Ein normales Jahr hat 365 Tage. Wir schaetzen, dass davon so um die 230 Tage niederschlagsfrei sind. Kein Regen, kein Schnee, kein Hagel usw. Von den restlichen 135 Tagen wuerden wir annehmen sind 115 Tage Regentage. So grob ueberschlagen. Von den uebrigbleibenden 20 Tagen denken wir, beschraenkt sich der Niederschlag an 13 Tagen hier in unserer Gegend auf Schneeregen und aehnlichem „Usselswetter“. Bleiben noch 7 Tage uebrig, die wir als wirkliche Wintertage mit Schnee bezeichnen koennten. Jedenfalls im Durchschnitt. Im letzten Jahr war es etwas mehr, dafuer hatten wir allerdings auch schon Jahre in denen der Winter ausfiel.
Somit haben wir nicht einmal an 2 Prozent aller Tage eine Chance auf Schnee. Eigentlich ein zu vernaechlaessigender Prozentsatz.
Der Normalmensch zieht vielleicht 3 bis 6 mal in seinem Leben um. Wir liegen ziemlich genau im Mittelfeld. Dass wir nun gerade im Winter unseren Wohnort wechseln muessen, hat sich nun einmal so ergeben. Vieles haben wir schon in den verganenen Wochen bei den wenigen Besuchen im neuen Haus heruebergeschafft. Alles, was sich in einen normalen PKW queschen liess war schon drueben. Blieb nur noch all das, was im Schrebergarten lag, und die wenigen groesseren Moebelstuecke aus unserer Wohnung. Dazu bot es sich an, ein preiswertes Angebot einer Autovermietung in Anspruch zu nehmen. 130 Euro fuer drei Tage fuer einen grossen Lieferwagen, da kann man nicht meckern. So haben wir zugeschlagen und unseren Umzug fuer das Wochenende 18. bis 21. Dezember geplant.
Und dann das. Der Samstag war ja noch ertraeglich. Zwar unsaeglich kalt, aber ertraeglich. Wir konnten mit einer Fahrt unser gesamtes Gartengeraet herueberschaffen. Werkzeug, Folien, Anzuchtplatten und Toepfe, Gartenmoebel und Schubkarre. Wir haben uns ziemlich kalte Finger geholt. Einzig die Wassertonnen konnten wir nicht mitnehmen. In all dem Stress der letzten Wochen hatten wir vergessen, sie zu entleeren. Einmal durchgefroren sind sie nicht mehr zu bewegen. Und ein ziemlich grosser Stapel Brennholz musste zurueck bleiben. Den hatten wir fuer den Sonntag Nachmittag eingeplant.
Und dann der Sonntag. Es ging um 7 Uhr los. Wir sind auch gut durchgekommen. Dann fing es an zu schneien. Nicht nur so ein wenig, nein, eisiger Wind, Schneetreiben, fuer einen Umzug das denkbar schlechteste Wetter. Auf der zweiten Fahrt mit den Moebeln haben wir mehr als die doppelte Zeit fuer eine Fahrt gebraucht. Ein- und Ausladen auf der rutschigen Ladeflaeche ein Graus. Mit jedem Schritt ins neue Haus wieder eine Pfuetze von Schmelzwasser auf unserem gerade abgeschliffenen Holzdielenboden.
Die dritte Fahrt haben wir dann absagen muessen. Man konnte die Hand kaum vor Augen sehen. Auf den Strassen eine geschlossene Schneedecke. Schneller als 40 km/h war nicht zu machen. So blieb ein grosser Haufen Brennholz, genug um damit einen Winter den Specksteinofen im Haus betreiben zu koennen, zurueck. Mal sehen, vielleicht werden wir einen Teil noch mit dem PKW transportieren. Ansonsten wird sich der Kaeufer unseres Gartens darueber freuen koennen. Schade.
Wenn ich in die Stadt komme, werde ich einen Lottoschein ausfuellen. Bei unserem Glueck, einen der wenigen Schneetage fuer den Umzug zu waehlen, schaffe ich dann vielleicht auch noch 5 Richtige mit Zusatzzahl.
2 Antworten
Viel Glück zum Einzug und ein schönes erstes Weihnachten im neuen Heim – es kann ja doch nur besser werden 😉
Danke Danke Elke
Wenn wir uns so umsehen, dann kann es wirklich nur noch besser werden. Wir wollen aber nicht klagen. Wir haben es uns selbst ausgesucht.
Gruss