendlich haengen wir von Petrus ab. Ich hoffe, Petrus hat ein Einsehen und schickt uns bald eine gehoerige Portion Wasser. Muss ja nicht tagelang regnen. Es reicht ja eine Nacht, in der es so richtig schuettet damit sich der Garten wieder vollsaugen kann. Danach kann die Sonne wieder scheinen.

Ein Gutes hat die Trockenheit aber ganz sicher. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so wenige Schnecken im Garten gesehen zu haben. Wenn ich eine Schnecke waere, ich wuerde auch in meinem Versteck bleiben und auf bessee Zeiten warten, anstatt auf dem Weg zur naechsten kleinen Kohlpflanze zu vertrocknen. Auch wenn ich Hunger leiden muesste.

Comments 8 Kommentare »