Ohne jetzt den Schrebergaertnern in diesem Lande zu nahe treten zu wollen. Als besonders fortschrittlich und experimentierfreudig gelten sie nicht. So ist nun mal die landlaeufige Meinung. Ordnungsliebend, kleinkarriert und in ein enormes Geflecht von Regelwerk eingebunden, so denkt man, laeuft das Schrebergaertnerleben tagein tagaus. Da mag auch was dran sein. Ich habe es selbst erlebt. Meine Anfaenge dereinst liegen in einer Schrebergartenkolonie und auch dort ist mir das Regelwerk einige Male uebel aufgestossen. Aber nun gut, es hat auch seine Vorteile. Wo viele Menschen nah beieinander gaertnern, geht es eben nicht ohne Regeln. Ist letztendlich wie im sonstigen Leben auch. Es muessen Rahmenbedingungen definiert sein, um allen ein friedliches Miteinander zu garantieren.
Es gibt aber auch Schrebergaertner, die anders denken, die neue Wege gehen. So zum Beispiel die Schrebergartenkolonie KGV Am Kienberg e.V nahe der IGA 2017 in Berlin, die ich in diesem Jahr besucht habe. Darueber habe ich schon ein Video gezeigt. Mit Jochen bin ich den Obstbaumpfad entlang gelaufen und habe mir erklaeren lassen, was da so alles an Obtbaeumen waechst und wie man es richtig macht. Vielleicht schauen Sie sich auch dieses Video an.
Dort hatte man naemlich eine ganz besondere Idee, um das Gaertnern in einem Schrebergarten den Menschen nahe zu bringen.
Erst einmal blechen?
In der Regel ist es naemlich so, dass, wollte man eine Parzelle in einer solchen Kolonie uebernehmen, man erst einmal eine stattliche Abloesesumme aufbringen muss, bevor die erste Kohlrabi das Licht der Welt erblickt. Der Vorpaechter laesst sich die Laube und eventuell auf der Parzelle wachsende Baeume und was da sonst noch so vorhanden ist, meistens gut bezahlen. Klar, kann ich verstehen. Schliesslich hat er ja auch Geld hineingesteckt. Da kommen schnell einge Tausender zusammen.

Nur hat diese Praxis einen grossen Nachteil. Es ist nicht jedem gegoennt, ein paar Tausender auf der hohen Kante liegen zu haben, um diese in die Abloesezahlung fuer einen Schrebergarten zu stecken. Das Einkommen mag nicht reichen, junge Familien, fuer die ein Garten naturgemaess von besonderer Bedeutung waere, brauchen das Geld fuer ganz andere Dinge. Kinder sind teuer, davon kann ich ein Lied singen.


Die Alternative, die Schule machen sollte
Genau fuer diese interessierten Neugaertner hat sich die Kolonie etwas Neues ausgedacht. Anstatt einen Garten mit allem drum und dran teuer zu erkaufen, koennen dort interssierte Neugaertner eine Parzelle mieten. Mit allem was dazu gehoert. Wie das genau funktioniert und warum dieses Beispiel Schule machen sollte, erklaert uns Jule in meinem heutigen Video.
Viel Spass
4 Antworten
He Ralf, ich abonniere deinen Kanal schon seit langem. Da ich gerne T-Shirt trage, würde ich gerne eins mit deinem Logo haben wollen.
Gruß Marcel
Okay. Hört sich spannend an. Wer ist denn da in Vorleistung gegangen? Eine Solche Laube plus Toilette gehen usw. finanzieren sich ja auch nicht aus dem Nichts heraus.
Da kann ich leider nichts zu sagen. So genau habe ich das naemlich nicht verstanden.
In der Regel tut sowas ja niemand aus reiner Menschenfreundlichkeit. Aber gut, solange es nützt…